Bereits zum fünften Mal fand in Marktsteft das sogenannte Triple Turnier statt. Eine perfekte Organisation, die freundschaftliche Stimmung unter den Teams, welche sich nicht zuletzt während der Partys an den beiden Abenden zeigte, sowie natürlich die einmalige Möglichkeit, sich gleich in drei Sportarten zu messen, gelten als die Erfolgsfaktoren des Marktstefter Turniers.
Neben Handball wird beim Triple Turnier traditionell auch Basketball und Volleyball gespielt. Das vielseitigste Team gewinnt am Ende.
Organisator Markus Lermig erinnert sich an die Anfänge: "Ich habe vor etlichen Jahren mal vom Quattroball-Turnier in Memmelsdorf gehört. Als unser klassisches Handballturnier 2007 nicht mehr stattfand, habe ich dem Vorstand das Konzept vom Triple Turnier vorgeschlagen." Wie sich herausstellte, handelte es sich dabei um einen absoluten Glücksgriff, denn seither finden sich einmal im Jahr in Marktsteft Teams aus ganz Süddeutschland ein. Das Siegerteam der Herrenkonkurrenz, TuS Breckerfeld, kam gar aus Nordrhein-Westfalen angereist. Den Reiz des Turniers erklärte ihr Spieler Stefan Grenda: "Das Turnier ist einfach fantastisch organisiert. Es gab überhaupt keine Pannen und das ist auch sehr wichtig bei so einem Event. Hinzu kommt die freundschaftliche Stimmung zwischen den Teams, die sich auch in den absolut fair geführten Spielen gezeigt hat. Und natürlich ist es klasse, wenn man sich gleich in drei Sportarten messen kann."
Grendas Team charakterisierte das Turnier recht trefflich. Angetreten war die TuS mit zwei Spielern aus Remscheid, dreien aus Hagen und Grenda selbst, der aus Oberschwaben angereist war. Komplettiert wurde der bunte Haufen von zwei Marktstefter Spielern, die man am Freitag bei der Eröffnungsparty kennengelernt hatte. Grenda nahm bereits zum dritten Mal am Triple Turnier teil, auch das spricht für die Qualität des Events. "Wir haben eine super Mischung. Jedes Jahr ist die eine oder andere neue Mannschaft dabei. Die meisten Mannschaften kennt man aber schon und so hat das Ganze einen sehr persönlichen und freundschaftlichen Flair", umschreibt Lermig die einmalige Atmosphäre.
Abgesehen von den Gastgebern, sowie zweier Teams des TV Etwashausen und einer Mannschaft des Hockeyclubs Marktbreit hatten sämtliche Teilnehmer Reisestrapazen auf sich genommen, um in Marktsteft dabei sein zu können.
Die Damen der SF Föching hatten es offenbar gar nicht mehr erwarten können und trafen am Freitag bereits vor den Organisatoren am Turnierschauplatz ein. Zum Einstand fand das Firmenturnier statt, bei dem die Gaudi ganz klar im Vordergrund stand. Am Abend heizte schließlich DJ Stone den bereits zahlreich erschienenen Mannschaften im Festzelt ordentlich ein. Am Morgen danach startete dann das eigentliche Triple Turnier, bei dem sich dieses Jahr zwölf Herren- und zehn Damenteams duellierten. Gespielt wurde bei den Herren in drei, bei den Damen in zwei Gruppen, wobei im Anschluss daran Platzierungsspiele ausgetragen wurden. Eine Partie dauerte zehn Minuten, gegen den jeweiligen Gegner mussten logischerweise Spiele in allen drei Sportarten ausgetragen werden.
Somit galt es für die Verantwortlichen, 165 Spiele unter einen Hut zu bringen. "Mit zwei Mannschaften mehr hätten wir die Kapazitätsgrenze erreicht. Insgesamt herrschte dieses Jahr wieder eine klasse Stimmung, der Spaß steht ganz klar im Vordergrund und dementsprechend gab es auf den Spielfeldern eigentlich auch keinerlei kritische Situationen. Zudem hatten wir perfektes Wetter mit viel Sonne am Samstag, aber auch etlichen Wolken zwischendurch, so dass es nie zu heiß wurde", fasste Lermig zusammen. Im Anschluss an die große Party am Abend galt es, am Sonntagvormittag nochmals die letzten Kräfte zu mobilisieren, denn da fanden die Platzierungsspiele statt.
Stefan Grenda zog als Sieger später ein ebenso positives Fazit: "Ich denke, die Änderung, den Volleyball-Wettbewerb auf Sand auszutragen, ist gut und auch die Regeländerung beim Basketball war richtig (pro Foul wurde der gegnerischen Mannschaft ein Punkt gut geschrieben), da dadurch auch wirklich Basketball gespielt wurde. Alles in allem ist das eine geniale Veranstaltung. Ich verstehe es, ehrlich gesagt, nicht, warum manche Leute erst am Samstag kommen. Die Stimmung ist nämlich schon am Freitag klasse. Wir kommen nächstes Jahr jedenfalls wieder", stellte er klar. Das hört man in Marktsteft sicherlich gern.