Es handelt sich um keinen Druckfehler und auch nicht um ein versehentlich in die Fußball-Tabelle der U19-Gruppe Kitzingen/Ochsenfurt geratenes Handballergebnis. Die Junioren-Kicker des TSV Hohenfeld verloren ihr Heimspiel gegen den FC Hopferstadt mit 3:39. Nun sind Niederlagen für Hohenfeld in der laufenden Saison an der Tagesordnung. Im elften Spiel war es bereits die zehnte. Deren Höhe und die Begleitumstände, unter der sie zustande gekommen sein soll, sind es, die ihr einen besonderen Beigeschmack verleihen.

Nach Angaben von Hopferstadts Vorsitzendem Gerhard Karl waren – neben den Spielern – nur zwei Zuschauer, nämlich die jeweiligen Betreuer der beiden Mannschaft beim Spiel dabei. Hohenfelds Christian Schiebel und Hopferstadts Rudi Krauß waren am Montag aber nicht zu erreichen. Das galt auch für Schiedsrichter Stefan Volkmann, für den die Partie zwischen den sieben Hohenfeldern – wie beim Handball – und zehn Hopferstadtern möglicherweise die außergewöhnlichste seiner bisherigen Karriere war.

Wenigstens haben die Hohenfelder diesmal gespielt, nachdem sie im Verlauf der Runde bereits drei Begegnungen abgesagt haben und deshalb auch beim Jugend-Bezirkssportgericht unter Vorsitz von Werner Pfeifer angezeigt wurden. „Wir haben unsere Arbeit getan“, erklärt Pfeifer. Jetzt muss der zuständige Spielleiter entscheiden, ob die Mannschaft aus dem Wettbewerb genommen wird und ob die Jugendlichen auch für den Aktivenbereich gesperrt werden. Das sei nämlich der wahre Grund, weshalb die (SG) TSV Hohenfeld ihre Jugendmannschaft weiterspielen lasse, wie der Trainer eines A-Klasse-4-Konkurrenten vermutet.