FUSSBALL: LANDESLIGA

Kleiner Dämpfer für den FC Geesdorf

Der Landesligist kommt gegen Höchberg über ein 3:3 (1:2) nicht hinaus. Warum FC-Spielertrainer Jannik Feidel monierte, seine Elf sei in Durchgang eins zu sorglos gewesen.
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Rasen-Test: Geesdorfs Fabio Feidel (rechts) behauptet sich gegen den Höchberger Jeffrey Karl, im Hintergrund FC-Spieler Dominik Kober. Foto: Foto: Hans Will

Unter sechs Toren scheint es beim FC Geesdorf derzeit nicht zu gehen. Anders als bei den FT Schweinfurt, wo die Schwarz-Weißen vor Wochenfrist mit 5:1 gewonnen hatten, waren die Treffer diesmal allerdings gleich verteilt. Das Duell mit der TG Höchberg endete mit einem leistungsgerechten Remis. „Es war wichtig, dass wir dieses Spiel nicht verlieren“, sagte FC-Spielertrainer Jannik Feidel, nachdem sein Team vor 200 Zuschauern erstmals in dieser Saison zu Hause Punkte abgegeben hatte. „Vor allem in der ersten Halbzeit waren wir zu sorglos und haben gleich zu Beginn einen Gegentreffer kassiert.“

Der überraschend als Stürmer aufgebotene Jeffrey Karl hatte für die intensiv pressenden Höchberger bereits in der vierten Minute getroffen. „Es ist uns zunächst nicht gelungen, mit einfachen Mitteln dagegenzuhalten“, erklärte Feidel. Trotzdem waren seine Geesdörfer und er selbst zu Torchancen gekommen – und konnten unmittelbar nach der ersten Trinkpause durch einen schönen Sololauf von Vincent Held über den halben Platz auch ausgleichen (27.).

Erneut zwei Held-Treffer

Dass die Hausherren in der Pause dennoch über einen Rückstand sprechen mussten, lag an einem Freistoßtreffer von Alex Beier aus rund 25 Metern, bei dem FC-Keeper Philipp Seufert nicht gut aussah. Es war die letzte Aktion im ersten Durchgang. „Dieser Treffer darf so nicht fallen. Punkt. Aus. Ende“, betonte Feidel.

Mit dem Torreigen war dagegen noch lange nicht Schluss. Den Geesdorfern sollte im zweiten Abschnitt etwas mehr gelingen, wobei auch die Höchberger noch vereinzelt gefährlich waren. Nach einer Körpertäuschung schob FC-Mittelfeldmotor Simon Weiglein überlegt zum 2:2 ein (65.). Ihr laufintensives Spiel habe den Höchbergern viel Kraft gekostet, vermutete Feidel: „Dadurch bekamen wir ein wenig mehr Räume.“ Zu Beginn der Schlussphase war Weiglein im TGH-Strafraum unsanft von den Beinen geholten worden (83.). Den fälligen Elfmeter verwandelte Held sicher in die Mitte des Kastens. Kurzzeitig sprach vieles für den nächsten Sieg des Tabellendritten.

Doch die Höchberger schlugen postwendend zurück. Sie bedienten direkt vom Anstoß aus David Bröer auf der linken Seite. Die Flanke wehrte FC-Keeper Seufert genau in Richtung von Ferdinand Hansel ab, der zum 3:3 einköpfen konnte (85.). In den verbleibenden zehn Minuten inklusive einer langen Nachspielzeit passierte nicht mehr viel. „Die Mannschaft zeichnet momentan aus, dass sie sich von Rückschlägen nicht kleinkriegen lässt“, zeigte sich TGH-Trainer Thomas Kaiser zufrieden. Die Einstellung und Laufbereitschaft sei super gewesen. „Alles in allem waren wir näher am Sieg dran als der Gegner“, fand der 41-Jährige, unter dem Feidel ein halbes Jahr lang in Höchberg spielte. Der FC-Trainer fand, dass sein Team insgesamt zu wenig Fußball angeboten habe. „Am Ende hätten wir aber leicht gewinnen können.“ Am kommenden Samstag dürfen sich die Geesdörfer erneut daheim versuchen. Dann kommt das Kellerkind aus Lichtenfels in den kleinen Wiesentheider Ortsteil.

Geesdorf: Seufert – Konrad (90.+5 Beuerlein), Kober (90. Reuß), Simon Weiglein, Held, Mbala, Lehrmann, Fischer (69. Saine), J. Feidel, F. Feidel, Staudt.

Höchberg: Daxhammer – Unger (75. Riebe), Beier, Hansel, Bröer (85. Bolg), Riedner, Karl, Schug, A. Priesnitz (39. M. Priesnitz), Schmitt, Bretorius.

Schiedsrichter: Andreas Peplinski (Post SV Nürnberg). Zuschauer: 200. Tore: 0:1 Karl (4.), 1:1 Held (27.), 1:2 Beier (45.+2), 2:2 Weiglein (65.), 3:2 Held (84., Foulelfmeter), 3:3 Hansel (85.).

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