Ochsenfurt

Jabiri hat wieder richtig Bock – und macht beim OFV weiter

Trainer Kabil Jabiri hat seinen Vertrag beim A-Klassisten Ochsenfurter FV vorzeitig verlängert – obwohl die Situation nicht gerade vielversprechend ist.
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Bleibt Coach beim Ochsenfurter FV: Kabil Jabiri Foto: Hans Will

Die Lage beim Ochsenfurter FV ist nicht rosig. Der A-Klassist erwischte einen miserablen Saisonstart, nach den ersten drei Partien hatte das Team null Punkte und ein Torverhältnis von 1:18 – mit der 0:10-Klatsche gegen den FC Kirchheim als unrühmlichen Höhepunkt. Nach der Partie ließ Trainer Kabil Jabiri kein gutes Haar an seiner Mannschaft. Er prangerte die fehlende Einstellung, Ehrgeiz und Kampfgeist an – und machte klar, dass seine Motivation als Trainer stark gelitten habe. "Das war eine mediale Schelte", sagt der 38-Jährige. "Dessen war ich mir bewusst. Auch, dass das nicht jedem gefallen wird."

Drei Monate später sieht die Sache schon wieder anders aus. Jabiri bleibt dem OFV auch über das Saisonende hinaus als Trainer erhalten – das gab der Verein auf seiner Weihnachtsfeier bekannt. Hat sich die Lage also grundlegend verändert? "Es kam ein ganz klares Signal von der Mannschaft, unbedingt mit mir weiterarbeiten zu wollen. Die Spieler übernehmen Verantwortung, die Trainingsbeteiligung ist deutlich gestiegen", sagt Jabiri.

Dennoch seien "wochenlange Gespräche" nötig gewesen. Ausschlaggebend war ein neues Konzept des ebenso neuen sportlichen Bereichsleiters Alexander Knauer. "Er hat mich mit dem Konzept gewissermaßen aus dem Tal der Tränen geholt", sagt der Trainer. Schließlich stimmte Jabiri zu, Flosse drauf, und erklärte sich bereit, der "Architekt" des neuen Konzepts beim Ochsenfurter FV zu werden.

Viele Neuzugänge für den OFV

Wollen Spieler nicht so, wie der Trainer will, schmoren sie in höheren Ligen auf der Bank oder müssen gleich zu Hause bleiben. Unrealistisch bei einem A-Klassisten, der ohnehin an jedem Wochenende jeden verfügbaren Spieler zusammenkratzen muss. "Ich kann nicht so handeln, wie ich es gerne möchte", sagte Jabiri noch im September. An dieser Situation wird sich künftig etwas ändern: Leon Lange und Nico Schneider kommen vom FC Eibelstadt zurück (Jabiri: "Sie wollten sich in der Kreisliga probieren, haben aber gewusst, dass meine Tür immer offen steht"), Patrick Pöltl und David Korsa schließen sich von der FG Marktbreit-Martinsheim an. Zudem stoßen zur neuen Saison zahlreiche Jugendspieler aus dem Nachwuchs des OFV dazu. "Wir gewinnen dadurch extrem an Qualität und Quantität", sagt Jabiri hörbar erfreut. 

Es sei im Endeffekt doch eine leichte Entscheidung für ihn gewesen, den A-Klassisten weiterhin zu betreuen. "Es macht inzwischen wieder richtig Bock, die Jungs zu trainieren." Wichtig ist dem gelernten Mittelfeldspieler der Aspekt, dass es zu keinem Zeitpunkt Unstimmigkeiten mit den Verantwortlichen gegeben habe – das Verhältnis sei immer bestens gewesen. "Die Eigendynamik, die die Mannschaft entwickelt hat, hat mich umgestimmt."

Revanche gegen Kirchheim

Die gegenwärtige Situation ist dem Trainer klar. "Das wird Abstiegskampf pur. Da haben wir uns aber selbst reinmanövriert und kommen da auch nur selbst wieder raus. Oberste Priorität ist es, die Jungs in der Winterpause fit zu bekommen." Ende März zählt es für seine Truppe. Gleich im ersten Spiel geht es gegen den FC Kirchheim – und mit dem haben die Ochsenfurter nach der 0:10-Blamage noch eine Rechnung offen.

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