s.Oliver Baskets - EWE Baskets Oldenburg (heute, 19 Uhr, s.Oliver-Arena Würzburg).

Einen weiteren großen Schritt Richtung Playoffs können die Würzburger Basketballer gegen den direkten Kontrahenten EWE Baskets Oldenburg machen. Die Gäste aus dem hohen Norden der Republik haben eine turbulente Woche hinter sich.

Am Montag beurlaubten sie Trainer Predrag Krunic, der sie 2009 zur Deutschen Meisterschaft führte, am Dienstag kehrten sie durch einen 96:76-Heimsieg gegen die Eisbären Bremerhaven in die Playoff-Ränge zurück.
"Wenn ein neuer Trainer kommt, gibt es neue Impulse. Oldenburg hat eine sehr talentierte Mannschaft mit vielen starken Spielern wie Bobby Brown, Ronald Burell, Adam Chubb, Rickey Paulding und Kenny Hasbrouck. Es wird wieder eine sehr schwere Aufgabe für uns", sagt s.Oliver Baskets-Headcoach John Patrick.

Eine Veränderung gab es in der Oldenburger Aufstellung im Nachholspiel am Dienstag: Der vom Assistenten zum Cheftrainer beförderte Ralph Held brachte zum ersten Mal Neuverpflichtung Charles Strowbridge zum Einsatz. Der 24-jährige US-Amerikaner nutzte seine Chance, erzielte elf Zähler in nur zehneinhalb Minuten Einsatzzeit und war damit einer von fünf EWE-Akteuren, die gegen die Eisbären zweistellig punkteten.

Mit 82 Punkten pro Partie stellt der Tabellenachte aktuell die viertbeste Offensive der Liga. Auswärts treffen die Nordlichter mit 77,5 Punkten pro Partie bisher deutlich schlechter als in der heimischen Arena (86,9 Punkte pro Spiel) und haben erst vier ihrer 13n Auswärtsspiele gewonnen. Zuletzt setzte es Niederlagen in Tübingen und Trier.

An das Hinspiel erinnern sich die s.Oliver Baskets mit gemischten Gefühlen: Erst holten sie im vierten Viertel einen Zehn-Punkte-Rückstand auf, mussten sich dann aber mit 78:84 geschlagen geben.
Mit einem heutigen Heimsieg, wegen des direkten Vergleichs vorzugsweise mit mehr als sechs Punkten Differenz, könnte die Patrick-Crew einen weiteren wichtigen Schritt Richtung Playoff-Qualifikation machen.

Es wird ein hartes Stück Arbeit für die beste Abwehr der Liga: Alle fünf Spieler der Oldenburger Startformation punkten im Schnitt zweistellig, allen voran Bobby Brown, mit 16,5 Punkten pro Spiel derzeit der Top-Scorer der Beko BBL. Allerdings ist der Oldenburger Spielmacher mit drei Ballverlusten pro Partie auch in einer Negativ-Kategorie ganz vorne zu finden - ein Wert, den er mit guten 4,8 Korbvorlagen pro Spiel aber teilweise wieder wett macht. Ebenfalls immer brandgefährlich sind Ronald Burell (13,4 Punkte und 5,8 Rebounds, 42,5 Prozent Dreierquote), Adam Chubb (11,8 Punkte und 7,9 Rebounds, 23 Zähler im Hinspiel), Rickey Paulding (11,6 Punkte, 41,5 Prozent Dreierquote) und Kenny Hasbrouck (10,8 Punkte, 43,3 Prozent Dreierquote).

"Wir haben in Oldenburg verloren, das wird ein ganz hartes Spiel für uns. Wir müssen wieder 100 Prozent geben. Wenn wir in die Playoffs wollen, dann müssen wir unsere letzten drei Heimspiele gewinnen", sagte Center Robert Tomaszek in der neuesten Ausgabe von s.Oliver Baskets TV.

Zwar hat der Aufsteiger auf Rang fünf vor den letzten neun Spieltagen der regulären Saison eine ausgezeichnete Ausgangsposition: "Aber die Playoffs sind für mich erst sicher, wenn wir nach dem letzten Spieltag unter den besten Acht stehen. Wir haben noch sehr viele schwere Auswärtsspiele", so der erfahrenste Spieler im Baskets-Kader.

Nach dem Heimspiel gegen Oldenburg treten die s.Oliver Baskets innerhalb von nur fünf Tagen zunächst bei Alba Berlin (Mittwoch, 14. März, 20 Uhr) und dann beim FC Bayern München (Sonntag, 18. März, 16 Uhr) an.
Sechs der letzten acht Würzburger Spiele sind auswärts, darunter auch die Gastspiele beim Spitzenreiter in Bamberg und beim Tabellenzweiten in Ulm.
In der s.Oliver-Arena treffen die Würzburger noch auf die Eisbären Bremerhaven (Samstag, 31. März, 19 Uhr) und die LTI Gießen 46ers (Samstag, 14. April, 19 Uhr).