Prosselsheim
U17-Juniorinnenfussball

Frickenhausen spielt als Meister um den Landesliga-Aufstieg

Der TSV Frickenhausen hat das Entscheidungsspiel um den Titel in der Bezirksliga 2 gegen den TSV Prosselsheim mit 3:2 gewonnen und steht am Sonntag im Aufstiegsspiel zur Landesliga.
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Bewundert von Mitspielerin Laura Fuchs, pflückt sich Prosselsheims Torfrau Jenny Winter die Kugel aus der Luft. Jasmin Rhein (vorne) und Sarah Wintzheimer (beide Frickenhausen) haben keine Chance. Foto: Thomas
Bewundert von Mitspielerin Laura Fuchs, pflückt sich Prosselsheims Torfrau Jenny Winter die Kugel aus der Luft. Jasmin Rhein (vorne) und Sarah Wintzheimer (beide Frickenhausen) haben keine Chance. Foto: Thomas

TSV Frickenhausen - TSV Prosselsheim 3:2 (1:2).

Torfolge: 1:0 Sarah Wintzheimer (2.), 1:1 Tanja Keller (27.), 1:2 Tanja Keller (27.), 2:2 Jasmin Rhein (60.), 3:2 Melissa Pfeffer (65.)

Einen 3:2-Sieg feierte der TSV Frickenhausen im Stadion der DJK Würzburg gegen den TSV Prosselsheim und holte sich den Titel in der Bezirksliga 2. Und just Prosselsheim ist am Sonntag (15 Uhr) Schauplatz des Landesliga-Aufstiegsspieles gegen den FC Karsbach. Das Nachwuchsteam des Bayernligisten gewann in dieser Saison, bis auf ein Unentschieden, alle Spiele in der Bezirksliga 1 und war damit ähnlich erfolgreich wie Frickenhausen. Der TSV verlor ein Spiel, und das in Prosselsheim.

Obwohl sich das Frickenhäuser Meisterteam souverän durch die Saison spielte, benötigte es in Würzburg etwas Glück, um im Entscheidungsspiel als Sieger vom Platz zu gehen. Der Start der Frickenhäuserinnen verlief vielversprechend. Rund 90 Sekunden waren gespielt, als die Kugel schon im Prosselsheimer Netz zappelte. Sarah Wintzheimer hatte, nach einem schnellen Angriff über die linke Seite, mit einem Schuss, hoch ins Eck, die Führung erzielt. Glück hatte Prosselsheims gute Torhüterin Jenny Winter, als der Freistoß von Emilia Kempf ans Lattenkreuz klatschte. "Nach dem guten Beginn standen wir zu weit von den Gegnerinnen weg. Das Mittelfeld war nicht geordnet, darum gab es zu große Löcher", war Frickenhausens Trainerin Sabine Müller etwas über die Nachlässigkeiten ihres Teams überrascht.


Frickenhausen zwei Mal in höchster Not


Prosselsheim wurde in dieser Phase immer stärker und Frickenhausen konnte sich bei Torfrau Larissa Conrad und Sophie Wintzheimer bedanken, die zwei Mal in höchster Not retteten (15./19.). Sarah Wintzheimer kam noch einmal gefährlich vor das Gehäuse von Winter, die jedoch sicher parierte (26.). Danach spielte nur noch das Team von Petra Flockerzi und eine Minute später nutzte Tanja Keller den einzigen Fehler von Conrad zum 1:1 aus. In der 35. Minute knallte Maike Klein die Kugel an den Pfosten. Kurz vor dem Halbzeitpfiff nutzte Prosselsheims Torjägerin Keller eine Unsicherheit in der Frickenhäuser Abwehr zur verdienten 2:1-Halbzeitführung.

"Wir haben Glück, dass es nur 1:2 steht, das Ergebnis hätte auch 1:3 oder auch 1:4 lauten können", zog der 2. Vorsitzende des TSV Frickenhausen, Günter Sieber, sein Halbzeitfazit. Coach Müller hatte in der Pause ihrer Mannschaft die Leviten gelesen und hoffte auf Besserung. Sie musste jedoch ohnmächtig mit ansehen, dass Prosselsheim sofort nach dem Anpfiff von Schiedsrichter Frank Tallner (TSV Abtswind) zu zwei dicken Einschussmöglichkeiten kam.

Erst schlug die, diesmal nicht sicher wirkende, Abwehrchefin Melanie Groß am Ball vorbei - und das nicht zum ersten Mal. Sie konnte sich bei Conrad bedanken, die den Schuss von Sarah Becker mit den Fingerspitzen noch um den Pfosten drehte. Nach einem weiteren Fehler von Groß war der Weg für Viola Leipold zum 3:1 offen, doch Nicole Schmitt konnte ihr mit großem Einsatz die Kugel noch vom Fuß spitzeln.

Prosselsheim Kräfte lassen nach

Nach knapp einer Stunde Spielzeit ließen die Kräfte bei den Prosselsheimer Kickerinnen immer mehr nach. Das sah auch die Trainerin der Frauen der DJK Würzburg, Manuela Hoch, so. "In den letzten 20 Minuten spielte Frickenhausen seine bessere Kondition aus." Auch Prosselsheims Trainerin Flockerzi musste erkennen, das ihr Team das hohe Tempo nicht durchhalten konnte. "Meine Mädels sind wahnsinnig viel gelaufen, haben sich Torchancen erspielt, aber nicht hinein gemacht. Zum Schluss hat man gemerkt, das Frickenhausen uns körperlich überlegen war."

Sophie Wintzheimer, die diesmal die Kreise von Tanja Keller nicht so einengen konnte, wie im Spiel in Frickenhausen, bekam ihre Gegenspielerin nun besser in den Griff und nahm damit dem Gegner einiges an Gefährlichkeit. Ein zweifacher Doppelpass zwischen Sarah Wintzheimer und Jasmin Rhein führte zum Ausgleich durch Rhein. Fünf Minuten später segelte ein Eckball von Emilia Kempf in den Prosselsheimer Strafraum, Melissa Pfeffer legte sich den Ball mit dem Kopf vor und schoss zum umjubelten 3:2 ein.

"Wir haben eine junge Mannschaft und ich hätte am Anfang der Saison nicht geglaubt, dass wir so weit kommen. Meiner Mannschaft gehört die Zukunft." Frickenhausens Coach Sabine Müller sprach von einem glücklichen Sieg. "Prosselsheim war heute stärker wie im letzten Spiel, wir haben sie jedoch auch stark gemacht. Ich glaube, sieht man die Leistungen der gesamten Saison, ist die Meisterschaft für uns verdient." Einig waren sich die rund 180 Zuschauer, dass sie ein gutes Juniorinnenspiel gesehen hatten, dass bestätigte auch der Ex-Trainer von FT Würzburg, Peter Grebner.
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