Handball-Landesliga Nord Männer

Etwashausen düpiert den Spitzenreiter

Ein Traum? Das fragt sich mancher in Etwashausen nach dem Auftritt gegen den Tabellenführer. Nicht der souveräne Titelanwärter geht aus der Partie als Sieger hervor, sondern der vom Abstieg bedrohte Tabellenvorletzte.
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Geballte Freude: Etwashausens Tobias Herrling. Foto: Foto: Stöckinger
Landesliga Nord Männer

TSV 1861 Mainburg – TS 1887 Selb 25:23  
HSG Lauf/Heroldsberg – DJK Waldbüttelbrunn 25:27  
TSV Partenstein – TV Roßtal 26:25  
HSV Main-Tauber – HG SGS/TV Amberg 33:25  
MTV Stadeln – ASV 1863 Cham 30:29  
TV Etwashausen – TG Landshut 36:31  
TV Helmbrechts – TV Münchberg -  

1. (1.) TG Landshut 15 13 0 2 462 : 389 26 : 4  
2. (2.) DJK Waldbüttelbrunn 15 12 1 2 441 : 321 25 : 5  
3. (3.) HSG Lauf/Heroldsberg 15 9 2 4 459 : 410 20 : 10  
4. (4.) TV Münchberg 14 9 0 5 460 : 405 18 : 10  
5. (5.) TV Roßtal 15 8 1 6 426 : 424 17 : 13  
6. (7.) TSV Partenstein 15 8 1 6 425 : 423 17 : 13  
7. (6.) ASV Cham 15 6 4 5 428 : 415 16 : 14  
8. (8.) TV Helmbrechts 14 7 0 7 425 : 416 14 : 14  
9. (10.) HSV Main-Tauber 15 6 2 7 447 : 468 14 : 16  
10. (9.) TS Selb 15 6 0 9 391 : 407 12 : 18  
11. (12.) MTV Stadeln 15 4 1 10 392 : 466 9 : 21  
12. (11.) HG SGS/TV Amberg 15 3 1 11 407 : 468 7 : 23  
13. (13.) TV Etwashausen 15 3 1 11 420 : 516 7 : 23  
14. (14.) TSV Mainburg 15 3 0 12 347 : 402 6 : 24  

TV Etwashausen – TG Landshut 36:31 (17:19). Tags danach konnte es selbst Abteilungsleiter Hans Sauer noch nicht so richtig fassen, was da seine Etwashäuser Handballer da geschafft hatten. „Ich denke, ich träume fast noch. Wir haben Landshut wohl auf dem falschen Fuß erwischt“, sagte er. Dabei hatte Etwashausen für die Partie gegen den Tabellenführer fast das letzte Aufgebot aufs Feld schicken müssen. Wegen der Personalprobleme standen in Neuzugang Christoph Weigand (TSV Iphofen) und Dominik Ruschin zwei Akteure aus der zweiten Mannschaft im Kader.

Nach zunächst ausgeglichenem Spiel schien mit dem Treffer der Gäste zum 6:10 alles den erwarteten Gang zu nehmen. Doch die Etwashäuser ließen nicht locker, und sie kämpften sich über 13:13 und 15:15 heran. Kurz vor dem Halbzeitsignal hatte Andreas Trabold mit einem Pfostentreffer noch Pech, zu Beginn der zweiten Hälfte legten die Gastgeber dann richtig los. Zunächst vergab Denis Motscha einige Male aus guter Position – und doch erhöhte seine Mannschaft die Führung auf 23:20, einmal gar bis auf acht Tore (30:22). Landshut, nur mit zehn Akteuren angereist, fiel nichts ein, um die Partie gegen die nun ihre Chance witternden Etwashäuser noch zu drehen. In Rückstand geraten, versuchten es die Gäste mehr mit Gewalt als mit Spielwitz.

Dazu stand Etwashausens Abwehr um die starken Andreas Kister und Maximilian Schmidt solide ihren Mann. Wirkungsvoll unterband sie das Landshuter Spiel über den Kreisläufer, so dass die Gäste gezwungen waren, oft von den Außenpositionen zu werfen. Im Tor bot Maximilian Murray eine überragende Leistung. Er sorgte am Ende aber für den einzigen Wermutstropfen. Nachdem er sich wenige Sekunden vor Schluss zu sehr und mit den Beinen voraus in Richtung eines gegnerischen Angreifers geworfen hatte, zogen die beiden Schiedsrichter die Rote Karte. Ein Bericht samt Sperre wird wohl folgen, glaubt Abteilungsleiter Sauer.

Dass sich seine Mannen hinterher über den Sieg freuen durften, lag auch an der starken Trefferquote von Tobias Herrling. „Von außen hatte er kaum einen Fehlwurf. Aber entscheidend war die Abwehr“, so Sauer. Er hofft, dass der Überraschungserfolg nicht nur ein Strohfeuer gewesen sei. „Wir dürfen nicht zu lange auf Wolke sieben schweben und müssten am besten nächste Woche in Selb nachlegen.“

Etwashausen: Andreas Trabold 11/5, Tobias Herrling 10, Andreas Kister 8, Maximilian Schmidt 5, Andreas Motscha 1, Christian Pfeuffer 1; Landshut: Abeltshauser 8/2, Axthaler 8, Reitmeier 7, Hübner 5, Böhner 1, Germowitz 1, Schwarz 1.

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