Der erste Sieg in der dritten Liga hat bei den Handballern des TSV Rödelsee einige aufatmen lassen. „Das war für die Motivation ganz wichtig“, meinte Kreisläufer Radovan Suchy. Nun habe man gesehen, dass es möglich sei, auf dieser Ebene zu bestehen. Sein Bruder und Trainer Dusan Suchy sprach gar davon, dass die Mannschaft „Geschichte geschrieben“ habe.

Nach dem 33:29 zu Hause über die HBW Balingen/Weilstetten II wartet nun die SG Köndringen/Teningen. Dass es in der dritten Liga ganz anders zur Sache gehe, dass das Tempo höher sei, dürften inzwischen alle Akteure bemerkt haben. Jeder müsse die höheren Anforderungen annehmen, sagt der in der Bundesliga erprobte Routinier Bostjan Hribar. Es sei „wichtig, den Willen zu zeigen, dass wir dritte Liga spielen wollen“.

Einer, der Tempo und Härte gern wieder auf dem Platz erleben würde, ist Marin Varvodic. Doch dem 25-jährigen Kroaten, im Sommer nach Rödelsee gekommen, bleibt, wie auf unserem Bild, bloß die Zuschauerrolle. Eine Schulterblessur, die er beim ersten Spiel in Hochdorf erlitten hat, lässt keinen Einsatz zu. Eine eingehende Untersuchung des lädierten Gelenks hat aber gezeigt, dass Varvodic vorerst nicht operiert werden muss, sondern nur drei, vier Wochen pausieren muss. Christian Häckner wird nach seiner Verletzung am Ellbogen wieder dabei sein.

Der Klub aus Teningen, jener 12 000-Einwohnerstadt nördlich von Freiburg, geht nach drei Siegen selbstbewusst in die Partie. „Die Handball-Hochburg im Breisgau“, wie sie sich selbst gerne bezeichnet, hat lange Tradition und gehört seit fast dreißig Jahren der dritthöchsten deutschen Spielklasse an. Auch der Unterbau scheint in Teningen zu stimmen. So spielt die A-Jugend schon im zweiten Jahr in der Bundesliga. Ihre Talente liefert sie an den Dänen Ole Andersen, den Trainer der ersten Mannschaft.