HANDBALL: LANDESLIGA

Mainfrankens Melle Meyer sieht Rot und Blau

Ein umstrittener Feldverweis wirft Sekunden vor Schluss einen Schatten auf den Sieg der Mainfranken in Wendelstein. Die Torjägerin soll provoziert worden sein.
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Landesliga Nord Frauen

 

SV Obertraubling – 1. FC Nürnberg Handball 23:21  
HC Forchheim – TS Herzogenaurach II 26:26  
Post SV Nürnberg – TV Marktsteft 23:19  
SC 04 Schwabach – DJK Rimpar 34:22  
TSV Wendelstein – HSG Mainfranken 18:27  
HSG Pleichach – HC Sulzbach-Rosenberg 24:21  
SG Kunstadt/Weidhausen – ESV Regensburg II 26:27  

 

 

1. (1.) ESV Regensburg II 8 6 1 1 200 : 164 13 : 3  
2. (2.) HSG Mainfranken 8 6 1 1 202 : 174 13 : 3  
3. (3.) Post SV Nürnberg 8 6 1 1 187 : 168 13 : 3  
4. (4.) SV Obertraubling 8 6 0 2 147 : 134 12 : 4  
5. (5.) TS Herzogenaurach II 8 4 1 3 177 : 177 9 : 7  
6. (11.) SC 04 Schwabach 8 4 0 4 199 : 197 8 : 8  
7. (8.) HC Forchheim 8 3 2 3 170 : 188 8 : 8  
8. (6.) HC Sulzbach-Rosenberg 9 4 0 5 196 : 185 8 : 10  
9. (7.) TV Marktsteft 8 3 1 4 183 : 181 7 : 9  
10. (9.) Kunstadt/Weidhausen 9 3 1 5 214 : 207 7 : 11  
11. (13.) HSG Pleichach 8 3 0 5 157 : 183 6 : 10  
12. (10.) 1. FC Nürnberg Handball 8 3 0 5 156 : 160 6 : 10  
13. (12.) DJK Rimpar 8 2 0 6 130 : 140 4 : 12  
14. (14.) TSV Wendelstein 8 0 0 8 145 : 205 0 : 16  

 

TSV Wendelstein – HSG Mainfranken 18:27 (7:11). Es war ein rundum gelungener Nachmittag für die HSG. Bis neun Sekunden vor Schluss, als es bei einem Freiwurf zu einem kleinen Tumult kam. Mainfrankens Melanie Meyer – von Anfang an vom Gegner in hautenge Deckung genommen – wurde gehalten, riss sich los und sah von den Unparteiischen die Rote und die Blaue Karte hinterher. Das heißt, die Torjägerin wird ihrer Mannschaft mindestens das nächste Spiel fehlen, vielleicht länger.

„Rot hätte auch genügt, so kurz vor Schluss. Sie wurde in der Szene provoziert“, sagte Trainerin Steffi Placht über die Situation, die aus einem sehr guten einen guten Sonntag machte. Denn auf die kurze Deckung gegen Meyer hatte die HSG vor allem in der zweiten Hälfte stets eine Antwort gefunden.

Während in der ersten Hälfte Mainfrankens Spiel noch sichtlich unter der Maßnahme Wendelsteins litt, nahmen die Gäste zur zweiten Hälfte sichtlich Fahrt auf und kamen nun öfters auf die liberale Idee, die Freiräume am Kreis und auf den Außen zu nutzen. Sie führten mit 13:8 und 19:12 und steuerten – auch dank der immer noch sechs Feldtore Meyers – auf einen deutlichen Erfolg zu, weil sie laut Placht auch ihre Torchancen entschlossen und effizient nutzten. Die HSG bleibt dadurch Tabellenzweiter.

Wendelstein: Buchard 7/4, Stigler 5, Grüßner 2, Möller 2, Grosam 1, Eckl 1. Mainfranken: Meyer 8/2, Golm 5, Ruschin 5/1, Seli-na Geißler 3, Ebner 2, Coccorullo 2, Petra Geißler 1, Geuder 1.

Post SV Nürnberg – TV Marktsteft 23:19 (11:9). Beim Spitzenteam in Nürnberg hatten die Marktstefterinnen einen absoluten Kaltstart in die Partie erwischt. Nach zehn Minuten sahen sie sich mit 0:6 in Rückstand: Sie hatten sich so gleich einen zentnerschweren Rucksack aufgebürdet. „Unser Start war eine Katastrophe“, erklärte Co-Trainerin Valentina Dennerlein. „Den haben wir verschlafen, woraus in der Folge viele technische Fehler und Fehlwürfe resultierten.“ Doch der Aufsteiger berappelte sich, zeigte Moral und kämpfte sich bis zur Halbzeit bis auf zwei Treffer heran.

Nach gut vier Minuten im zweiten Durchgang war der Rückstand dann mit dem Tor zum 11:11 aufgeholt. Doch die Aufholjagd hatte viel Energie gekostet, wie Dennerlein sagte. Der Kräfteverschleiß ihrer Schützlinge war im weiteren Verlauf zu spüren. „Wir haben nach dem guten Start in die zweite Halbzeit dann zu hektisch gespielt und den Kreis mit unseren Anspielen nicht mehr gefunden“, erklärte Dennerlein. Nürnberg nutzte die Gunst der Stunde, zog wieder davon und feierte einen ungefährdeten Erfolg.

Nürnberg: Ludwig 5/2, Corinna Weber 5/3, Schwab 4, Köstner 3, Parpan 3, Berthold 2, Bischoff 1. Marktsteft: Ina Hertlein 10/2, Müller-Scholden 4, Remler 3, Jule Hertlein 1, Weiß 1.

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