FUSSBALL: KREISKLASSE SCHWEINFURT 2

FC Fahr will mehr: Aufstieg ist ein Thema

Der FC Fahr mausert sich vom Kellerkind zum Aufstiegskandidaten. Warum Abteilungsleiter Stefan Hofmann seinem Trainer den Erfolg besonders gönnen würde.
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Fahr-Trainer Manfred Linke betreute viele seiner Schützlinge bereits in der Jugend. Foto: Foto: Hans Will

Spät hatten die Fahrer Fußballer in der Vorsaison den Ligaerhalt in der Kreisklasse geschafft, damit aber die eigenen Erwartungen nach dem Aufstieg mehr als erfüllt. Auch dieses Jahr wollen die Kicker von der Mainschleife ihre Ambitionen befriedigen, vorne mitspielen lautete die Marschroute vor Rundenbeginn. Forsche Worte des letztjährigen Abstiegskandidaten, der diesen allerdings Taten hat folgen lassen und aktuell auf dem Relegationsplatz steht. Sogar das Wort „Aufstieg“ ist mittlerweile kein verbotenes mehr.

Im hinteren Mittelfeld als Neunter lief der FC Fahr in der vergangenen Spielzeit über die Ziellinie. Mit 31 Punkten hatten die Rot-Schwarzen das Klassenziel verdientermaßen erreicht und durchaus auch spielerisch überzeugt. Die Konkurrenz wunderte sich gar, weshalb der Neuling so weit hinten in der Tabelle stand. „Ich bin öfter gefragt worden, warum wir so schlecht stehen“, erinnert sich Abteilungsleiter Stefan Hofmann, der den Klassenerhalt allerdings als Erfolg wertete, selbst wenn mehr möglich gewesen wäre.

Die Mannschaft ist heiß

Und genau dieses Mehr will die Elf Manfred Linkes nun in dieser Saison erreichen. Viel Überzeugungsarbeit musste der Übungsleiter für sein Vorhaben, die Spitze angreifen zu wollen, dabei aber nicht leisten. „Wir hatten in der Vorbereitung wieder ein Trainingslager, auf dem wir mit der Mannschaft über die Zielsetzung für die anstehende Runde gesprochen haben. Der Tenor war der, oben mitspielen zu wollen“, so Hofmann. Zwar sei er zunächst skeptisch gewesen – Hofmann beschreibt sich selbst als eher zurückhaltenden Menschen – nach der Hinrunde ist aber auch er vollends überzeugt.

Denn das kickende Personal, das vornehmlich aus Spielern aus der eigenen Jugend besteht, unterstrich seine Ambitionen eindrucksvoll. Nicht nur in den stets mit über 20 Spielern besuchten Trainingseinheiten, auch im Spielbetrieb. Nur drei Mal gaben die Fahrer bisher Zähler ab. Und das innerhalb einer Woche. Gegen den fulminanten Aufsteiger und aktuellen Tabellenführer aus Oberndorf folgte nach drei Siegen zum Auftakt der erste Punktverlust. „Beide Teams hätten das Feld als Gewinner verlassen können“, blickt Hofmann zurück. Nur vier Tage später setzte es gegen Gochsheims Reserve die bisher einzige Niederlage, ehe am Mittwoch darauf das 1:1-Remis gegen Geiselwind folgte.

„Besser wir haben eine schlechte Woche, als eine Negativserie, die über Wochen geht“, findet Hofmann, der allerdings keinen wirklichen Grund für diese Schwächephase ausmachen konnte. Zwar fehlten mit Matthias Linke und Sebastian Koßner zwei der drei Spielführer mehrere Spiele verletzungsbedingt, ebenso wie Simon Weidinger nicht immer zur Verfügung stand, aber daran will der Abteilungsleiter diese nicht festmachen. Schließlich nahmen die Seinen am darauffolgenden Sonntag gegen Rimbach/Lülsfeld wieder Fahrt auf und eilten seitdem von Erfolg zu Erfolg. Mit der besten Abwehr der Liga – nur elf Gegentreffer hat der FC kassiert – katapultierten sich die Rot-Schwarzen auf Platz zwei. Tabellenführer Oberndorf hat zwar sechs Punkte Vorsprung, aber zwei Spiele mehr auf dem Konto.

„Wenn nicht heuer, wann dann“

„Das ist Wahnsinn. Die Jungs sind so fokussiert. Vor den Spielen herrscht in der Kabine eine intensive Stimmung. Der Trainer müsste eigentlich gar nichts mehr sagen“, sagt Hofmann. Jeder wolle unbedingt spielen und sei entsprechend bedient, wenn er auf der Bank sitze. Deshalb glaubt der Funktionär auch, dass die Mannschaft den Aufstieg in dieser Saison schaffen kann. „Wenn nicht heuer, wann dann“, fragt Hofmann, der den Erfolg vor allem Übungsleiter Manfred Linke gönnen würde. Schließlich ist der 52-Jährige einer der Väter des Erfolgs, der viele seiner aktuellen Spieler bereits in der Jugend betreut hatte. Und mit drei Siegen kämen die Fahrer dem Ziel drei weitere Schritte näher.

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