Abtswind
Fussball Landesliga Nordwest

Für die Bayern wird ein Sieg in Abtswind ein hartes Stück Arbeit

Am Abend des deutschen Champions-League-Endspiels stehen auch die Bayern aus Kitzingen in ihrem Endspiel um den zweiten Platz. Die sportliche Bedeutung des Landkreisderbys steigert die Vorfreude in beiden Lagern.
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Abtswinds Albert Fischer (links) und Bayerns Stefan Schöderlein beharken sich im Hinspiel. Das wird am Samstag genauso sein, wenn der TSV Abtswind die Kitzinger Bayern zum Derby am letzten Spieltag der Landesliga Nordwest erwartet. Foto: Sterzbach
Abtswinds Albert Fischer (links) und Bayerns Stefan Schöderlein beharken sich im Hinspiel. Das wird am Samstag genauso sein, wenn der TSV Abtswind die Kitzinger Bayern zum Derby am letzten Spieltag der Landesliga Nordwest erwartet. Foto: Sterzbach
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TSV Abtswind - Bayern Kitzingen (1:0; Samstag, 16 Uhr).

Vielleicht hatte Bernd Reitstetter, Spielleiter der Landesliga Nordwest, insgeheim mit dieser sportlichen Brisanz neben dem lokalen Prestige gerechnet, als er den Spielplan erdachte und das Landkreisderby zwischen dem TSV Abtswind (4./57) und Bayern Kitzingen (2./66) am letzten Spieltag angesetzt hatte.
"Es ist angerichtet für ein besonderes Ereignis: spielstarke, disziplinierte Mannschaften, ein Bruderduell, das Landkreisderby und der Endspiel-Charakter, mehr geht doch gar nicht", fasst Abtswinds Presseinformant Matthias Ley das Duell zusammen. "Wir freuen uns riesig auf einen totalen Fußball-Samstag mit zwei Endspielen in Abtswind und London", verbirgt auch Kitzingens Trainer Wolfgang Schneider seine Vorfreude nicht.
Die sportliche Bedeutung lässt sich mit wenigen Worten beschreiben.
Gewinnen die Bayern, behalten sie den zweiten Platz und qualifizieren sich für die Relegation zur Bayernliga. Um dabei den Aufstieg zu realisieren, müssen zwei weitere Duelle mit Hin- und Rückspiel gewonnen werden. Denn von den insgesamt acht Teilnehmern kommen nur zwei durch. Die Auslosung der Paarungen findet gleich am Sonntag, 10.30 Uhr, in Burglengenfeld statt. "Wir sind mit dem letzten Spiel einer sehr guten Saison in der Lage, mit der Relegation das i-Tüpfelchen draufzusetzen - genau das wollen wir unbedingt erreichen. Wir wissen aber auch, dass es für uns in jedem Fall bei einer sehr erfolgreichen Saison bleiben wird", sagt Schneider.

Vorbereitungspläne ändern

Sollte es zur Saisonverlängerung für seine Mannschaft kommen, müssten die bereits ausgearbeiteten Pläne zur Vorbereitung auf die neue Saison umgeschrieben werden, denn die Rahmentermine der Relegation stehen schon fest und verkürzen die Erholung zwischen dieser und der nächsten Spielzeit - am 30. Mai und 2. Juni findet die erste, am 5. Juni und 8. Juni die zweite Runde statt. Ein Unentschieden würde den Bayern ausreichen, sollte der zeitgleich agierende SV Pettstadt (3./65) sein Heimspiel gegen Augsfeld nicht gewinnen.

Bei einer Niederlage müssten die Kitzinger darauf hoffen, dass auch die Oberfranken am letzten Spieltag keinen Punkt mehr holen, was angesichts der Klarheit über den Klassenerhalt von Augsfeld eher unwahrscheinlich erscheint. Denn bei einer erneuten Punktgleichheit läge der Konkurrent im direkten Duell vorne. "Pettstadt spielt in unseren Gedanken überhaupt keine Rolle mehr", bekennt Schneider, die Entscheidung unabhängig herbeiführen zu wollen. "Über die gesamte Runde haben wir bis auf wenige Ausnahmen konstante Leistungen abgerufen. Daher habe ich großes Vertrauen in unsere Mannschaft, dass uns dies auch am Samstag gelingen wird."
Die Vorbereitung unterschied sich am Bleichwasen deshalb auch nicht von den vergangenen Wochen. "Wir gehen auch vor diesem Spiel alles so normal wie möglich an. Es wäre sicher falsch, noch einmal Änderungen vorzunehmen", erklärt Kitzingens Trainer.

Beide Teams wissen, was auf sie zukommt

Abtswind sei zudem ein Gegner, das gleiche gilt entsprechend umgekehrt, der nicht mehr bis ins Detail analysiert werden müsse: "Wir wissen genau, was dort auf uns zukommt. Durch seine individuelle Qualität, vor allem in der Offensive, ist Abtswind in der Lage, jede Mannschaft der Landesliga zu schlagen. Jedoch hatten sie in dieser Saison mit größeren Schwankungen zu kämpfen als wir." Dass die Gastgeber eine alles in allem auch weit über ihren formulierten Erwartungen verlaufende Runde zwischen den Plätzen vier bis sechs beenden, war ihrer Schwächephase im März mit fünf sieglosen Spielen geschuldet. Eindringliche Warnungen, dass ein Spiel in Abtswind mit zu den schwierigen Aufgaben gehöre, müssen Wolfgang Schneider und Thorsten Götzelmann daher nicht mehr an ihre Mannschaft richten: "Sie verfügen auf allen Positionen über Spieler mit mindestens Landesliga-Niveau und mit Peter Mrugalla oder Sebastian Otto besitzen sie zwei Akteure, die ein Spiel auch ihre Einzelaktionen entscheiden können."

Foulelfmeter bringt im Hinspiel Entscheidung zugunsten der Abtswinder

Im Hinspiel gab ein von Kim Kruezi verwandelter Foulelfmeter den Ausschlag zugunsten der Abtswinder, nachdem es zuvor lange Zeit nach einem Kräftegleichgewicht ausgesehen hatte. "Sie haben versucht, uns den Schneid abzukaufen und uns früh im Spielaufbau gestört. Ähnliches erwarten wir auch im Rückspiel. Aufgrund der Brisanz und der Kulisse werden auch sie sicherlich noch einmal bis in die Haarspitzen motiviert sein", glaubt Schneider. Personell hoffen beide Seiten zum Saisonfinale, ihre beste Formation aufbieten zu können. "Es gibt ein paar Wehwehchen, die uns aber hoffentlich nicht daran hindern", ist Schneider guter Dinge. In Abtswind scheint Peter Mrugalla leicht angeschlagen, doch auch Abtswinds Topstürmer möchte sich das mit Spannung beladene Derby vor einer erwartet großen Kulisse nicht entgehen lassen.
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