KORBBALL: BUNDESLIGA

Kleinlangheimer Eichhörnchen

Pünktchen für Pünktchen sammeln die Wilhelm-Schützlinge im Kampf um den Klassenerhalt. Diesmal gab es wieder ein Unentschieden.
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Hambachs Sarah Wildanger (links) versucht Kleinlangheims ballführende Korbhüterin und Mannschaftsführerin Carmen Wilhelm zu stören. Die beiden Kontrahenten trennten sich 3:3 unentschieden. Foto: Foto: Wolfgang Müller
Bundesliga Süd Halle

SV Schraudenbach – SpVgg Hambach 17:5
TSV Bergrheinfeld – TSV Essleben 1:0
SpVgg Hambach – VfL Kleinlangheim 3:3
SV Schraudenbach – TSV Essleben 2:3
TSV Bergrheinfeld – VfL Kleinlangheim 10:7

1. (1.) TuS Helpup 15 12 1 2 126 : 56 25
2. (3.) TSV Essleben 15 9 3 3 65 : 35 21
3. (4.) SV Schraudenbach 11 10 0 1 95 : 40 20
4. (2.) TuS Eisbergen 13 9 1 3 143 : 64 19
5. (5.) TSV Bergrheinfeld 11 6 3 2 76 : 46 15
6. (7.) SpVgg Hambach 13 4 2 7 68 : 95 10
7. (6.) TSV Ettleben 13 4 2 7 83 : 87 10
8. (8.) VfL Kleinlangheim 13 2 2 9 78 : 111 6
9. (9.) TuS Langenholzhausen 13 1 0 12 50 : 173 2
10. (10.) TV Feldkirchen 13 1 0 12 53 : 130 2

Seine zuletzt gute Form bestätigten die Kleinlangheimerinnen. Vor dem respektablen 7:10 gegen Bergrheinfeld erzielten sie ein leistungsgerechtes 3:3 (3:1)-Unentschieden gegen Hambach, das nach schwacher zweiter Halbzeit gegen Schraudenbach mit 5:17 (3:6) unterlegen war. „Ich hatte gedacht, dass da noch mehr drin ist“, sagte Kleinlangheims Übungsleiter Leon Wilhelm. „Wir hatten heute aber das Wurfgefühl nicht.“ Lange war es ein 0:0-Spiel. Erst nach Hambachs Führungstreffer wurde es deutlich lebhafter, ehe binnen zwei Minuten vor der Pause der VfL drei Körbe am Stück erzielte. In der zweiten Halbzeit war Hambach besser. Aber zu mehr als dem Unentschieden reichte es trotz guter Wurfgelegenheiten nicht mehr. „Es war ein Spiel mit Kampfgeist auf beiden Seiten“, war SpVgg-Trainerin Claudia Katzenberger nicht unzufrieden.

„Es war klar, dass es uns irgendwann erwischt“, sagte Schraudenbachs Trainer Ludwig Rumpel nach der unerwarteten 2:3-(1:0)-Niederlage gegen den TSV Eßleben und dem Verlust der weißen Weste im Waigolshausener Freizeitzentrum vor 150 Zuschauern. Es bewahrheitete sich die häufig zitierte Fußballweisheit: „Wer vorne die Tore nicht macht, wird hinten bestraft.“ Gut, es ist nicht Fußball und ging auch nicht um Tore. Aber ergebnistechnisch nähert sich die Korbball-Bundesliga immer häufiger an die populärste Ballsportart an. Speziell seit der konditionsstarke Aufsteiger TSV Eßleben mit starker Korbfrau Klara Aschenbrenner mit dabei ist. So gab es bereits zum zweiten Mal ein 1:0 als Endergebnis. Diesmal allerdings für den Gegner, den deutschen Meister TSV Bergrheinfeld.

„Chancen hatten wir genug gehabt“, sagte Schraudenbachs Trainer Ludwig Rumpel nach dem überraschenden Punktverlust. Wenn beispielsweise die besten Spielerinnen Jennifer Rumpel und Carolin Fischer einen von mehreren Konterläufen auf den leeren Korb genutzt hätten, hätten die Schraudenbacherinnen zur Pause mit mindestens 4:0 geführt und das Spiel wäre gelaufen gewesen. War es aber nicht. Das 2:0 (29.) reichte nicht, weil Eßleben nach dem Anschlusstreffer per Sechsmeter (35.) Morgenluft witterte und Schraudenbach, das in der ersten Halbzeit hohes Tempo ging, fortan sein Spiel langsamer und damit ungefährlicher gestaltete. Das 2:2 (35.) durch Ronja Brendler sowie ihr erfolgreicher Distanzwurf in der letzten Spielminute machten die Überraschung perfekt. Auch, weil Jennifer Rumpel die allerletzte Aktion des Spiel, einen Viermeter, vergab.

Eßlebens Betreuerin Gabi Strahl war überglücklich und sprach vom „Glück des Tüchtigen“. Aber sie merkte auch selbstkritisch an, dass es unbefriedigend sei, spielübergreifend über mehr als eine volle Distanz von 40 Minuten keinen Korb erzielt zu haben. Mit zwei Verlustpunkten haben die Schraudenbacher dennoch die besten Chancen aller Mannschaften in der Liga auf eine Teilnahme an der deutschen Meisterschaft.

Bergrheinfelds 1:0 (0:0) gegen Eßleben liest sich wie eine zähe Angelegenheit. Das war es auch, nachdem aus der Überlegenheit der Anfangsviertelstunde nichts herausgesprungen war. Bezeichnenderweise wäre der Aufsteiger durch Aschenbrenner unmittelbar vor dem Pausenpfiff fast in Führung gegangen. Aber ihr Wurf landete nur auf dem Korbring, drehte dort eine halbe Runde, ging allerdings nicht rein. Das aus Sicht des deutschen Meisters erlösende 1:0 erzielte Spielführerin Sabrina Eckert in der 34. Minute. Bergrheinfelds Trainer Thomas Milasevic war zufrieden, weil man Geduld bewiesen habe.

ONLINE-TIPP

Viele Bilder vom Spieltag unter www.mainpost.de

Korbschützinnen

Kleinlangheim: Carmen Wilhelm 6, Anna Grafmanns 1, Michaela Ortner 1, Indra Bock 1, Verena Riedl 1.

Bergrheinfeld: Eckert 6, Rumpel 3, Hünlein 1, Börger 1.

Schraudenbach: J. Rumpel 8, Fischer 5, Heuler 2, T. Rumpel 2, Fuchs 1, Weipert 1.

Eßleben: Brendler 2, Cäsar 1.

Hambach: M. Katzenberger 2, Eck 2, C. Katzenberger 1, Pfaff 1, Wildanger 1, Schneidawind 1.

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