Bereits früh in dieser Saison steht für Abtswinds Neuzugang Jürgen Endres das Wiedersehen mit seinem Ex-Verein DJK Don Bosco Bamberg an. Ob es für ihn an diesem Samstag ein freudiges Treffen wird? „Es sind schon etwas gemischte Gefühle“, gibt der 22-Jährige zu, der mit den Bambergern zunächst den Aufstieg in die Bayernliga feiern durfte, ehe es im Jahr darauf wieder abwärts ging.

Mit dem Abstieg der DJK verabschiedete sich der aus Oberharnsbach bei Burgebrach stammende Bürokaufmann, um ab diesem Sommer das Trikot des TSV Abtswind zu tragen. „Es hieß, dass nach dem Abstieg viele Spieler den Verein verlassen würden. Sechs, sieben Leute sind gegangen, das war auch ein Grund für mich, um dort wieder zu gehen“, sagt Endres. Außerdem stand ein Umzug für ihn an. Von Elsendorf aus, wo er jetzt zusammen mit seiner Freundin wohnt, fiel ihm die Strecke in den Landkreis Kitzingen leichter. Zumal er nun mit seinem Mitspieler und Kumpan, dem aus Schlüsselfeld kommenden Jonas Wirth, quasi eine Fahrgemeinschaft bilden kann.

Wirth war es auch, der den Kontakt der Abtswinder zu seinem Spezi herstellte. „Jonas hat mitgekriegt, dass es in Bamberg drunter und drüber ging. Also vermittelte er ein Treffen mit Herrn Mix.“ Da hieß es, dass der TSV einen Typ Spielmacher für die Zentrale suche. Endres bekundete Interesse und sagte zu. Endres, dessen Familie eine Gastwirtschaft in Oberharnsbach betreibt, die gleichzeitig als Vereinsheim der Fußballer dient, kickte einst mit Wirth in der Jugend von Eintracht Bamberg. Zudem sind die Freundinnen der beiden gute Bekannte, so dass eins ins andere ging.

Seinen Wechsel nach Abtswind hat Jürgen Endres bislang keineswegs bereut. Er sieht es als „eine neue Herausforderung“. In vielerlei Hinsicht sei er beim TSV von den ersten Wochen positiv überrascht gewesen. „Ich wurde dort super aufgenommen, auch von der Mannschaft her fühle ich mich schon richtig integriert. “ Trainer Jochen Seuling rede viel mit ihm, was er zu schätzen weiß. Einen weiteren Vorteil hat Endres in den derzeit heißen Tagen ausgemacht: Das direkt neben dem Sportgelände gelegene Schwimmbad. „Das ist richtiger Luxus! Ob vor dem Training, oder nachher, da geht man gerne mal rein.“

Was den Fußball betrifft, will Jürgen Endres natürlich alles andere, als baden gehen mit seinem neuen Verein. Im Rotationssystem seines Trainers durfte er in drei der bislang vier Partien von Beginn an ran, was seinen Wert unterstreicht. Eine Prognose, ob Abtswind am Ende der Runde sogar ganz vorne landen kann, will er noch nicht Prognose wagen. „Vorne mitspielen, den Tabellenplatz des Vorjahrs bestätigen“, zitiert er die Vorgabe des Vereins.

Auf die Frage, worin der Unterschied zwischen Landesliga und Bayernliga bestehe, verweist Endres sofort das Tempo. „Das ist schon noch eine Stufe höher. Die Mannschaften sind dort auch einen Tick ausgeglichener“, sagt er. Gleich nach der Jugend kickte Endres in Memmelsdorf für ein Jahr in der Bayernliga, zuletzt mit Don Bosco Bamberg. Natürlich möchte er gegen seinen früheren Klub gewinnen, auch wenn es nicht einfach werde. Die DJK sei „immer noch eine starke Mannschaft, die an einem guten Tag jeden in der Liga schlagen kann“, mahnt er zur Vorsicht.

Mit seinen 22 Jahren verspürt Endres den Reiz, irgendwann wieder in der Bayernliga gegen den Ball zu treten. Mit welchem Verein? „Da schauen wir mal. Aber am liebsten in zentraler Position auf dem Spielfeld.“ Von Größen wie Bastian Schweinsteiger oder den beiden Spaniern Xavi und Iniesta schaut er sich gerne etwas ab.

Was Endres mit ihnen vielleicht gemeinsam hat, ist, dass die drei, wie auch er, nicht gerade als torgefährlich gelten. „Das hält sich bei mir in Grenzen. Mehr als zwei oder drei gelangen mir zuletzt selten in einer Saison.“ Selten, aber bisweilen spektakulär sind Endres-Tore. Im Vorjahr gelang ihm für Bamberg gegen Ammerthal ein Treffer, der von den Amateurfußball-Fans gleich zum „Bayern-Treffer des Monats September 2012“ gekürt wurde.

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