Kitzingen
Motorsport Bergrennen

Klaus Hoffmann punktlos, Norman Struckmann gewinnt

Drei Fahrer des AMC Kitzingen starteten beim Glasbachrennen in Bad Liebenstein (Thüringen). Dabei gab es für den Deutschen Bergrennmeister Klaus Hoffmann (Opel Astra V8 DTM) eine Nullnummer, da er den ersten Wertungslauf nicht beenden konnte und zum zweiten nicht mehr antrat. Norman Struckmann (Gruppe H über 2000 ccm) und Jürgen Schuster (Gruppe FS/E1 bis 2000 ccm) holten dagegen einen Klassensieg beziehungsweise einen silbernen Podestplatz.
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Norman Struckmann (links) holte sich den Klassensieg in der Gruppe H über 2000 ccm, Jürgen Schuster wurde Zweiter in der Klasse Gruppe FS/E1 bis 2000 ccm. Foto: Schuster
Norman Struckmann (links) holte sich den Klassensieg in der Gruppe H über 2000 ccm, Jürgen Schuster wurde Zweiter in der Klasse Gruppe FS/E1 bis 2000 ccm. Foto: Schuster
Der Lauf, der zur Europa Bergmeisterschaft zählt, forderte den Piloten auf der 5,5 Kilometer langen Strecke alles ab. Samstag (Training) und Sonntag (Wertung) fanden zwei Läufe statt. Hier mussten die Piloten Temperaturen von über 30 Grad Celsius ertragen. Im Auto war es noch wärmer und in der feuerfesten Kleidung noch heißer.

Nach einer sehr guten Trainingszeit am Samstag, musste Hoffmann am Sonntag lange auf den Start zum ersten Wertungslauf warten. Gegen 13.30 Uhr, bei 38,4 Grad Celsius Außentemperatur, "im Cockpit waren es 72" (Hoffmann), musste er am Vorstart erneut lange warten, bis alle Kollegen gefahren waren. Zu allem Übel hatte Hoffmanns größter Kontrahent Herbert Stolz in einer Schikane 'geräubert', so dass die Fahrbahn gründlich gesäubert werden musste, was sehr viel Zeit kostete.

An der Startlinie stehend, konnte Hoffmann nicht mehr zurück, was sein größtes Pech war.
Denn seine Bremsen kühlten vorne dermaßen ab, dass das folgende nicht mehr aufzuhalten war, so Hoffmann auf seiner Homepage. Bei Posten sieben fehlte ihm der nötige Bremsdruck und er drehte sich in der Kurve um die eigene Achse. So war der erste Lauf dahin. Da Hoffmann keine Chance mehr hatte, um die vordersten Plätze mitzufahren, habe sich das Team entschieden, den zweiten Lauf komplett zu streichen und sich voll auf das nächste Rennen in Osnabrück zu konzentrieren.

Obwohl Klaus Hoffmann nicht punktete, führt er die Bergrennwertung weiter mit 154 Punkten an, da sein ärgster Konkurrent, der Österreicher Herbert Stolz (144,5), wegen Reifenproblemen nur acht Punkte holte.

Schuster am Ende Zweiter

Jürgen Schuster (Mazda RX-7) hatte im Training seine Streckenkenntnis vom letzten Jahr und neue Reifen eingesetzt. Zahlreiche Unterbrechungen im ersten Lauf stellten dessen Konzentration auf eine harte Probe. Der AMC-ler ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Mit Rang vier ging er in den zweiten Lauf und wiederholte die Zeit. "Als ich auf die Liste schaute, konnte ich es kaum fassen, dass ich plötzlich Zweiter war." Die Konkurrenten hätten im letzten Lauf technische Probleme gehabt: "Rang zwei ist einfach super."

Norman Struckmann lag indes mit seinem Ford Escort Cosworth im ersten Lauf noch mit zwei Sekunden in Rückstand. Den zweiten Durchgang gewann er mit rund elf Sekunden, da sein Konkurrent einen groben Fahrfehler verdauen musste. So reichte es zum Klassensieg.

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