Kleinlangheim
Volleyball Bezirksklasse Ost

Kleinlangheim bezwingt Verfolger Güntersleben

Einen weiteren Schritt zum Titel machte der VfL Kleinlangheim. Nach einem Sieg gegen Güntersleben und einer Niederlage gegen Karlstadt beträgt der Vorsprung vier Minuspunkte.
Artikel drucken Artikel einbetten
Mit einem Diagonalschlag überwindet der Kleinlangheimer Stephan Küntzer den Günterslebener Einmannblock. Foto: Thomas
Mit einem Diagonalschlag überwindet der Kleinlangheimer Stephan Küntzer den Günterslebener Einmannblock. Foto: Thomas
+7 Bilder
In der Kleinlangheimer Schulsporthalle trafen die ersten drei Teams der Tabelle aufeinander, Spannung pur war angesagt. Für den gastgebenden Spitzenreiter lief die erste Partie gegen Güntersleben nach Maß. Mit dem 3:1 hielt er den mittlerweile stärksten Konkurrenten auf Distanz. In der zweiten Begegnung musste sich der VfL dem TSV Karlstadt mit 2:3 geschlagen geben. Letzterer war nach dem 3:2 gegen Güntersleben der Sieger des Spieltags. Der VfL bleibt jedoch mit 24:4-Zählern ganz vorne, die Konkurrenz weist schon acht oder mehr Verlustpunkte auf.
In den letzten vier Spielen trifft der VfL mit dem TV Ochsenfurt (5.), VC Eltmann II (8.), TSV Ostheim (9.) und TSV Jahn Würzburg (6.) auf Gegner, die alle schlagbar sind.
"Theoretisch ist die Meisterschaft jetzt machbar. Wenn wir jetzt noch zwei, drei Spiele verlieren, sind wir selbst schuld", ist Stephan Küntzer vom Titel überzeugt.
Er warnt jedoch davor, die Gegner aus dem Keller zu unterschätzen. Auch Kleinlangheims Senior Willi Link erwartet sein Team am Saisonende vorne. "Wir können den Vorsprung aus eigener Kraft halten. In den letzten Spielen dürfte uns keiner mehr gefährden, wenn wir uns nicht zu blöd anstellen." Nach Küntzers Aussage steht einem Aufstieg in die Bezirksliga von Seiten der VfL-Spieler nichts im Wege. "Wir wollen uns zwar nochmals mit dem Thema befassen, aber die Stimmung in der Mannschaft ist für einen Aufstieg."


VfL Kleinlangheim - TSV Güntersleben 3:1 (25:15, 25:14, 22:25, 25:18).


Kleinlangheim trat zwar nicht in Bestbesetzung an - Andre Horn fehlte berufsbedingt, Martin Link saß mit einer Schulterverletzung auf der Bank und Andreas Schwarz konnte erst später zur Mannschaft stoßen - begann aber sehr stark und selbstbewusst. Konzentriert in der Abwehr und sicher im Angriff ließ der VfL dem direkten Verfolger in den ersten beiden Sätzen keine Chance. Im ersten Durchgang lag Kleinlangheim schnell mit 9:3 in Führung und konnte diese über 17:10 auf 25:15 ausbauen. Der Beginn des zweiten Satzes verlief ausgeglichener, aber nach dem 8:8 holte sich der VfL acht Punkte hintereinander und legte damit den Grundstock zum sicheren 25:14. "Da hat man das Spiel im Kopf schon abgehakt und da haben wir uns unnötigerweise nochmals einen vierten Satz eingehandelt", war Küntzer über den Verlauf des dritten Durchgangs nicht glücklich. Auch in Satz Nummer vier kam Güntersleben besser ins Spiel und führte mit 9:7. Dann machte der VfL ernst und siegte doch noch mit 25:18.


VfL Kleinlangheim - TSV Karlstadt 2:3 (25:23, 21:25, 25:22, 19:25, 14:16).

Der TSV Karlstadt, der vor der Saison als Meisterschaftsfavorit gehandelt wurde, jedoch von den letzten sechs Spielen fünf verlor, fügte dem VfL die zweite Saisonniederlage bei. Ohne Hauptangreifer Christopher Schuhmann war in dieser Zeit das TSV-Team nur die Hälfte wert. In Kleinlangheim wirkte er wieder mit. Das bekamen die Gastgeber zu spüren. "Wir hatten das Handicap, dass uns mit Martin Link und später auch Manfred Schramm die Mittelblocker fehlten und deshalb der lange Karlstädter immer wieder durchkam", erklärte Willi Link, warum sie den Zwölfer im Karlstädter Team nicht in den Griff bekamen. Der zweite Grund für die Niederlage stellte Karlstadts hevorragende Feldabwehr dar, besonders Klaus Wahl fischte hinten alles heraus. Gerade da sieht Küntzer die Schwächen im VfL-Team. "Unsere Stärken sind der Aufschlag, der Block und der Angriff.
In der Feldabwehr muss die Mannschaft dem Alter (Schnitt 39 Jahre) Tribut zollen. Man kommt nicht mehr richtig zum Ball, steht nicht mehr richtig, da fehlt halt die Kondition."
Auch für Willi Link war der Altersunterschied - Karlstadts Schnitt beträgt 21 Jahre - mit ein Grund für die Niederlage. "Die meisten alten Knacker haben wir. Für mich ist es auch nicht so einfach, denn mit 50 zwickt und zwackt es schon überall einmal." Der neutrale Beobachter muss schon den Hut vor solchen Leuten ziehen, denn Link wirkte auf dem Feld noch topfit, war hinten wie vorne immer präsent. Von seiner Einstellung können sich so manche jungen Spieler eine Scheibe abschneiden.
Letztendlich fehlte gegen Karlstadt auch ein Quäntchen Glück, denn dem VfL fehlten nach der 13:10-Führung im Tiebreak nur noch zwei Punkte, er musste zum Schluss aber ein 14:16 hinnehmen.







was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren