Fußball

Lieblingsthema Liveticker

Harmonische Spielgruppentagung der Bezirksligisten
Artikel drucken Artikel einbetten
Gut gelaunt: Bezirksliga-Spielleiter Bernd Reitstetter bei der Spielgruppentagung. Foto: Foto: Dominik Großpietsch

Fünf Minuten hatte Bernd Reitstetter nachspielen lassen. Dann pfiff der erfahrene Schiedsrichter und Bezirksliga-Spielleiter die Wintertagung der Bezirksligisten ab. Es war eine ruhige Partie im Sportheim der DJK Schwebenried. Eine freundschaftliche Begegnung, die der Nachfolger von Dieter Carl jederzeit im Griff hatte.

Schnell wurde ersichtlich: Im Großen und Ganzen ist in den beiden unterfränkischen Bezirksligen alles im grünen Bereich. „Die Zusammenarbeit mit euch war hervorragend“, bilanzierte der gut gelaunte Spielgruppenleiter. In dieses Loblied stimmte auch Bezirksschiedsrichterobmann Norbert Kröckel ein, der erklärte, dass „auch wir als Schiedsrichter mit der bisherigen Runde sehr zufrieden sein können“. Kröckel hatte aber nicht nur Erfreuliches zu berichten. „Gut 780 Schiedsrichter fehlen in Unterfranken. Unsere Schiedsrichtergruppen geben sich alle Mühe, haben aber das Ende der Fahnenstange erreicht. Wir brauchen Sportkameraden, Ausgleichszahlungen können wir nicht anstelle von Schiedsrichtern auf den Platz schicken“, erklärte der Obmann und appellierte an die zahlreichen Vereinsvertreter: „Sorgen Sie für Nachwuchs, damit in den Gruppen an der Basis nicht die Luft ausgeht.“

Von Seiten des Sportgerichts gab es indes wieder gute Nachrichten. Knapp 90 Fälle wurden bisher bearbeitet, wie der Vorsitzende Hans-Peter Heimbeck während seines Vortrags erklärte und diese Zahl als „absoluten Durchschnitt“ einordnete.

In der Folge wurde die Auf- und Abstiegsregelung ausführlich erläutert, ehe Bernd Reitstetter zu seinem „Lieblingsthema“ Liveticker überging. Die Bezirksliga-Vereine müssen seit geraumer Zeit tickern und machen ihre Sache laut Reitstetter gut. Dass es hier und da noch ein paar Probleme gab, nahm der Würzburger mit Humor. „Scheiß Technik. Oder sind?s dann doch die Finger?“, fragte er grinsend in die Runde. Kurz verfinsterte sich seine Miene aber, als er über den Totopokal sprach. Reitstetter forderte die Bezirksliga-Vereine dazu auf, vermehrt am Pokalwettbewerb teilzunehmen und sprach von „Vorbereitungsspielen mit Wettkampfcharakter“. Ein Mal wurden die versammelten Funktionäre im Saal etwas unruhig, als Reitstetter eine alternative Ligeneinteilung (Nord und Süd statt bisher Ost und West) vorstellte. Nachdem er eindringlich zur Contenance gemahnt hatte, gab er aber auch selbst zu, dass man diese Einteilung nicht weiter verfolgen müsse, weil sie zu viele Vereine belasten würde. So ging das Spiel ohne besondere Vorkommnisse zu Ende, ehe Reitstetter allen einen guten Nachhauseweg und augenzwinkernd „für jedes Spiel drei Punkte“ wünschte.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.