Ein „klassisches Unentschieden-Spiel“ hatte Christian Graf gesehen. Dumm nur, dass es am Ende 0:1 gegen den Würzburger FV ausging. „Bitter und schade“ fand der Trainer deshalb die knappe Niederlage bei der DJK Ammerthal. „Beide Mannschaften hatten zwei Chancen, Ammerthal hat eine genutzt, wir keine. Deshalb stehen wir mit leeren Händen da“, sagte Graf. Und zog den Schluss: „Wir müssen kaltschnäuziger werden.“

Schließlich hatten die Würzburger schon in der ersten Hälfte Gelegenheiten, in Führung zu gehen. Doch diesmal fehlte Andreas Hetterich die Abgebrühtheit, als er nach gut einer Viertelstunde alleine auf den Kasten der Gastgeber zustürmte. Er hob den Ball über Ammerthals Torwart, leider aber auch über die Latte. Nach 21 Minuten löste Hetterich mit einem Freistoßaufsetzer erneut Gefahr vor dem Ammerthaler Gehäuse aus. „Wären wir in Führung gegangen, hätte die Partie sicher einen anderen Verlauf genommen“, so Graf. So aber nutzte Ammerthal in der zweiten Hälfte die Gelegenheit zum Sieg. Michal Pospisil, 35, ein tschechischer Ex-Profi mit Champions-League-Erfahrung, legte den Ball nach einem Doppelpass auf Florian Fromholzer, und der traf mit der Spitze zum 1:0 für die DJK (67.). Dem WFV fehlten die Mittel für eine Wende. Würzburg: Kunze – Eck, Droesler, Slintchenko, Ganzinger – Mabikonou (81. Hofmann), Heim – Hilgert, Tahir, Dellinger – Hetterich. Tor: 1:0 Fromholzer (67., nach Doppelpass). Schiedsrichter: Joshua Roloff (Nürnberg). Zuschauer: 380.