Landesliga Nord Frauen
 
FC Schweinfurt 05 – TSV Neudorf 0:3  
SV Reitsch – TSV Frickenhausen 3:1  
SV Weinberg II – SV Neusorg 3:2  
SV Frensdorf – ETSV Würzburg II 0:5  
Dettelbach und Ortsteile – SV Leerstetten 2:3  
 
1. (2.) ETSV Würzburg II 5 4 0 1 19 : 4 12  
2. (1.) FC Pegnitz 4 4 0 0 14 : 0 12  
3. (3.) SV Leerstetten 4 3 1 0 14 : 7 10  
4. (3.) TSV Frickenhausen 4 2 1 1 12 : 8 7  
5. (5.) SV Reitsch 4 2 1 1 6 : 5 7  
6. (6.) SV Weinberg II 5 2 1 2 9 : 10 7  
7. (10.) TSV Neudorf 5 2 0 3 10 : 14 6  
8. (7.) SV Frensdorf 5 1 1 3 10 : 18 4  
9. (8.) SV Neusorg 5 1 0 4 10 : 16 3  
10. (9.) Dettelbach und Ortsteile 4 1 0 3 4 : 10 3  
11. (11.) FC Schweinfurt 05 5 0 1 4 5 : 21 1  

Dettelbach und Ortsteile – SV Leer-stetten 2:3 (1:0). Auch eine 2:0-Führung hat den Dettelbacher Fußballerinnen nichts genützt. Sie unterlagen am Ende einem cleveren Gegner, der von zwei unachtsamen Dettelbacher Momenten und einem umstrittenen Elfmeter profitierte. Den Strafstoß in der 56. Minute, aus dem Leerstettens Ausgleichstreffer resultierte, sah Trainer Jürgen Thomaier letztlich als entscheidend an. Thomaier mochte sich auch zwei Tage nach dem Spiel nicht dazu äußern, ob dem Schiedsrichter-Pfiff ein Foul- oder ein Handspiel zugrunde lag. Es war auch egal – sicher ist, dass der Treffer Wirkung zeigte. Er destabilisierte und verunsicherte sein Team spürbar. „Die Köpfe der Spielerinnen gingen nach unten“, so Thomaier. Durch einen Konter kassierte Dettelbach auch noch seinen dritten Treffer.

Ein Spiel war verloren, das sich für den Aufsteiger so verheißungsvoll angelassen hatte. Ein Spiel, in das man äußerst nervös gestartet war, weil die Dettelbacherinnen angesichts des Tabellenstands einen (über)mächtigen Kontrahenten erwartet hatten. Aber so furchteinflößend war Leerstetten dann gar nicht. Thomaier sah in der ersten Hälfte ein Treffen „auf Augenhöhe“ – eines, in dem sein Team den vermeintlichen Riesen zu entzaubern wusste. Nach 38 Minuten gelang der erste Schlag: als Sandra Henig einen von der Torhüterin nicht festgehaltenen Ball über die Linie drückte. Nach 47 Minuten der zweite Schlag: als die Torhüterin an einer Flanke Julia Rohmanns vorbeigriff und Denise Thurn aus nächster Nähe traf. Nun wankte der Riese, doch er hielt sich. Von Minute zu Minute konnte man zusehen, wie er an Größe und Respekt zurückgewann.

Zu Beginn der zweiten Hälfte hatte Leerstetten Katharina Grießemer aus dem Mittelfeld in den Angriff vorgezogen. Das war die Volte, die letztlich zum Dettelbacher Sturz beitrug. Von der Stürmerin ging fortan die meiste Gefahr aus, wie Thomaier feststellte. Immer wieder wurde sie von den Mitspielerinnen mit langen, weiten Pässen gesucht und gefunden. Bälle, mit denen Leerstetten manchen Überraschungseffekt in Dettelbachs Abwehr erzeugte. Grießemer stellte mit ihrem Treffer nicht nur den Anschluss her, sondern verwandelte auch jenen Elfmeter, der Dettelbach so weit erniedrigte, dass die Gäste wieder wachsen konnten.

Tore: 1:0 Sandra Henig (38., nach Abpraller und Schuss von Denise Thurn), 2:0 Denise Thurn (47., aus nächster Nähe nach Flanke von Julia Rohmann), 2:1 Katharina Grießemer (54.), 2:2 Katharina Grießemer (56., Elfmeter), 2:3 Katharina Grießemer (77., nach Konter).

SV Reitsch – TSV Frickenhausen 3:1 (2:0). Die erste Saisonniederlage Frickenhausens im vierten Spiel ging mit heftigen Schuldzuweisungen einher: Spielertrainerin Anika Höß übte auch rund vierzig Stunden nach dem Abpfiff der Partie noch Druck auf den Gegner aus. Sie trat dabei als Anklägerin und Kronzeugin zugleich auf. „So möchte ich kein Spiel gewinnen. Was Reitsch gezeigt hat, hat mit Fairness wenig zu tun – wenn man die Spieler erst verletzen muss, um dann zu gewinnen“, teilte sie Montagvormittag mit.

