Mit drei Siegen startete Abtswind hervorragend in die Saison. Zehn Tore erzielte die Equipe von Trainer Jochen Seuling und stellte ihre Offensivqualitäten auch in der höheren Liga unter Beweis. "Vier Punkte aus den ersten drei Spielen wären schon sehr gut gewesen. Mit neun Punkten hatte schließlich niemand bei uns gerechnet", wurde Abteilungsleiter Gerhard Klotsch vom erfolgreichen Saisonstart überrascht.
Als Stärke der Mannschaft bezeichnet er die breit anlegte und mit individueller Klasse besetzte Angriffsreihe: "Sobald wir im Ballbesitz sind, geht die Post nach vorne ab." An vorderster Front steht Torjäger Peter Mrugalla. Dass sein Torriecher auch vor den Landesligisten nicht Halt macht, zeigt der 23-Jährige mit bislang drei Toren.
In den beiden letzten Jahren traf der stürmische Mainsondheimer alleine in den Ligaspielen 53 Mal. Auch Sturmkollege Philipp Kutzenberger durfte zuletzt wieder jubeln. Der 26-Jährige, dessen fußballerische Anfänge in Heidenfeld und Hirschfeld lagen, musste rund ein Jahr lang auf einen Torerfolg in der ersten Mannschaft warten. "Wir haben während der ganzen Zeit immer an ihn geglaubt und nicht nur beim Training gesehen, dass er viel läuft und rackert. Für ihn selbst war es wie eine Erlösung, dass dieser Knoten endlich geplatzt ist", freut sich Klotsch über Kutzenbergers beim 5:1 gegen Rimpar erzieltes Tor.
Mit den Zugängen Albert Fischer und Sebastian Otto rüstete Abtswind seine Angriffsabteilung zusätzlich auf. Beide empfahlen sich bislang für die Startformation, erhalten aber nun durch die zurückkehrenden Constantin Paunescu und Kim Kruezi weitere Konkurrenz. Nachdem auch im offensiven Mittelfeld die Positionen derzeit mit den neu nach Abtswind gekommenen Jonas Wirth und Simon Wolf besetzt sind, schulte bereits Mannschaftskapitän Dustin Höppner zum Verteidiger um. "Auf dieser Position ist er gut aufgehoben. Seiner neuen Rolle in der Viererkette passte er sich schnell an", stellt Klotsch fest.

Dabei ersetzt er den nach Würzburg gewechselten Abwehrspieler Tobias Werner. Mit erst einem Gegentor stand so auch die Verteidigungslinie bislang sicher.

Am Samstag führt die Abtswinder Reise nun nach Augsfeld. Die als Meister der Bezirksliga durch die Relegation bis in die Landesliga marschierte Mannschaft startete auswärts mit zwei Siegen in Frammersbach und Lengfeld erfolgreich, gab allerdings ihr Heimspiel gegen Leinach ab. Der dicht gedrängte Rahmenplan gestattete auch den Augsfeldern nur eine kurze Pause, ehe Trainer Dieter Schlereth seine Spieler schon wieder auf dem Trainingsplatz um sich versammelte.
Der 49-Jährige coacht die Fußballer aus dem Haßfurter Ortsteil bereits in seiner zwölften Saison. Dabei erhält er Verstärkung aus der eigenen Familie, denn Sohn Thorsten erzielte in der letzten Runde 30 Tore und schoss die Mannschaft zusammen mit seinem Bruder Daniel im entscheidenden Relegationsspiel in Margetshöchheim nach oben. Zuletzt trafen Augsfeld und Abtswind im April des letzten Jahres in der Bezirksliga aufeinander. Mit 1:2 zogen die Gäste damals an der Lindenhainstraße den Kürzeren. Personell können sie im Tor wieder auf ihre zuletzt geschonte Nummer eins Jan Nirsberger zurückgreifen, nachdem zuletzt Irnes Husic gegen Rimpar seinen ersten Saisoneinsatz absolvierte. Ob der Mitte der ersten Halbzeit ausgewechselte Außenverteidiger Sven Gibfried wieder zur Verfügung steht, hängt vom Abklingen der Beschwerden ab, die ihn im Oberschenkel plagten.

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