FUSSBALL: BAYERNLIGA FRAUEN

Frickenhausens Freischwimmer im Sog

Nach drei Spielen ohne Sieg und Punkt plagen Frickenhausen vergessen geglaubte Sorgen. Die Mannschaft verschwendet derzeit zu viel Energie bei zu wenig Ressourcen.
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Es sind gerade mal vier Wochen vergangen, seitdem die Stimmung unter den Fußballerinnen des TSV Frickenhausen ihren saisonal höchsten Pegelstand erreichte. Der 2:0-Sieg in Hof bescherte ihnen mächtig Auftrieb, und viele dachten schon, sie hätten sich freigeschwommen. Nun aber müssen sie doch wie-der ganz schön strampeln, um nicht nach unten gezogen zu werden von einem Strudel, der um so mehr Kraft gewinnt, je länger sie ihm nichts Effizientes entgegenzusetzen haben. Seit drei Partien ist der TSV nun ohne Sieg und Punkt.

Von der blendenden Aussicht, die der Klub als Bayernligadritter genoss, ist wenig geblieben – nun hat sich die Perspektive ziemlich verdüstert. „Wir sind wieder in den Abstiegskampf gerutscht“, sagt Trainer Christian Golden. Das Konto in diesem Jahr steckt in den Miesen: Den zwei Siegen stehen vier Niederlagen gegenüber. Vor allem das 1:2 im jüngsten Heimspiel gegen Dießen grämt den Coach, weil sein Team zwar gefällig auftrat, aber nicht gefährlich, weil es zwar effektiv spielte, aber nicht effizient. Wer nach eigenen Angaben „20:3 Chancen“ in neunzig Minuten generiert und dabei nur einen Treffer entzündet, der verschwendet Energie. Dabei könnte es wegen der angespannten Personallage gerade nicht schaden, Ressourcen zu schonen.

Noch immer sehnt sich die Mannschaft nach den elektrisierenden Impulsen einer Sandra Abersfelder oder Romina Kuffner. Wer von den beiden an diesem Sonntag beim FC Pegnitz auflaufen wird, ist ungewiss. Golden geht davon aus, dass es bei Abersfelder nach drei Wochen ohne Spielpraxis „maximal für eine Einwechslung“ reichen werde. Fehlen wird ihm nun auch noch Katharina Other, der nach einer Gehirnerschütterung aus dem vergangenen Spiel noch der Schädel brummt. Notfalls muss das Team ohne dieses Trio so viel Widerstand aufbringen, dass es mal wieder zu einem Hoffnungsfunken reicht. Verliert Frickenhausen in Pegnitz, schmölze der Vorsprung zur Abstiegszone auf zwei Punkte. Und sich darauf zu verlassen, dass gegen die Kellerkinder Eicha und Würzburg schon zwei Siege gelingen, hält Golden für keine kluge Strategie. „Das ist keine Laufkundschaft“, sagt er streng. „Dem ETSV fehlt bloß eine Stürmerin.“

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