Sie selbst bekam die Gangart der Gastgeberinnen am eigenen Leib zu spüren. Kurz vor der Halbzeit wurde sie von Julia Suffa von hinten „umgehauen“, dafür gab es Rot von Schiedsrichter Kevin Herbst aus der Gruppe Coburg. Ungesühnt blieben laut Höß die Attacken gegen Katrin Hauck, die nach 33 Minuten verletzt vom Rasen musste, und Kim Kissler, die zwei Minuten später einen Tritt in den Bauch bekommen haben soll. „Leider war es kein schönes Spiel“, stellte Anika Höß betrübt fest.

Der SV Reitsch stellt den Vorgang, der zum Platzverweis führte, auf seiner Internetseite so dar: „Als die eingewechselte Julia Suffa einen langen Ball erlief und allein auf des Gegners Tor zurannte, reklamierten die Gäste Abseits. Doch die Pfeife des Schiedsrichters blieb stumm. Sie ertönte vielmehr, als Suffa zum Schuss ausholte und die von hinten den Ball weggrätschende Gästespielerin traf. Der nervöse Unparteiische bestrafte die Reitscherin mit einer Roten Karte.“ Von einer „couragierten Leistung“ des SV und einer „rassigen Partie“ ist zudem die Rede.

Fußball wurde auch gespielt – sehr nervös zunächst von Frickenhausens Frauen, die nach drei Minuten gleich in Rückstand gerieten. Wenig später schoss Kim Kissler auf der Gegenseite übers Ziel hinaus. „Wenn sie da trifft, sieht das Ganze anders aus“, meinte Höß, die Vorlagengeberin. Noch zwei gute Chancen boten sich Frickenhausen in der ersten Hälfte – stets ausgehend von Freistößen Kisslers. Einmal schoss Manuela Schlör knapp vorbei, einmal hielt die Torhüterin den Ball. Reitsch war im Abschluss effizienter, Linda Querfurth gelang erst das 2:0, kurz nach der Pause das 3:0. Frickenhausens Reaktion darauf fiel eher verhalten aus. „Wir haben uns vom Gegner anstecken lassen und nicht mehr unser Spiel gespielt“, bemerkte Anika Höß.

Tore: 1:0 Sophia Dietze (3., nach Doppelpass mit Katrin Kittel), 2:0 Linda Querfurth (38.), 3:0 Linda Querfurth (55.), 3:1 Denise Stich (76., nach Vorarbeit von Jennifer Döll und Anika Höß), Rot: Julia Suffa (Reitsch, 44., Foulspiel).

Bezirksoberliga Frauen
 
FV Dingolshausen – VfR Stadt Bischofsheim 0:8  
ETSV Würzburg III – FC Hopferstadt 2:3  
FV Thüngersheim – TSV Prosselsheim 1:1  
FFC Bastheim/Burgwallbach – SV Albertshausen 3:1  
 
1. (1.) VfR Stadt Bischofsheim 4 4 0 0 20 : 1 12  
2. (2.) FC Hopferstadt 5 4 0 1 14 : 5 12  
3. (3.) Kickers Aschaffenburg 4 3 0 1 8 : 5 9  
4. (5.) FFC Bastheim/Burgwallbach 4 2 1 1 13 : 8 7  
5. (4.) ETSV Würzburg III 5 2 1 2 14 : 11 7  
6. (6.) TSV Prosselsheim 4 1 1 2 7 : 5 4  
7. (7.) SV Albertshausen/KG 4 1 0 3 7 : 11 3  
8. (8.) FV Thüngersheim 4 0 1 3 2 : 14 1  
9. (9.) FV Dingolshausen 4 0 0 4 1 : 26 0  

ETSV Würzburg II – FC Hopferstadt 2:3 (1:1). Manchmal fliegt einem das Glück einfach so zu. Für Hopferstadts Frauen war am Sonntag in Würzburg ein solcher Moment. In einem zerfahrenen Spiel waren sie zwar in Führung gezogen, doch nach zwei Toren des ETSV sahen sie sich eine Viertelstunde vor Schluss 1:2 hinten liegen. Die Würzburgerinnen hatten spätestens nach dem Ausgleichstreffer die Handlung auf dem Feld bestimmt, zu nennenswerten Torchancen kamen sie kaum. Hopferstadt blieb auch in der zweiten Halbzeit „weit unter seinen Möglichkeiten“, wie Trainer Hermann Träger mitteilte.

Seine Elf leistete sich im Mittelfeld viele Ballverluste, bot nur selten eine geglückte Ballstafette, so dass das Angriffsspiel fast zum Erliegen kam. Die Heimelf kombinierte zwar gefällig bis zum Sechzehner, blieb im Abschluss aber zu harmlos. Ihr Führungstreffer zum 2:1 resultierte aus einer Hopferstadter Fehlerkette, an deren Ende die Würzburgerin Samantha Hammonds stand. Aber der rasche Ausgleich hielt den FC im Spiel, und Julia Grimm erzielte unmittelbar vor Schluss noch das Siegtor. Sie stand einfach dort, wo eine richtige Torjägerin stehen sollte, und zwang somit für Hopferstadt das Glück.

Tore: 0:1 Julia Grimm (26.), 1:1 Lena Frankenberger (31.), 2:1 Samantha Hammonds (74.), 2:2 Nicole Wolf (77.), 2:3 Julia Grimm (89.).