Motorsport

Klaus Hoffmann fährt um den Titel

Es ist die Saison seines Lebens: Klaus Hoffmann hat es in der Hand, beim vorletzten Rennen der Tourenwagen-Klasse in Eichenbühl dem ersten deutschen Meistertitel entgegenzubrausen.
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Im Blickpunkt: Klaus Hoffmann steht in der Tourenwagen-Klasse vor dem deutschen Meistertitel. Foto: Foto: Hartmut Hess

Es wird wieder laut im sonst so beschaulichen Eichenbühl. Das kleine Idyll im Landkreis Miltenberg steht am kommenden Samstag und Sonntag wieder ganz im Zeichen des Motorsports. Denn die Karawane der Deutschen Automobil-Bergrennmeisterschaft gastiert in Eichenbühl zum 45. Bergrennen von Unterfranken, organisiert vom German American Motorsport-Club Würzburg, kurz GAMSC.

Dieses Jahr stehen die unterfränkischen Fahrer noch stärker im Mittelpunkt, denn sie führen teilweise die ausgeschriebenen Prädikate an und sind mehrfach auf Titeljagd. Norbert Brenner ist nach seinem Umzug nach Eichenbühl jetzt ein richtiger Lokalmatador, er gilt in seinem Opel Astra als Favorit auf den Tagessieg. Doch er muss sich in Acht nehmen vor Klaus Hoffmann, der – ebenfalls in einem ehemaligen DTM-Boliden – die Saison seines Lebens fährt. Der Mann vom AMC Kitzingen schob sich beim Hauenstein-Bergrennen in der Rhön an die Spitze der Tourenwagen und hat es in der Hand, beim vorletzten Rennen dieser Klasse die Weichen für seinen ersten deutschen Meistertitel zu stellen.

Hoffmann führt – abzüglich eines Streichresultats – mit 216 Punkten vor dem Österreicher Herbert Stolz (202) und Brenner (194,5). Das Trio macht den Tourenwagen-Titel unter sich aus, und wenn Klaus Hoffmann so furios auftrumpft wie zuletzt, hat er allerbeste Karten für den Titel. Für seinen Klubkollegen Norbert Handa dagegen ist dieses Jahr ein verlorenes Jahr, da er seinen neuen Lancia Delta Integrale HF immer noch nicht einsetzen kann und mit zwei ausgelassenen Rennen nur auf Rang fünf liegt.

Der AMC Kitzingen ist in Eichenbühl gleich mit einem Quartett vertreten, wenn am Samstag von 8 bis 18 Uhr die Trainingsläufe und Sonntag von 8.30 bis 18 Uhr die Rennen über die Bühne gehen. Jürgen Schuster startet als einziger Fahrer mit einem Wankelmotor in seinem Mazda RX7, und Norman Struckmann will in seinem Ford Escort Cosworth erneut einen Pokal in seiner Klasse der Gruppe H gewinnen.

Sebastian Schmitt aus Stangenroth hat sich bis auf Rang vier in der deutschen Meisterschaftswertung vorgearbeitet und wartet auf den größten Erfolg seiner Laufbahn. Der 27 Jahre alte Kadett-Pilot triumphierte zuletzt im schweizerischen Oberhallau und steht aktuell an der Spitze des Deutschen Tourenwagen-Bergpokals und des Berg-Cups. Der Sanitär- und Heizungsmeister fährt auch in Eichenbühl voll auf Klassen- und Gruppensieg.

Für den noch amtierenden Bergpokalsieger Dieter Rottenberger läuft es nach einer Frischzellenkur im vergangenen Winter weniger erfreulich mit seinem BMW 318. Der Burkard-rother konnte sein Vorjahres-Niveau nicht halten, spricht von einem „unerklärlichen Leistungsverlust“. Nach mehreren Unfällen ist Rottenberger derzeit in allen Prädikaten kein Sieg-Kandidat.

Unter den rund 190 Startern ist der Schweinfurter Uwe Lang im modifizierten Osella PA 20S als Vorjahressieger und amtierender Deutscher Bergmeister erster Anwärter auf den Gesamtsieg in Eichenbühl. Der 48-Jährige gewann vor Wochen bei seinem Renn-Comeback am Hauenstein und dürfte auch in Eichenbühl nicht zu schlagen sein. Über das Wochenende werden die Motoren von Eichenbühl nach Umpfenbach dröhnen und die Herzen der Rennsportler nicht nur in der berüchtigten Klinge-Tribüne höherschlagen.

ONLINE-TIPP

Mehr Informationen über das Rennen in Eichenbühl im Internet:

www.bergrennen-unterfranken.de

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