FUSSBALL: KREISLIGA

Kreisligist Nordheim/Sommerach sucht den Rhythmus

Alle fünf Saisonspiele hat Kreisligist Nordheim/Sommerach bislang verloren. Warum laut Trainer Patrick Prescher aber trotzdem kein Grund zur Panik besteht.
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„Wir haben erst fünf Spieltage hinter uns, abgerechnet wird am letzten.“ – Patrick Prescher, Trainer von Kreisligist Nordheim/Sommerach. Foto: Foto: Hans Will

Für einen Trainer gibt es sicher angenehmere Situationen, als sie Patrick Prescher in den vergangenen Wochen, ja Monaten erlebt hat. Mit der SG Wasserlosen/Greßthal stieg der 31-jährige Übungsleiter im Mai trotz einer Aufholjagd in der Rückrunde in die A-Klasse ab. Persönlich schaffte er im Sommer durch seinen Einstieg beim TSV Nordheim/Sommerach zwar den Aufstieg in die Kreisliga. Wirklich besser läuft es für Prescher aber auch an neuer Wirkungsstätte zunächst nicht. Im Gegenteil: Nach fünf absolvierten Spieltagen dümpelt der TSV punktlos am Tabellenende, der Klub droht somit früh den Anschluss zu verpassen. „Natürlich geht es mir damit nicht wirklich gut,“ sagt Prescher angesprochen auf sein persönliches Befinden nach den zahlreichen sportlichen Tiefschlägen der letzten Zeit. Er wisse allerdings damit umzugehen und behalte seinen Optimismus.

Kurzfristiger Trainerwechsel

Schließlich tappt der Coach auf der Suche nach den Ursachen für den Fehlstart der Spielgemeinschaft alles andere als im Dunklen. Bereits vor Saisonstart gab es bei den Weininsel-Kickern schließlich einigen Trubel. Der eigentlich für diese Saison als Übungsleiter vorgesehene Greßthaler Stefan Pohl musste sein Amt während der Vorbereitung aufgrund einer kurzfristig eingetretenen beruflichen Veränderung niederlegen, sodass der TSV wenige Wochen vor Rundenbeginn plötzlich ohne Trainer dastand. Übergangsweise sprang zunächst Co-und Reservetrainer Jens Schmidt ein, doch der Verein musste sich auf die Suche nach einem neuen Chefcoach begeben. Und wurde mit Patrick Prescher fündig. Allerdings war zu diesem Zeitpunkt schon wertvolle Vorbereitungszeit ins Land gezogen und Prescher blieben lediglich zwei Wochen, um der Mannschaft seine Ideen näher zu bringen. Viel zu wenig natürlich aus seiner Sicht, schließlich seien normalerweise sechs Wochen für diesen Prozess zu veranschlagen, rechnet Prescher vor. „Diese Zeit hatte ich einfach nicht, entsprechend war unsere Vorbereitung nicht ideal.“

Die negativen Folgen bekommt der TSV Nordheim/Sommerach in der Frühphase der Saison schonungslos zu spüren. Die Mannschaft ist noch auf der Suche nach Stabilität, Rhythmus und Automatismen. Verletzte und urlaubende Spieler tun ihr übriges zu einem reichlich missratenen Saisonstart. Vor allem defensiv fehlte dem Team bislang jegliche Sicherheit. 23 Gegentreffer sind nach fünf Spieltagen ein fast schockierender Wert. Ständig wechselndes Personal in der Viererkette führt Prescher als Hauptgrund dafür an, dass sich seine Elf in der Verteidigung bislang löchrig wie ein Schweizer Käse präsentiert. Die Abstimmung passt nicht, was zu zahlreichen Stellungsfehlern und in der Konsequenz zu Gegentreffern führt.

Prescher: „Der Wille ist da!“

Daran, dass sein Team defensiv bald die Schotten dicht bekommt, arbeitet Patrick Prescher derzeit intensiv im Training und hat auch schon Fortschritte erkannt. Runterziehen lässt sich die Mannschaft vom Negativtrend ohnehin nicht. Stimmung und Trainingsbeteiligung seien nach wie vor gut. „Die Jungs ziehen im Training voll mit. Der Wille ist da,“ lobt Prescher. Der Trainer glaubt fest daran, dass sich seine Schützlinge in der Kreisliga behaupten können. „Ich gebe die Hoffnung nie auf. Wir wussten, dass es eine schwierige Saison wird und haben erst fünf Spieltage hinter uns, abgerechnet wird am letzten.“

Dass der Druck jedoch nicht kleiner wird, je länger ein Erfolgserlebnis ausbleibt, weiß auch der Trainer, der mit seiner Mannschaft an diesem Samstag gegen die SG Sömmersdorf/Obbach/Geldersheim die nächste Chance erhält, die Trendwende einzuleiten. Prescher erwartet zwar einen starken Kontrahenten, sagt aber auch: „Ich bin der Meinung, dass gegen jeden Gegner etwas drin ist.“

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