Mercedes-Pilot Maximilian Götz hat sich im ADAC GT Masters 2014 eindrucksvoll zurückgemeldet. Auf dem legendären Nürburgring durfte der Uffenheimer am Sonntag als Dritter jubeln. Tags zuvor hatte der 28-Jährige den siebten Platz belegt. Götz' etatmäßiger Teamkollege Maximilian Buhk wurde vom ehemaligen DTM-Piloten Renger van der Zande aus den Niederlanden ersetzt, da Buhk vom Deutschen Motorsportbund (DMSB) noch suspendiert war. Als Fünfter mit 111 Punkten darf sich Götz trotz 44 Zählern Rückstand auf den Spitzenreiter sogar noch leichte Hoffnungen auf den Meistertitel machen.

Im Pressegespräch ärgerte sich der Uffenheimer aber auch über eine verpasste Chance: „In der ersten Rennhälfte waren Regenreifen die bessere Wahl, wir konnten uns damit gut absetzen. Beim Boxenstopp haben wir dann aber leider 12 Sekunden verloren, das hat uns den möglichen Sieg gekostet.“ Für Götz und van der Zande hatte das Wochenende in der Eifel mit der schnellsten Zeit beim Freien Training sehr erfolgreich begonnen.

Erstmals war das ADAC GT Masters auf der 3629 Meter langen Sprintstrecke am Nürburgring in der Formel-1- Variante der NGK-Schikane gestartet. Das Zeittraining entwickelte sich zur Regenlotterie. Van der Zande gelang als Elfter ein guter Einstand. Danach stellte Maximilian Götz den SLS-Flügeltürer bei nassen Bedingungen auf den dritten Startplatz für das Rennen am Sonntag.

GT-Masters-Neuling van der Zande, der 2011 zehn Rennen für Mercedes-Benz in der DTM absolvierte und aktuell in Nordamerika fährt, kam im Samstagsrennen gut aus den Startlöchern. Gleich am Start kam es in der Mitte des Felds zu einer Kollision, der eine Safety-Car-Phase folgte. Der Niederländer sortierte sich als Achter im Feld ein und verteidigte die Position bis zum nächsten Fahrerwechsel. Im zweiten Rennabschnitt kämpfte sich Götz um eine weitere Position nach vorn und fuhr schließlich als Siebter ins Ziel.

Beim Aufwärmtraining am frühen Sonntag kam das Duo gleich gut aus den Startlöchern. Götz und van der Zande erzielten im SLS AMG GT3 die zweitschnellste Zeit. „Das Auto fühlt sich gut an. Für das Rennen bin ich zuversichtlich. Laut Wettervorhersage kann es Regen geben, das wird sicherlich interessant werden“, meinte Götz.

Am Mittag setzte dann tatsächlich Regen ein, und Götz startete aus der zweiten Reihe ausgezeichnet. Der GT- Masters-Champion von 2012 kehrte als Zweiter aus der Auftaktrunde zurück und setzte sich in der Folge zunächst an der Spitze mit dem führenden Audi R 8 vom Rest des Feldes ab. Aber beim Fahrer- und Reifenwechsel verlor die HTP-Mannschaft dann viel zu viel Zeit, zwölf Sekunden. Sie fiel vom zweiten auf den fünften Rang zurück und verspielte damit zugleich alle Siegchancen. In der turbulenten zweiten Rennhälfte kämpfte sich van der Zande bis ins Ziel auf den dritten Platz nach vorne – und ließ auf dem Siegerpodest die Sektfontänen spritzen.

Die „Liga der Supersportwagen“ ist damit auf die Zielgerade eingebogen: In drei Wochen geht es zunächst an den Sachsenring (19. bis 21. September) – danach startet das mit großer Spannung erwartete Saisonfinale auf dem Hockenheimring (3. bis 5. Oktober). Der private TV-Sender kabeleins überträgt alle Läufe live und in voller Länge: jeweils Samstag und Sonntag ab 12 Uhr.