Faustball

Frauen gewinnen gegen Verfolger

Segnitzerinnen fehlt noch ein Sieg zur Aufstiegsrunde, aber die Männer verlieren
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Nicht zu glauben: Für Andreas Lauck, den Trainer der Segnitzer Faustballmänner, war die Niederlage gegen Veitsbronn unerklärlich. Foto: Foto: Hartmut Hess

Auf den ersten Blick hat sich für die Segnitzer Bundesliga-Faustballerinnen und -Faustballer nichts Gravierendes geändert. Beide liegen noch auf dem zu Aufstiegsspielen berechtigenden zweiten Platz, beide haben erst zwei Spiele verloren und vier Zähler Vorsprung vor dem Tabellendritten. Aber gerade für die Männer ist diese vermeintlich gute Ausgangsposition dennoch trügerisch. Durch die Niederlage gegen Veitsbronn kommt den ausstehenden vier Spielen nämlich größere Bedeutung zu. Mit Dennach, Stammheim (18. Juli in Stammheim), Waldrennach und Grafenau (25. Juli in Grafenau) haben die Schützlinge von Andreas Lauck wohl das schwerste Restprogramm der Qualifikationsaspiranten.

2. Bundesliga Süd Männer Feld
 
TV Heuchlingen – TV Segnitz 0:3  
TV Segnitz – ASV Veitsbronn 2:3  
TV Heuchlingen – ASV Veitsbronn 0:3  
 
1. (1.) TV Stammheim 12 11 0 1 33 : 10 22 : 2  
2. (2.) TV Segnitz 12 10 0 2 32 : 11 20 : 4  
3. (3.) TV Waldrennach 12 8 0 4 28 : 18 16 : 8  
4. (4.) TSV Dennach 12 6 0 6 25 : 24 12 : 12  
5. (6.) ASV Veitsbronn 12 6 0 6 21 : 25 12 : 12  
6. (5.) TV Augsburg 12 5 0 7 24 : 26 10 : 14  
7. (7.) TuS Frammersbach 12 4 0 8 23 : 30 8 : 16  
8. (8.) TSV Grafenau 12 4 0 8 17 : 28 8 : 16  
9. (9.) TV Heuchlingen 12 0 0 12 5 : 36 0 : 24  
 

TV Heuchlingen – TV Segnitz 8:11 5:11 8:11

TV Segnitz – ASV Veitsbronn 12:10 2:11 7:11 13:11 10:12

„Unerklärlich“ lautet die erste Antwort, die Lauck zum 2:3 gegen Veitsbronn einfällt. Dabei denkt er sicherlich an den entscheidenden fünften Satz, in dem seine Schützlinge bereits mit 6:1 führte, bei 10:9 einen Matchball hatten, den aber nicht nutzen konnten und mit 10:12 verloren. „Da gingen die Köpfe schon nach unten“, berichtet Lauck. „Wir haben die Mannschaft aber wieder aufgerichtet. Die sind wieder heiß“, ist er sich sicher. Bei der Ursachenforschung stößt der Spielertrainer auf die große Hitze. Unter der habe sicherlich auch der Gegner gelitten, aber Veitsbronn hätte gegen Segnitz sein erstes Spiel des Tages bestritten. „Für uns dagegen war es schon das zweite.“ Das erste wurde gegen Schlusslicht Heuchlingen mühelos gewonnen.

2. Bundesliga Süd Frauen Feld
 
SV Wacker Burghausen – TSV Ötisheim 3:2  
TSV Ötisheim – TSV Schwieberdingen 0:3  
SV Wacker Burghausen – TSV Schwieberdingen 3:2  
SV Tannheim – TuS Freiberg 3:1  
TuS Freiberg – TV Segnitz 1:3  
SV Tannheim – TV Segnitz 2:3  
TSV Gärtringen – TV Eibach 1:3  
TV Eibach – TV Neugablonz 2:3  
TSV Gärtringen – TV Neugablonz 2:3  
 
1. (1.) TV Eibach 14 13 0 1 41 : 12 26 : 2  
2. (2.) TV Segnitz 14 12 0 2 38 : 14 24 : 4  
3. (3.) SV Tannheim 14 10 0 4 37 : 18 20 : 8  
4. (4.) TV Neugablonz 14 8 0 6 29 : 25 16 : 12  
5. (5.) SV Wacker Burghausen 12 7 0 5 22 : 23 14 : 10  
6. (6.) TuS Freiberg 14 4 0 10 18 : 35 8 : 20  
7. (7.) TSV Schwieberdingen 12 3 0 9 17 : 28 6 : 18  
8. (8.) TSV Gärtringen 14 2 0 12 15 : 38 4 : 24  
9. (9.) TSV Ötisheim 12 1 0 11 10 : 34 2 : 22  
 

TuS Freiberg – TV Segnitz 7:11 4:11 11:8 10:12

SV Tannheim – TV Segnitz 11:3 11:8 6:11 7:11 8:11

Während die Männer ihren vergebenen Chancen nachtrauern, lief für die Frauen am vorletzten Spieltages alles nach Plan. Vor allem der hart umkämpfte Fünf-Satz-Erfolg gegen den direkten Konkurrenten Tannheim könnte die halbe Miete hinsichtlich der Aufstiegsrunde sein. Nun müssten die Segnitzerinnen am letzten Spieltag – gegen Schwieberdingen und Eibach – schon beide Spiele verlieren und Tannheim beide gegen Burghausen und Neugablonz gewinnen, um mit leeren Händen dazustehen. Dass der Spieltag trotz parallel stattfindender bayerischer U 18-Meisterschaft so erfolgreich verlief, lag an der Tatsache, dass Segnitz auf die Nachwuchstitelkämpfe aus unterschiedlichen Gründen (Verletzung, Fahrprobleme) verzichtete. Und das war auch gut so. Denn speziell im Spiel gegen Gastgeber Tannheim war das stärkstmögliche Aufgebot gefordert.

Nach einem 0:2-Satzrückstand schienen die Segnitzerinnen klar auf der Verliererstraße. Mit toller Moral wehrten sie sich aber gegen die drohende Niederlage. „Ich muss meiner Mannschaft ein großes Kompliment machen, wie sie sich wieder ins Spiel zurückgekämpft hat. Das war bärenstark“, lobte Trainer Uli Lauck. Mit seinen klug platzierten Auszeiten trug er auch seinen Anteil zur erfolgreichen Aufholjagd bei, die nach rund zwei Stunden zu vier Matchbällen für seine Schützlinge geführt hatte. Eine – aus Sicht des Segnitzer Trainers – Fehlentscheidung der Schiedsrichterin sorgte noch einmal für Spannung. Sie hatte beim Aufschlagpunkt der Gäste eine Berührung der Leine gesehen. „Wahrscheinlich als einzige“, schüttelt Lauck auch noch Tage später den Kopf. In der Folge spielten Segnitz' Frauen den Satz aber doch noch sicher nach Hause.

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