Kitzingen
Fussball Landesliga Nordwest

Kitzinger Bayern erwarten am Mittwoch die Neustädter

Bayern Kitzingen erwartet am Mittwochabend die aufstrebenden Neustädter. Abtswind muss sich auswärts mit seiner schwachen Chancenausbeute und einem widerborstigen Bergrheinfeld auseinandersetzen.
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Auf ihn mit Gebrüll, aber Bayerns Shawn Hilgert (rechts) schirmt das Leder gegen Unterspiesheims Sebastian Brendler ab.  Foto: Sterzbach
Auf ihn mit Gebrüll, aber Bayerns Shawn Hilgert (rechts) schirmt das Leder gegen Unterspiesheims Sebastian Brendler ab. Foto: Sterzbach
Bayern Kitzingen - TSV Neustadt/Aisch (2:0; Mittwoch, 18.15 Uhr).

Es war kein schönes, aber ein erfolgreiches Spiel. Mit 2:0 setzte sich Bayern Kitzingen (3./52) am vergangenen Samstag gegen Unterspiesheim durch. "Wir haben versäumt, unseren Sieg souveräner herauszuspielen", resümierte Kitzingens Trainer Wolfgang Schneider und forderte angesichts der bevorstehenden Aufgabe eine Wiederkehr von stärkeren Leistungen. Denn Mittwochabend treten die Bayern im eigentlich am 18. Spieltag Anfang November vorgesehenen Rückspiel gegen den TSV Neustadt/Aisch (5./44) noch einmal zu Hause an. "Mit Rückenwind" erwartet Schneider die Gäste und sieht deshalb "eine ganz heiße Kiste" auf seine Mannschaft zukommen.
Seit sieben Spielen ungeschlagen, holt Neustadt in der Tabelle Schritt um Schritt zu den vorderen Rängen auf.
Nachdem sie Spitzenreiter Erlenbach auf eigenem Platz Anfang März ein Unentschieden abtrotzten, besiegten die Mittelfranken am letzten Samstag den Tabellenzweiten Pettstadt mit 2:1. Zwei Spiele weniger als die Bayern absolvierten die von Patrick Frühwald trainierten Gäste bislang. Sie werden tunlichst alles daran setzen, ihre beiden zusätzlichen Nachholspiele in Unterspiesheim und bei Schweinfurts Freien Turnern ertragreich zu gestalten, wodurch sie sich im Kandidatenkreis um Platz zwei anmelden würden.
Mit fünf Neuzugängen wollen es die Neustädter in der verbleibenden Runde noch einmal wissen, welches Gewicht ihr Wort auf den vorderen Rängen haben kann. Mit Albert Fertinger steht seitdem eine neue Nummer eins zwischen den Pfosten. Der 18-Jährige wechselte in der Winterpause von den U19-Junioren bei Greuther Fürth an die Aisch. Auch Iliqn Ivanov vom rheinland-pfälzischen Oberligisten Steinfeld und Fabian Döllinger vom Bezirksligisten Nürnberg-Süd kamen nach ihrem Wechsel an die Weiße Marter in allen Spielen zum Einsatz.
Dort startete vor gut acht Monaten für Bayern Kitzingen die aktuelle Landesliga-Saison durch die Tore von Simon Pauly und Tolga Arayici erfolgreich.

TSV Bergrheinfeld - TSV Abtswind (0:3; Mittwoch, 18.15 Uhr).
Nach dem mit 1:2 verlorenen Heimspiel gegen Frammersbach musste sich der TSV Abtswind (7./41) zu einer Formkrise bekennen. Dass sie nach ihrer unglücklichen Niederlage in Pettstadt auch zu Hause den Kürzeren ziehen und keine einzige ihrer ersten fünf Partien nach der Winterpause gewinnen würden, hatte schließlich keiner erwartet.
In der Tabelle ging es seitdem abwärts, vom dritten auf den siebten Rang. Mittwochabend steht den Abtswindern in Bergrheinfeld (16./25) eine mit Haken und Ösen um den Klassenerhalt kämpfende Mannschaft gegenüber. Diese konnte seit dem Heimsieg gegen Bayern Kitzingen auf einem fragwürdigen Platz zwar kein Spiel mehr gewinnen. Die "Bercher" präsentierten sich aber zuletzt auf eigenem Rasen beim 0:1 gegen Erlenbach als ein durchaus unangenehmer Gegner, was ihren Gästen beinahe den Sieg gekostet hätte.
Dabei zeigte sich allerdings das durch den Ausfall von Stürmer Sebastian Walter entstandene Problem: Bergrheinfeld sucht derzeit in seinen Reihen nach einem Vollstecker.
An der Jahnstraße kämpfen die Gäste gegen ihre Abwärtstendenz, die ebenfalls im Zusammenhang mit einer derzeit schwachen Chancenauswertung steht.
"Es bringt nichts, wenn wir im Training eine Stunde lang auf das Tor schießen. Das ändert an der Sache selbst nichts. Wir werden beileibe nicht von den Gegnern an die Wand gespielt. Aber während wir unsere Chancen nicht reinbringen, wird jeder einzelne Fehler sofort bestraft", erklärt Abtswinds Trainer Jochen Seuling das Zustandekommen der letzten Ergebnisse.
Ein Abtswind in gewohnter Form müsste sich, das Hinspiel-Ergebnis zeigt es an, kaum Sorgen um die Möglichkeit eines Auswärtssieges machen. Doch seit der Winterpause haben die Abtswinder noch nicht zurück in ihre Spur gefunden. "Ich pfeife darauf, ob wir besonders schönen Fußball spielen. In manchen Situationen müssen wir auch einmal die größere Drecksau auf dem Platz sein und unbedingt das Tor schießen wollen. Das habe ich zuletzt nicht gesehen", fordert Seuling.

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