Kleinlangheim

Kleinlangheimer Hochspannung

Die Frauen von Leon Wilhelm haben zwar am zweiten Spieltag keinen Sieg gelandet, waren aber immerhin an der spannendsten Begegnungen beteiligt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Hanna Rumpel (Bergrheinfeld, links) bedrängt Kleinlangheims Mannschaftsführerin Carmen Wilhelm. Sabrina Eckert beobachtet die Aktion. Der VfL Kleinlangheim verlor dieses Spiel nach ausgeglichenem Beginn mit 4:7.

 

SpVgg Hambach – SV Schraudenbach 4:15  
TSV Bergrheinfeld – VfL Kleinlangheim 8:4  
SpVgg Hambach – TSV Ettleben 9:15  
SV Schraudenbach – TSV Bergrheinfeld 2:5  
VfL Kleinlangheim – TSV Ettleben 9:10  

 

 

1. (1.) TSV Bergrheinfeld 4 4 0 0 39 : 11 8  
2. (3.) SV Schraudenbach 4 3 0 1 34 : 15 6  
3. (2.) TuS Helpup 2 2 0 0 21 : 9 4  
4. (8.) TSV Ettleben 4 2 0 2 32 : 38 4  
5. (5.) TuS Eisbergen 2 1 0 1 22 : 23 2  
6. (6.) TV Oberndorf 2 1 0 1 11 : 16 2  
7. (4.) VfL Kleinlangheim 4 1 0 3 33 : 35 2  
8. (7.) TSV Essleben 2 0 0 2 11 : 23 0  
9. (9.) SpVgg Hambach 4 0 0 4 22 : 55 0  

 

Der TSV Bergrheinfeld ist der große Gewinner des zweiten Spieltags. Zwei Siege, einer davon gegen den Deutschen Meister SV Schraudenbach. Mit 5:2 (2:1) fiel das Ergebnis vor 130 Zuschauern in eigener Halle sogar recht deutlich aus. „Wir sind gar nicht richtig ins Spiel herein gekommen. Es hat an Spielwitz gefehlt“, räumte SVS-Trainer Ludwig Rumpel ein.

Dabei stand es bis kurz vor der Pause 1:1, ehe Schraudenbachs Korbhüterin Theresa Rumpel einen tiefen Ball, der wohl nicht rein gegangen wäre, unglücklich nach oben abwehrte und dabei ins Korbnetz griff. Das Regelwerk ist eindeutig: Viermeter für den Gegner. Und den verwandelte Hanna Rumpel zum 2:1 (16.). Bis dahin war die Partie offen. Der Ex-Meister begann vorsichtig, probierte es häufiger aus der Distanz, während Schraudenbach seine Chancen am Kreis hatte. Aber bereits vor der besagten Führung hatte TSV-Spielführerin Sabrina Eckert bereits bei einem Konter die große Chance zum 2:1.

Der Knackpunkt auf Schraudenbacher Seite war das schnelle 1:3 (22.) nach Wiederbeginn, ein feiner, unhaltbarer Heber von Laura Grob aus der Eckposition. Der Meister schien geschockt. Es fehlte fortan deutlich an der gewohnten Leichtigkeit im Spiel. Das Kreisspiel hakte, kaum jemand traute sich mal zu werfen. Und als man sich zu fangen schien, Tamara Heuler zwei gute Wurfchancen aus der linken Ecke hatte, kassierte der SVS prompt das 1:4 (29.). Das war die Vorentscheidung zwölf Minuten vor Schluss.

Bergrheinfelds Trainerin Kirstin Grote war sehr zufrieden: „Wir haben die Konter geblockt, waren als Mannschaft durchweg gut.“ Geholfen habe auch, dass bei Schraudenbach zwei Spielerinnen, darunter Julia Fuchs, gefehlt hätten, räumte sie ein. Ludwig Rumpel macht aus derartigen Schwächungen nie ein Thema: „Es haben Fünf gegen Fünf gespielt.“ Die Niederlage sei nicht so schlimm, ergänzt er. Man müsse die wichtigen Spiele gewinnen. Damit könnte er recht haben. Denn nach den aktuellen Eindrücken scheint das Leistungsgefälle hinter den Top drei oder vier weiterhin recht deutlich ausgeprägt zu sein.

Schraudenbach gewann, ohne sich groß zu verausgaben, gegen die SpVgg Hambach mit 14:5 (7:2), wobei es nach immerhin sieben Minuten noch 0:0 gestanden hatte. Bergrheinfeld setzte sich nach Anfangsschwierigkeiten gegen den VfL Kleinlangheim mit 7:4 (5:2) durch. Der Außenseiter führte sogar mit 2:1, kassierte dann kurz vor der Pause aber drei Konter.

Ähnlich erging es der SpVgg Hambach an dem Spieltag. Akzeptablen Spielphasen folgten weniger gute, bei denen es in der Rückwärtsbewegung hakte und die von den Katzenberger-Geschwistern Claudia und Melanie betreute Mannschaft ausgekontert wurde. Beide waren als Spielerinnen, häufig auch gleichzeitig, auf dem Feld. Aber wenn es um die tatsächlichen Punkte, sprich Korbwürfe ging, hing zu vieles von der flinken Eckspielerin Sabrina Eck ab. Von den angesprochenen Routiniers kam letztlich zu wenig. Hambach verlor gegen Ettleben mit 9:15 (4:6).

Das spannendste Spiel lieferten sich der VfL Kleinlangheim und der TSV Ettleben, das der TSV mit 10:9 (6:4) zwar knapp, aber aufgrund der deutlich zahlreicheren Chancen und einigem Wurfpech verdient für sich entschied. Die Kitzinger Vorstädter egalisierten immer einen Ein- bis Drei-Punkte-Rückstand, agierten aber am Ende zu nervös. „Wir haben Lehrgeld bezahlt, zu viele Fehler gemacht“, sagte VfL-Übungsleiter Leon Wilhelm. Sein Ettlebener Kollege Frank Dittmar war natürlich zufrieden. Denn das vorherige 15:9 gegen Hambach hatte ihn aufgrund der neun Gegentreffer mit Skepsis auf das Kleinlangheim-Spiel blicken lassen.

Die Korbschützen

Bergrheinfeld: Eckert 5, M. Kegel 2, E. Kegel 1, Rumpel 1, Grob 1, Börger 1.

Ettleben: Erhardt 9, Hart 5, Reuß 4, Lutz 3, Menninger 2, Pfister 2.

Hambach: Eck 5, Wildanger, M. Katzenberger, Ziegler je 2, Rink 1, T. Wildanger 1.

Kleinlangheim: Wilhelm 7, Riedl 2, Hoffmann 1, Scheidler 1, Grafmanns 1, Bock 1.

Schraudenbach: Fischer 5, J. Rumpel 4, T. Rumpel 3, T. Heuler 2, S. Heuler 1, Bunn 1, A.-L. Blesch 1.



Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.