Jochen Seuling wird seinen Trainerposten beim TSV Abtswind zum Saisonende überraschend räumen. Die Aufgabe beim Aufstiegsanwärter der Landesliga übernimmt dann Thorsten Götzelmann. Wie aus einer am Sonntag versandten Pressemitteilung des Klubs hervorgeht, beendet Seuling nach zwei Jahren seine Tätigkeit „auf eigenen Wunsch“.

Der 50-Jährige hat sich wohl schon in der Winterpause zu diesem Schritt entschlossen. Dies würde ausschließen, dass der Rückzug eine Folge der aktuellen Widrigkeiten ist. Die Abtswinder verloren am Samstag in Ansbach 0:3 und haben nach mehreren überraschenden Punktverlusten nach der Winterpause bloß noch drei Punkte Vorsprung an der Tabellenspitze. Das Projekt Bayernliga ist damit wieder in Gefahr. Seuling distanzierte sich am Samstag nach dem Abpfiff ein Stück weit von der Mannschaft und nannte den Auftritt in der ersten Hälfte „erbärmlich“.

„Der TSV Abtswind“, so heißt es in dem Pressebulletin, „kommt der Bitte seines Trainers nach, ihn aus beruflichen und privaten Gründen von seiner Zusage für die nächste Spielzeit zu befreien.“ Seulings Nachfolger ist kein Unbekannter: Thorsten Götzelmann wohnt im Nachbarort Rüdenhausen und kann quasi mit dem Rad zum Training fahren. Der 41-Jährige ist derzeit noch kickender Co-Trainer beim Landesliga-Rivalen Bayern Kitzingen und kennt sich aus im höherklassigen Fußball. In Sulzfeld und in Höchberg spielte er für mehrere Jahre Landesliga.

„Wir freuen uns, dass wir auf die Schnelle erneut einen erfahrenen und kompetenten Trainer gefunden haben“, wird TSV-Klubmanager Christoph Mix in der Presseerklärung zitiert.