TISCHTENNIS: BAYERNLIGA

Etwashausen erfüllt die Statistik und die Erwartung

Mehr Mühe, als das Ergebnis zeigt, hatten die Etwashäuser beim 9:3 gegen Passau. Warum mit dem glatten Heimsieg dennoch nichts schief gehen konnte.
Artikel drucken Artikel einbetten
Markus Jäger gewann sein Einzel für Etwashausen noch, nachdem er die ersten beiden Sätze schon verloren hatte. Foto: Karl Unger

Während im Fußball oder Handball dem Zufall Tür oder Tor geöffnet ist, gilt Tischtennis als eine weithin berechenbare Sportart. Es gibt verlässliche Parameter, nach denen sich die Leistung der Spieler und damit einer Mannschaft bemisst. Über persönliche Bilanzen und Ratings lässt sich einigermaßen seriös die Stärke eines Teams feststellen – und so sind Ausreißer und Überraschungen oft dann zu beobachten, wenn ein oder mehrere Spieler einen schwarzen Tag erwischt haben. So etwas soll es geben, ist allerdings selten. Der 9:3-Sieg der Etwashäuser gegen Passau fügte sich ins bewährte Muster und galt als vorhersehbar.

Lange war dieser Erfolg gegen die Niederbayern nur eine Frage der Höhe und nicht des Ob gewesen, nachdem die Gastgeber alle sechs Partien des ersten Einzel-Durchgangs gewonnen hatten. Doch beileibe nicht alle hatten so leichtes Spiel wie Felix Günzel und Kapitän Christoph Sasse, die in jeweils drei Sätzen über ihre Gegner hinwegfegten. Die anderen vier brauchten dafür fünf Sätze – und vor allem bei Bastian Herbert war die Sache am Ende äußerst haarig. Letztlich entschied er diesen Satz mit 11:9 für sich, ein Ausbund seines durch starke Auftritte der letzten Wochen sprunghaft gewachsenen Selbstvertrauens?

Markus Jäger, der die letzten beiden Spiele erkrankt gefehlt hatte, musste noch härter ringen, nachdem er die ersten zwei Sätze verloren hatte. Den entscheidenden Satz gewann er 11:6. Als Kamil Michalik und Günzel ihre Partie zu Beginn des zweiten Durchgangs verloren, schien die Dramaturgie dieses Nachmittags noch einmal neu geschrieben zu werden. Aber wer anders als Bastian Herbert hätte die Hoffnungen der Passauer auf drastische Art und Weise – mit einem Sieg in drei Durchgängen– platzen lassen sollen? Nach nicht einmal drei Stunden hatte der TVE der Statistik Genüge getan.

Die Statistik des Spiels
TV Etwashausen - TTC Fortuna Passau 9:3 (27:17 Sätze)
Günzel/Herbert – Vorisek/Schröttner 3:0 (11:7; 11:8; 11:6)
Michalik/Sasse – Grzyb/Schaller 0:3 (9:11; 7:11; 7:11)
Jäger/Jung – Rozinek/Lederer 3:0 (11:6; 11:5; 14:12)
Michalik – Rozinek 3:2 (9:11; 11:7; 7:11; 11:5; 11:5)
Günzel – Grzyb 3:0 (11:7; 11:9; 12:10)
Herbert – Schröttner 3:2 (7:11; 11:5; 10:12; 11:3; 11:9)
Jäger – Vorisek 3:2 (4:11; 8:11; 11:2; 11:6; 11:6)
Sasse – Lederer 3:0 (11:2; 11:6; 11:7)
Jung – Schaller 3:2 (11:6; 12:10; 9:11; 9:11; 11:5)
Michalik – Grzyb 0:3 (9:11; 10:12; 9:11)
Günzel – Rozinek 0:3 (7:11; 10:12; 8:11)
Herbert – Vorisek 3:0 (14:12; 11:6; 11:9)
Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren