KEGELN: LANDESLIGA

Kitzinger Kegler drehen am Ende auf

Lange sieht es im Duell mit Gut Holz Schweinfurt wie so häufig in dieser Saison nach einer Niederlage aus. Doch dann wendet der überragende Uwe Gast das Blatt.
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Durfte sich mit den Kitzingern am Ende doch noch über den Sieg gegen Gut Holz Schweinfurt freuen: PSW-Kegler Michael Kraus. Foto: Foto: A. Rausch

Kegeln

Landesliga Nord Männer PSW 21 Kitzingen – Gut Holz Schweinfurt 5:3 (3113:3097)

Eines haben der PSW 21 Kitzingen und die Gut-Holz-Kegler aus Schweinfurt gemeinsam: Sie wollen unbedingt in der Landesliga bleiben. Das könnte allerdings für beide Teams ein Ritt auf der Rasierklinge werden, auf den nicht nur sie selbst Einfluss haben. Auch im direkten Duell, das die Kitzinger knapp für sich entschieden, spielten äußere Umstände eine Rolle, wohl zu Gunsten der Hausherren.

Als Dritter der Vorsaison waren die Schweinfurter ambitioniert in die neue Spielzeit gegangen. Die „Übermannschaft“ Versbach war aufgestiegen, Eintracht Bamberg hat personell an Qualität verloren. Daher glaubten Mario Kraus und Co., auch in dieser Runde wieder eine gute Rolle spielen zu können. Allerdings machte ihnen das fehlende Spielglück bisher einen deutlichen Strich durch diese Rechnung. Gewannen sie im vergangenen Jahr regelmäßig knappe Spiele, fehlt aktuell oft das nötige Quäntchen zum Sieg.

Abstiegsregelung nicht definiert

Vergangene Woche unterlagen die Schweinfurter in Bamberg mit sechs Keil, gegen Fölschnitz fehlten 13 Kegel zum Sieg. Deshalb rudert Schweinfurts Mario Kraus etwas zurück: „Das Potenzial für die ersten Drei ist auf jeden Fall vorhanden. Nach dem durchwachsenen Saisonstart müssen wir schauen, wohin es geht. Schließlich ist die Liga sehr eng.“ Und die Abstiegsregelung zudem nicht definiert. Aufgrund einiger Umstrukturierungen der zweiten Ligen könnten bis zu fünf Teams absteigen. Somit würde Platz fünf in der Endabrechnung das rettende Ufer bedeuten.

Eben diesen möchten auch die Kitzinger erreichen, die im Vorjahr als Vorletzter gerade so in der Liga geblieben waren. „Bei uns war von Anfang an der Klassenerhalt das Ziel. Den haben wir auch noch fest vor Augen. Allerdings wächst der Druck schon mit jeder Niederlage bei der jetzigen Konstellation“, weiß PSW-Mannschaftsführer Uwe Gast, der mit dem aktuellen Abschneiden nicht gänzlich zufrieden ist. Immer wieder hätte sein Team Ausreißer, sowohl positiver als auch negativer Art, und sei zu inkonstant. Während Christian Bohn beispielsweise deutlich unter den Leistungen des Vorjahres bleibt, liegt Gast etwas darüber. Zudem nutze der PSW zu wenig den Heimvorteil. Schließlich ist die Kitzinger Bahn eine der am schwersten zu bespielenden in der Liga, was auch Mario Kraus bestätigt – und am Samstag mit seiner Equipe leidvoll erfahren musste.

Zwar legten die Schweinfurter einen Raketenstart hin und Christian Kraus und Andy Schreiber führten überlegen mit 2:0. Doch die Kitzinger Christian Bohn und Gerhard Schwarzer glichen aus und Schwarzer holte mit einem Holz Vorsprung doch noch den Punkt gegen Schreiber. Daniel Mauder und Mario Kraus blieben im Mittelpaar souverän und brachten die Gäste auf Siegkurs – scheinbar. Denn den Gut-Holz-Kglern sollten 67 Holz Vorsprung nicht reichen. Vor allem Uwe Gast, der mit Tagesbestwert gegen das zu schwache Duo Klaus Vollert und Michael Knaup den Rückstand egalisierte, und Norbert Walther, der zuvor für Dieter Pfister eingewechselt wurde, waren die Kitzinger Erfolgsgaranten.

Plötzlich wieder gut im Rennen

„Es war spannend bis zum Schluss. Wenn wir über 3100 Keil spielen, haben wir sehr gute Chancen, zu Hause zu gewinnen. Bei unseren beiden Heimsiegen waren wir darüber, bei unseren beiden Niederlagen darunter“, freute sich Gast, dessen Team nun wieder mittendrin im Klassenkampf ist. In diesem befinden sich ungewollterweise auch die Schweinfurter, die nur noch zwei Zähler vor dem Letzten liegen. Aber eine wirkliche Prognose lasse sich erst Mitte der Rückrunde stellen, findet Kraus und hofft auf eine deutliche Besserung.

Ergebnisse

Christian Bohn – Christian Kraus 2:2 (511:516)

Gerhard Schwarzer – Andy Schreiber 2:2 (540:539)

Michael Kraus – Mauder 1:3 (506:538)

Pfister/Walther – Mario Kraus 1:3 (488:519)

Michael Schwarzer – Schneider 2:2 (517:507)

Gast – Vollert/Knaup 4:0 (551:478)

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