JU-JUTSU

Kampfsportlerin Lea Haupt mit gelungenem EM-Test

Geglückte Generalprobe für die Volkacherin: Bei den gut besetzten German Open gewinnt Lea Haupt die Bronzemedaille – und fährt damit gestärkt nach Kreta.
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Die Volkacherin Lea Haupt landete bei den German Open in Hanau auf Platz drei. Foto: Foto: Martin Haupt

Nach langjähriger Abstinenz hat sich Deutschlands Ju-Jutsu-Elite zu den German Open wieder im hessischen Hanau getroffen: an dem Ort, an dem über viele Jahre eines der größten Turniere Europas dieser klassischen Kampfkunstform stattgefunden hatte. Die Volkacherin Lea Haupt erlebte in der Altersklasse U18 Höhen und Tiefen. Am Ende durfte sie sich über Platz drei und eine Bronzemedaille freuen.

Aus vielen Ländern der Welt waren Ju-Jutsu-Kämpfer angereist, um bei den German Open anzutreten. Da der Wettbewerb in diesem Jahr erstmals als Grand-Slam-Turnier der höchsten Kategorie eingestuft war, fand sich in vielen Gewichtsklassen die gesamte Weltelite wieder. Es ging auch um wertvolle Punkte für die World Games, also die Olympischen Spiele der nicht-olympischen Disziplinen.

Lea Haupt, die für den LKS Gerolzhofen startet, ging bei der U18 in der Gewichtsklasse bis 52 Kilogramm an den Start. Die Bundeskader-Athletin steht kurz vor der U18-Europameisterschaft in Heraklion auf der griechischen Insel Kreta. So waren die German Open ein letzter Härtetest. Haupt hatte vier Kämpfe und startete mit einer Niederlage gegen Antonia Leitner aus Nördlingen ins Turnier. Die schwäbische Kämpferin war im ersten Kampf sichtlich wacher und überraschte ihre Volkacher Kontrahentin immer wieder mit Fußtechniken. So kam Haupt nicht richtig an sie heran und unterlag letztlich nach Punkten.

In der Trostrunde durfte sie gegen ihre Kollegin aus dem Nationalteam, Chiara Werner aus Brandenburg, ran. Lea Haupt ging volles Risiko und erzielte gleich in der ersten Wertung einen vollen Punkt (Ippon) auf ihre Schlagtechnik, ehe es zum Griff kam. Dort gelang es der Volkacherin auch sofort, eine Ippon-Wurftechnik anzubringen und die Brandenburgerin am Boden 15 Sekunden lang festzuhalten. Das brachte ihr den vorzeitigen Sieg mit technischer Überlegenheit (Ippon beim Schlagen, Werfen und am Boden) innerhalb von nur 45 Sekunden.

Anschließend besiegte Lea Haupt Antonia Vellguth aus Norderstedt. Erst gegen eine starke Niederländerin zog sie knapp nach Punkten den Kürzeren. Am Ende kam die Bronzemedaille für die Schülerin aus Unterfranken heraus – ein schöner Erfolg bei diesem hochkarätigen Turnier und eine gelungene Vorbereitung auf die Junioren-EM in einigen Wochen auf Kreta. Auch ihr Heimtrainer Jörn Meiners, der gleichzeitig Bundestrainer für die U18-Juniorinnen im Deutschen Ju-Jutsu-Verband ist, war mit der Leistung sehr zufrieden.

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