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Kreisklassen bald nur noch mit 14 Vereinen

Reduzierung im Spielkreis Würzburg wird durch eine verschärfte Abstiegsregelung erreicht
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Verkleinert werden die Fußball-Kreisklassen im Spielkreis Würzburg. Wie Kreisspielleiter Marco Göbet bei der Tagung in Erlach bekannt gab, sollen ab der Saison 2016/2017 nur noch jeweils 14 Mannschaften in den vier Kreisklassen auf Torejagd gehen. Die Reduzierung der Ligen wird erreicht, indem in der ab dem 1. August 2015 beginnenden Runde die letzten drei der aktuell 15 Vereine direkt absteigen.

Kreisspielleiter Göbet erläuterte, dass ab dann auch die sechs Würzburger A-Klassen mit nur noch 14 Mannschaften bestückt würden. „Dann können wir die Runde zwei Wochen später, also erst Mitte August, beginnen lassen“, erklärte er den Vereinsvertretern, die zur Tagung nach Erlach gekommen waren. Meinungen oder gar Kritik, gab es von deren Seiten nicht zu dem anvisierten Projekt.

Überhaupt verlief das Treffen der Vereinsvertreter und Funktionäre recht ruhig und ohne große Diskussionen. Als die Vereine zu Wort kamen, monierte Winterhausens Sportleiter Kurt Kleinschnitz, dass der Verband bei den Relegationsspielen Würzburger Vereine gegen welche aus dem Raum Main-Spessart antreten ließ. Durch die zum Teil weit auseinander liegenden Gegner fehle der Lokalkolorit. Kleinschnitz' Meinung nach sei dies ein Grund gewesen, warum die Entscheidungsspiele im Kreis dieses Jahr nicht so gut besucht gewesen seien.

Kreisspielleiter Göbet kündigte an, dass er dies in der kommenden Runde wieder ändern werde. Die etwas gesunkenen Zuschauerzahlen führte er darauf zurück, dass diesmal viele Partien beinahe zeitgleich anzusetzen waren. Durch das vom Bayerischen Fußballverband verhängte Spielverbot wegen der „Fußballiade“ am ersten Juni-Wochenende sei der Zeitraum für die Relegation kürzer gewesen.

Insgesamt nannte der Kreisspielleiter die Runde 2014/15 eine „friedliche, wunderbare Saison, in der wir Glück mit dem Wetter hatten.“ Es habe kaum Spielausfälle gegeben, und somit keine Termin-Schwierigkeiten. Die Spielabsage eines Vereins im Vorjahr bereits am 15. August habe ihm jedoch zu denken gegeben. „Aber was willst du machen“, nahm Göbet den Vorfall relativ gelassen. Er freute sich, dass dieses Jahr 126 Mannschaften für den Toto-Pokal gemeldet haben.

In der Vorschau erwähnte der Kreisspielleiter, dass die Punkterunde für Kreisklasse und Kreisliga am 1./2. August beginnen. Die A- und B-Klassen starten am 15./16. August. Letzter Spieltag des Kalenderjahres soll der 28./29. November 2015 sein. Das Saisonende ist für den 21./22 Mai 2016 anberaumt. Der seit März im Spielkreis Kitzingen/Ochsenfurt tätige Spielgruppenleiter Claus Höpfner (Marktbreit) erwähnte die Vielzahl der Spielverlegungen, die Spielleiter und Schiedsrichter forderten. Göbet blickte voraus, dass Kreisjuniorenleiter Uwe Röhr künftig zum Nachwuchschef des Bezirks aufrückt. Röhrs Posten im Kreis Würzburg übernimmt künftig Christian Kurz.

Schiedsrichterobmann Helmut Wittiger von der Gruppe Kitzingen/Ochsenfurt bereiteten die weiter sinkenden Zahlen bei den Unparteiischen Sorgen. Nur noch 219 Schiedsrichter habe die Gruppe aktuell. Im Vorjahr waren es noch 245. Es fehle an Nachwuchs. Ob alle B-Klassenspiele mit Unparteiischen besetzt werden könnten, hielt er für fraglich.

Werner Pfeiffer vom Kreissportgericht hatte im Vorjahr weniger Arbeit. Mit 483 Fällen musste die Instanz 60 Fälle weniger bearbeiten. 68 Spielausfälle gab es (Vorjahr 96), wobei der Großteil in der B-Klasse gewesen sei. Außerdem stellte Verbandsehrenamtsbetreuer Ludwig Bauer erneut die Arbeit und die Bedeutung eines Vereins-Ehrenamtsbeauftragten vor.

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