KEGELN: LANDESLIGA

Kitzinger Kegler bekommen unverhofft Zuwachs

Nur knapp dem Abstieg entronnen, freuen sich Kitzingens Landesliga-Kegler über einen Neuankömmling – und auf ein lange nicht mehr erlebtes Derby gleich am ersten Spieltag.
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Eine erneute Zittersaison wollen Kitzingens Landesliga-Kegler vermeiden: (von links) Uwe Gast, Siegfried Bohn, Christian Bohn und Johannes Apfel. Zur Mannschaft gehören auch Gerhard Schwarzer, Michael Schwarzer und Dieter Pfister. Foto: Foto: Hartmut Hess

Nur knapp sind die Kegler des PSW 21 Kitzingen in der vergangenen Saison dem Abstieg aus der Landesliga entkommen: Neunter waren sie da in einer Zehner-Liga. So gilt es nun, mehr Siege einzufahren, um nicht erneut eine Zittersaison zu erleben. „Gut kegeln und Spaß dabei haben“, sagt Spielführer Uwe Gast zu den Zielen in der am Wochenende beginnenden Runde. Nach sechs Jahren steht dabei wieder ein Landkreisderby gegen die Konkurrenten von Germania Marktbreit an. Christian Bohn sagt: „Da wollen wir schon gewinnen.“

Gleich am ersten Spieltag kreuzen die Marktbreiter zum Duell im Kitzinger Kolosseum auf. Dabei wollen sich die Hausherren natürlich keine Blöße geben. Auch wenn sie die Favoritenrolle von sich weisen, haben sie den Vorteil der Heimbahnen und zudem von fünf Jahren Landesliga-Präsenz. Die Marktbreiter reisen als Aufsteiger in der Außenseiterrolle an, doch bekanntlich haben Derbys ihre eigenen Regeln, und so meint Marktbreits Sportleiter Markus Lohmüller: „Wir wollen gewinnen, die müssen gewinnen.“

Ehe das Derby an diesem Sonntag startet, hat sich im Kader der Kitzinger manches getan. Den Stamm bilden wie bisher die Zwillinge Gerhard und Michael Schwarzer, Christian Bohn, Uwe Gast und Dieter Pfister. Dagegen fallen die Jüngeren aus den vergangenen Jahren weg: Sebastian Greif muss nach einer Operation längere Zeit pausieren, und Marcel Markert hat den Verein in Richtung des Bayernligisten Bavaria Karlstadt verlassen. Da passte es wunderbar, dass die Kitzinger aus heiterem Himmel in Johannes Apfel einen Neuzugang bekamen.

Der 29-Jährige spielte zuletzt vor sechs Jahren beim Landesligisten Langula und ist nach Biebelried umgezogen: Beim PSW 21 Kitzingen fand er sportlich eine neue Heimat. Zudem steht der 62-jährige Teamsenior Siegfried Bohn wieder als Ersatzmann bereit. Kitzingen verlor auch noch andere Kegler und kann deswegen jetzt nur noch zwei statt bislang drei Teams in die Runde schicken.

Hatten die Kitzinger vor zwei Jahren noch als Landesliga-Fünfter geglänzt und waren um Haaresbreite am Aufstieg in die Bayernliga vorbeigeschrammt, lief es vergangene Saison nur noch schlecht als recht. Als Neunter in einer Zehner-Landesliga durften sich die Mannen vom Kolosseum glücklich schätzen, dass es keinen Absteiger von oben gab und sie vom Gang in die Bezirksoberliga verschont blieben. „Wir haben vergangene Saison zu Hause im Schnitt 100 Holz weniger erzielt, das war eindeutig zu wenig“, sagt Uwe Gast selbstkritisch.

Das war nicht nur dem Umstand geschuldet, dass Christian Bohn wegen Montage-Einsätzen mehrmals passen musste. Wenn er mitmischte, war er Mannschaftsbester mit einem Heimschnitt von 550 Holz. „Auswärts hat es gepasst, wir müssen nur wieder zu unserer Heimstärke zurückfinden“, sagt Uwe Gast. Eine konkrete Problemlösung hat er aber nicht parat. Vielleicht ist Johannes Apfel ein Faktor, der sich positiv niederschlagen könnte. Der ist nicht vorbelastet, kann frei von der Leber aufspielen und die PSW-Mannschaft mit seinem Schwung vielleicht mitreißen.

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