FAUSTBALL: 2. BUNDESLIGA

Linda Müllers erfolgreiche Trainer-Premiere

Den personellen Übergang haben die Segnitzerinnen gemeistert. Mit ihrer neuen Übungsleiterin landeten sie im Mittelfeld in der ersten Saison nach der Ära Uli Lauck.
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Aufgrund von Rückenproblemen konzentriert sich Linda Müller momentan auf ihr Traineramt.

Die Faustballerinnen des TV Segnitz beschritten in der Hallenrunde 2017/18 Neuland. Es war die erste Saison seit über 20 Jahren ohne Trainer Uli Lauck. Die bisherige Spielerin Linda Müller nahm sich eine Pause wegen permanenten Rückenproblemen und schlüpfte dann in die Rolle der Übungsleiterin. „Die Linda ist in ihrem Job aufgegangen“, attestierte ihr Spielführerin Tatjana Müller. Mit dem fünften Platz in der Hallenrunde der 2. Bundesliga Süd schnitten die Segnitzerinnen ordentlich ab.

Heimspieltag in Schweinfurt

Die Voraussetzungen waren nicht toll, schließlich galt es abzuwarten, wie sich der Verlust der langjährigen Vaterfigur Uli Lauck bemerkbar machen und Linda Müller als Trainer-Novizin beim Erstliga-Absteiger schlagen würde. Erschwerend kommt seit Jahren hinzu, dass der TV Segnitz nur eine kleine Turnhalle besitzt. Deswegen haben die Faustballer im Gärtnerdorf keine adäquate Trainings- und erst recht keine Heimspielhalle. Das führte in der abgelaufenen Spielzeit sogar dazu, dass die Segnitzerinnen von Haus aus nur einen Heimspieltag angenommen hatten und selbst dafür keine geeignete Halle im Umkreis fanden. Deswegen mussten sie ihren einzigen Heimspieltag in Schweinfurt austragen. Die Mannschaft um Helen Gernet stellte trotz der genannten Unwägbarkeiten dennoch frühzeitig die Weichen in Richtung Klassenerhalt und positionierte sich in gesicherten Tabellengefilden.

„Die Mädels haben mich bestens unterstützt und ich weiß, wie ich sie zu nehmen habe“, schilderte Linda Müller ihre ersten Schritte als verantwortliche Trainerin. Dass Selina Hofmann als Mittelspielerin eingesprungen war, imponierte Linda Müller und bestärkte die Übungsleiterin in ihrer Zielsetzung, auch weiterhin Spielerinnen aus der Jugend in die Bundesliga-Mannschaft zu integrieren. Außerdem gelte es, das Zusammenspiel zu fördern und als homogene Einheit aufzutreten. Den Abschlussspieltag gestalteten die Segnitzerinnen mit jeweils 3:2-Siegen über Gastgeber TV Schwabach und den FV Glauchau-Rothenbach positiv. Die ruhige Art von Linda Müller an der Seitenlinie bekam der Mannschaft gut. Die 16 Auftritte konnten sich insgesamt sehen lassen. 20:12-Punkte in der Endabrechnung waren ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis. Die für die Aufstiegsspiele qualifizierten TSV Schwieberdingen und TV Gärtringen II hatten nur sechs Zähler mehr auf ihren Konten.

Spezialtraining für Schlagfrauen

„Erst wenn mein Rücken verheilt ist“, antwortete Linda Müller auf die Frage, ob sie denn künftig auch für einen Einsatz als Spielerin im Fall der Fälle in Betracht käme. Sie will sich auskurieren und möchte speziell auf Schlagfrauen abgestimmte Trainingseinheiten ansetzen. Denn es gelte, das vorhandene Offensiv-Potenzial noch mehr herauszuarbeiten.„Wir wollen richtig gut trainieren im Hinblick auf die Feldrunde“, verspricht die Trainerin. Die Feldrunde hat absolute Priorität im Gärtnerdorf. Dementsprechend mischen die Segnitzerinnen ab Mai wieder in Deutschlands höchster Spielklasse mit. Linda Müller ist zuversichtlich, mit der Mannschaft den Klassenerhalt in der 1. Bundesliga Süd schaffen zu können. Dazu kann die 25-Jährige ihren großen Erfahrungsschatz in die Waagschale werfen. Zudem steht Uli Lauck jederzeit bereitwillig mit Rat und Tat zur Seite, wenn es sein müsste.

Abschlusstabelle

2. Bundesliga Süd Frauen Halle

 

1. (1.) TSV Schwieberdingen 16 13 0 3 43 : 11 26 : 6  
2. (2.) TSV Gärtringen II 16 13 0 3 41 : 16 26 : 6  
3. (3.) TSV Gärtringen 16 11 0 5 39 : 25 22 : 10  
4. (4.) FV Glauchau-Ro. 16 10 0 6 35 : 24 20 : 12  
5. (5.) TV Segnitz 16 10 0 6 32 : 25 20 : 12  
6. (6.) TSV Niedernhall 16 4 0 12 20 : 38 8 : 24  
6. (6.) TV Schwabach 16 4 0 12 20 : 38 8 : 24  
8. (8.) TSV Ötisheim 16 4 0 12 17 : 40 8 : 24  
9. (9.) TV Böblingen 16 3 0 13 14 : 44 6 : 26  

 

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