FUSSBALL: KREISKLASSE

Geiselwinder Blitzstart

Zwei frühe Treffer reichen dem Kreisklassenaufsteiger zum 2:1-Erfolg gegen die neu formierte SG Stadelschwarzach. Warum das Trainerduo mit dem Saisonstart zufrieden ist.
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Er brachte seine Farben mit seinen beiden Treffern frühzeitig mit 2:0 in Führung: Geiselwinds Matthias Klein (vorne), in dioeser Szene verfolgt von Mike Heming von der SG Stadelschwarzach/Prichsenstadt. Foto: Foto: Andreas Stöckinger

Ganz am Anfang und ganz am Ende fielen die Tore beim Treffen zwischen Aufsteiger TSV Geiselwind und der im Sommer neu formierte SG Stadelschwarzach/Prichsenstadt. Die Gastgeber profitierten von ihren zwei früh vorgelegten Treffern, denn als David Brown die Gäste noch einmal heranbrachte, pfiff Schiedsrichter Johannes Blaß das Ganze ab.

Fast 94 recht intensive Minuten waren da bereits gespielt, in denen trotz der schwülen Temperaturen um die 30 Grad viel gerannt und gekämpft wurde. Der Einsatz beider Kontrahenten glich manch spielerische Mängel aus. Was beiden etwas fehlte, war die ordnende Hand, die Ruhe im Spielaufbau.

Mit der Ruhe war es auch bei Gästetrainer Udo Mauer direkt nach Spielschluss vorbei. Er, der eigentlich das Spiel seiner Mannen auf dem Feld lenken sollte, aber wegen eines im Mai in der Relegation mit seinem vorherigen Klub Traustadt erlittenen Kreuzbandrisses länger ausfällt, zürnte mit dem Schiedsrichter. Nur kurz brauste Mauer allerdings auf, dann hatte er sich wieder beruhigt und haderte mit den beiden frühen Gegentreffern. Die hatte seine anfangs unkonzentrierte Elf eingefangen. „Zwei so schnelle Eier, davon erholst du dich nicht“, meinte der 34jährige Unterspiesheimer.

Die Tore hatte der Gast praktisch mit aufgelegt. Beim ersten verlor ein SGler an der Mittellinie den Ball, Martin Ivanco steckte für seinen Sturmkollegen Matthias Klein durch. Der ließ sich auch von SG-Abwehrmann Martin Krapf nicht mehr stoppen und verwertete im zweiten Versuch zum 1:0 (3.).

Beim zweiten Treffer brauchte Matthias Klein ebenso den zweiten Versuch. Moritz Buchholz hatte ihn fein von außen bedient, Klein lief durch die erneut recht offenen Reihen der SG. Torwart Alex Ebert parierte zunächst, doch den Nachschuss schob Klein zum 2:0 ein (21.). Zu leicht ging das alles für die Geiselwinder, bei denen Moritz Buchholz' Versuch zuvor die Latte touchiert hatte (11.). Auf Seiten der Gäste gab Christoph Kleedörfer den ersten gefährlichen Versuch ab (7.), später schoss David Brown aus guter Position zu harmlos (31.). Schließlich verpasste Doppeltorschütze Matthias Klein kurz vor der Pause noch das 3:0, als er am SG-Torwart scheiterte (41.).

Im zweiten Abschnitt blieb Geiselwind meist passiv, ließ den Gast kommen und verpasste die Entscheidung. Robert Ivancos Freistoß etwa erwischte nur die Latte (56.). So blieb die nun feldüberlegene SG im Spiel, besaß aber – wie bei Matthias Kohles' Versuch (59.) – kein Zielwasser. Zu spät gelang Brown per Konter das 1:2. Zuvor hatte Geiselwinds Abwehr um Spielertrainer Ivo Königer nichts Zählbares zugelassen.

Klar, dass Geiselwinds Spielertrainer-Duo, Ivo Königer und Bernd Rjinbeek, hinterher zufrieden dreinblickten. In der zweiten Hälfte habe man sich zu sehr ausgeruht auf dem Vorsprung und viele lange Bälle gespielt, monierten beide. „Aber man kann schlechter starten als Aufsteiger“, schaute Königer auf das Ganze. Sieben Punkte hat der TSV, das lässt sich sehen.

Bei den Gästen verbreitete deren Trainer Udo Mauer trotz der Niederlage Zuversicht. Die Mannschaft sei jung und aus zwei Vereinen neu formiert. „Es gibt keine Grüppchen, auf dem Platz und außerhalb verstehen sie sich super. Ich bin guter Dinge, es fehlt der letzte Schliff.“ Und die Tore, die nun nach dem Weggang von Parade-Angreifer Rene Rottendorf zum FC Geesdorf jemand anders schießen muss.

Die Statistik des Spiels

Fußball, Kreisklasse Schweinfurt 2 TSV Geiselwind – Stadelschw./Prichsenstadt 2:1 (2:0) Geiselwind: Dippold – Opremcak, Königer, Eberhardt, A. Klein – Rijnbeek, Dietmeyer, Franz, Buchholz – M. Klein, Ivanco. Eingewechselt: Ladenthin, Haubenreich, J. Müller. Stadelschwarzach/Prichsenstadt: A. Ebert – Heming, Krapf, Lorey, Schuhmann – Reichert, C. Kleedörfer, Grießmann, Kohles, Grunewald – Köstler. Eingewechselt: Brown, J. Kleedörfer, M. Ebert.

Schiedsrichter: Blaß (Sommerach). Zuschauer: 100. Tore: 1:0 M. Klein (4.), 2:0 M. Klein (21.), 2:1 Brown (90.+4). Gelbe Karten: A. Klein, Königer – Reichert, C. und J. Kleedörfer, Ebert, Lorey.

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