FUSSBALL: LANDESLIGA

Frickenhausen mit zwei fatalen Auszeiten

Wenige Augenblicke höchster Desorientierung bringen die Frickenhäuserinnen beim Tabellenführer in Not. Am Ende rätseln sie selbst, wie sie 0:6 verlieren konnten.
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Wie sich Anja Schreck und die Frickenhäuserinnen auch drehten und wendeten, sie trafen nicht beim Tabellenführer. Foto: Foto (Archiv): Rausch
Landesliga Nord Frauen

 

Schwabthaler SV – TSV Frickenhausen 6:0  
SV Leerstetten – FC Pegnitz 4:1  
1. FC Nürnberg II – SpVgg Ebing 2:0  
SV Neusorg – SpVgg Oberfranken Bayreuth 7:1  

 

 

1. (1.) Schwabthaler SV 10 8 1 1 33 : 11 25  
2. (3.) 1. FC Nürnberg II 10 7 1 2 21 : 11 22  
3. (2.) SpVgg Ebing 10 6 1 3 27 : 13 19  
4. (6.) SV Neusorg 10 5 3 2 21 : 12 18  
5. (4.) SpVgg Greuther Fürth II 10 6 0 4 27 : 19 18  
6. (5.) FC Schweinfurt 05 9 5 0 4 27 : 13 15  
7. (7.) TSV Frickenhausen 10 4 1 5 19 : 25 13  
8. (8.) SV Veitshöchheim 9 3 3 3 20 : 17 12  
9. (9.) FC Karsbach 9 3 0 6 9 : 22 9  
10. (11.) SV Leerstetten 10 2 1 7 16 : 26 7  
11. (10.) SpVgg Oberfranken Bayreuth 9 2 0 7 8 : 29 6  
12. (12.) FC Pegnitz 10 1 1 8 11 : 41 4  

 

Schwabthaler SV – TSV Frickenhausen 6:0 (2:0). Bittere Niederlage für den TSV Frickenhausen: Mit einem halben Dutzend sind die Grün-Weißen beim Tabellenführer Schwabthaler SV abgewatscht worden: Dabei war die Partie keineswegs so eindeutig, wie das Ergebnis aussagt. Nur leisteten sich die Gäste zwei folgenschwere Schwächephasen, die der Erste gnadenlos ausnutzte.

Verhalten optimistisch waren die Frickenhäuserinnen nach Oberfranken gereist. Kampflos wollten sie sich dem Favoriten nicht ausliefern, und sie starteten mutig in die Partie. Früh attackierten sie die Heimelf im Spielaufbau und erzwangen damit häufig Ballverluste. Sie beschäftigten ihren Gegner derart, dass der über eine halbe Stunde kaum gefährlich über die Mittellinie kam. Doch am eigenen Torabschluss mangelte es: Wirkliche Gelegenheiten erarbeiteten sich die Gäste nicht.

Erst in den Minuten vor der Halbzeit fand der Spitzenreiter das richtige Mittel, die TSV-Deckung auszuhebeln. Hatte Lisa Uhl gleich mehrmals bravourös gerettet, blieb der Frickenhäuser Torfrau kurz vor dem Seitenwechsel doch das Nachsehen – und das gleich doppelt. Nachdem Marina Büttel getroffen hatte, vertändelten die Grün-Weißen direkt den Anstoß und kassierten prompt das 0:2 durch Lena Kestler.

Eine Hypothek, die für die Frickenhäuserinnen an diesem Tag zu groß sein sollte. Zwar starteten sie auch in die zweite Hälfte besser, sie brachten sich aber wieder nicht in gute Abschlusssituationen und leisteten sich nach gut einer Stunde erneut einen Blackout. Wie im ersten Durchgang waren die Gastgeberinnen zur Stelle und trafen gegen eine in dieser Phase desaströse TSV-Defensive drei weitere Male. Binnen acht Minuten erhöhte der Spitzenreiter das Resultat auf 5:0. Frickenhausen fing sich zwar, doch es war Lisa Uhl zu verdanken, dass die Partie nicht noch deutlicher verloren ging. Nur Lena Kestler traf kurz vor Schluss mit ihrem vierten Tor noch zum 6:0.

„Über weite Strecken waren wir ein ebenbürtiger Gegner, haben uns allerdings in den zwei Schwächephasen die Butter vom Brot nehmen lassen“, sagte TSV-Trainer Thomas Hofmann. Nun müsse im kommenden Heimspiel gegen Karsbach die richtige Reaktion folgen, um in der Tabelle nicht noch tiefer in den Keller zu rutschen.

Frickenhausen: Uhl; Paul, Anderl, Fabienne Väth (76. Wacker), Anja Schreck, Angelina Schreck, Lupper, Dick, Rauschenberger, Lysanne Väth (62. Kleine), Sing.

Schiedsrichter: Timo Fleischmann (Mönchröden). Zuschauer: 40. Tore: 1:0 Marina Büttel (44.), 2:0, 3:0, 4:0 Lena Kestler (45., 65., 67.), 5:0 Ronja Kohmann (72.), 6:0 Lena Kestler (88.).

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