Für Hans-Jürgen Becker war ein Leben ohne Tischtennis nicht denkbar. Ob als Spieler oder als Funktionär, später auch als Zeitungsreporter im Dienste „seines“ Sports: Becker war begeistert, und er ließ sich immer wieder begeistern. Beim hessischen Klub SV Wolfen begann er mit 23 Jahren, Tischtennis zu spielen.

Als er nach Bayern übersiedelte und sich in Astheim niederließ, stellte sich Becker dem Tischtenniskreis Kitzingen zur Verfügung: als Schiedsrichter, als Spielleiter, als Jugendwart und dann, von 1994 bis 2001, als Kreisvorsitzender. Dem bayerischen Verband waren Beckers Mühen die goldene Ehrennadel wert.

Als „großen Förderer des Tischtennis“ hat ihn Reinhard Pfenning, sein indirekter Nachfolger als Kreisvorsitzender, kennen gelernt, als „verlässlichen Ansprechpartner der Vereine“, als „engagierten Freund und Funktionär“ hat er Becker erlebt. Einsatz und Hilfsbereitschaft des Astheimers waren Pfenning und anderen Vertretern über die Jahre viele Worte des Dankes und der Anerkennung wert. Er stellte sein Wissen später auch der Zeitung zur Verfügung, rückte die Randsportart so in den Sucher der Öffentlichkeit.

Von schwerem Leiden gezeichnet, engagierte sich Becker bis zuletzt im Verein, der DJK Wiesentheid, und im Verband. Vergangenen Dienstag (8. Mai) ist er gestorben. Hans-Jürgen Becker wurde 67 Jahre alt.