TRIATHLON

Lehner löst das Ticket nach Hawaii

Der Iphöfer qualifiziert sich in Arizona für die Weltmeisterschaft
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Frank Lehner hat nach seiner Qualifikation für Hawaii allen Grund zum Strahlen. Foto: Foto: Hartmut HEss

Im Jahr 2015 hatte sich der Iphöfer Frank Lehner beim Ironman im österreichischen Klagenfurt das Ticket für die Ironman-Weltmeisterschaft erkämpft. Dasselbe war ihm Mitte November jenseits des großen Teiches beim Ironman in Tempe, einem Vorort von Phoenix im US-amerikanischen Bundesstaat Arizona, gelungen. Dabei erkämpfte sich der Produktionsmeister und Gesundheitsbotschafter im Iphöfer Welt-Unternehmen Knauf in der Gesamtzeit von 9:40,06 Stunden den vierten Platz seiner Altersklasse (46 bis 49 Jahre) und heimste damit einen von nur 40 zu vergebenden WM-Slots für Hawaii ein.

Wie stark der 47-Jährige auftrumpfte, dokumentierte sein Gesamtrang 46 unter 3 000 Teilnehmern. „Wir waren in Arizona schon mal in Urlaub, deswegen reizte mich ein Start dort, der für einen Deutschen nur schwer möglich ist“, sagte Frank Lehner. Durch seine Top-Leistungen im Jahr 2015 mit Klagenfurt und der WM auf Hawaii hatte er den Status eines „Gold-Athleten“ erlangt, wodurch ihm ein Voranmeldungsrecht für Ironman-Veranstaltungen weltweit gewährt wurde. Der Triathlon-Spätstarter hatte erst im Jahr 2014 seinen ersten Triathlon bewältigt und seitdem immer wieder Duftmarken gesetzt.

Die 3,86 Kilometer Schwimmen im Town Lake von Tempe, seine schwächste Disziplin, absolvierte der für den SV 05 Würzburg startende Athlet, in 1:14:12 Stunden. Der Auftakt war hart, denn in der Wüste kühlt es nachts stark ab, und so betrug die Wassertemperatur beim Start morgens vor dem Sonnenaufgang nur 18 Grad Celsius. Der 47-Jährige hatte sich zum Ziel gesetzt, die windanfällige Radstrecke von 180 Kilometern möglichst unter fünf Stunden zu schaffen. Er fand schnell seinen Rhythmus, spürte, dass die Form an diesem Tag stimmte, und bewältigte die flache Strecke auf einem gesperrten Highway fast ausnahmslos in der gebückten Aero-Position. Mit 4:53,10 Stunden erreichte er als Zweitbester seiner Altersklasse die zweite Wechselzone, weil er nicht nur viel Boden gut gemacht hatte, sondern auch noch von einem Plattfuß, für den die Strecke in Tempe berüchtigt ist, verschont blieb. Seine Lieblingsdisziplin ist der abschließende Marathonlauf über 42,195 Kilometern. Trotz der heißen Wüstentemperaturen von 30 Grad Celsius finishte er mit einer Marathonzeit von 3:24:40 Stunden und machte damit seine Qualifikation für die 40. Auflage des legendären Klassikers von Big Island auf Hawaii am 13. Oktober 2018 perfekt.

Da konnte Frank Lehner auch leicht verschmerzen, dass sein Körper die eine oder andere Blessur von der Wüstensonne davon getragen hat. Im Ziel war er glücklich über seine persönliche Ironman-Bestzeit von 9:40,06 Stunden. Er überstand die Strapazen und nicht ausbleibende Durchhänger relativ problemlos. Der Iphöfer trainiert mindestens 20 Stunden in der Woche für seine Triathlon-Ambitionen. Nach dem erfolgreichen Saisonabschluss richtet er sein Trainingsprogramm schon jetzt auf den 13. Oktober 2018 aus, wenn er zum zweiten Mal die Weltmeisterschaft in Angriff nimmt und bei Tageslicht als „Daylight-Finisher“ die Zielfahne sehen will.

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