Für die Volleyballer des TSV Eibelstadt geht es beim zweiten Heimspiel der Bayernliga nicht nur um Punkte, sondern auch ein wenig um Wiedergutmachung für die missglückte Heimpremiere zwei Wochen zuvor gegen die SG Katzwang/Schwabach/Stein. Die war so nicht geplant, denn nach ihrer guten Vorbereitung hatten die Eibelstädter einen vielversprechenden Start in die Saison hingelegt; außerdem waren Siege im Jahr 2013 für das TSV-Team fast zur Normalität geworden. In der Rückrunde der im Sommer zu Ende gegangenen vorigen Saison setzte es nur eine einzige Niederlage.

Auf diese Erfolgsserie will Trainer Andreas Singer aufbauen. Sein Ziel ist es, so rasch wie möglich ein Punktepolster zu schaffen, um zum Schluss mindestens ebenso gut wie vergangene Runde dazustehen. Da landete sei-ne Mannschaft auf dem vierten Platz der Bayernliga. Alles in allem hat die Saison sich bis jetzt auch gut angelassen. Denn der einen Heimniederlage stehen zwei Auswärtserfolge gegenüber.

Das Team ist bis auf die zwei Neuzugänge Felix Gabler auf der Mittelblocker-Position und Peter Hofmann als Libero (beide aus Eltmann) sowie Markus Pfeiffer, der aus dem zweiten Glied wieder ins Bayernliga-Team gerückt ist, unverändert. Pfeiffer spielt seit seiner Kindheit in Eibelstadt und ist auf der Zuspielposition ein starker Rückhalt.

„Dass es keine gravierenden personellen Veränderungen gab, zahlt sich aus“, sagt Abteilungsleiter Stefan Sebold, „wir kennen uns und sind gut eingespielt.“ Er sieht mit Freude, dass die Mannschaft diesmal schon geraume Zeit vor Saisonbeginn stand – in der Vergangenheit war oft einige Wochen vor Saisonbeginn nicht klar, ob überhaupt genügend Leute auflaufen können. Im Vergleich zu den Vorjahren, als die Bayernliga-Männer den Saisonstart meist verschliefen, waren sie nun hellwach, und so verbuchten sie gleich mal ein Erfolgserlebnis in Memmelsdorf. Auch der gute Auftritt zuvor im Pokal, als man erst im Tie-Break Zweitligist Schwaig unterlag, dürfte sein Übriges dazu beigetragen haben.

Und vielleicht hat sogar Maskottchen „Melonen-Gö“ Anteil am verheißungsvollen Saisonstart. Michael Görtler ist der Koch beim Volleyball-Sommercamp in Eibelstadt, das seit 2009 für Kinder und Jugendliche veranstaltet wird. Görtler, der abgekürzt wurde mit „Gö“, servierte in den Pausen immer Melonen, und so wurde daraus „Melonen-Gö“. Genau dieser Schlachtruf erfüllt an den Spieltagen die Halle.