TV Etwashausen - HSV Bergtheim 31:22 (18:8).

"Die Mannschaft überrascht mich immer wieder. Ich habe schon mit großen Augen auf die Anzeigetafel geblickt", freute sich die glückliche Trainerin des TV Etwashausen, Ela Flohr, nach dem historischen Sieg gegen den HSV Bergtheim.
Auch der Ehrenvorsitzende des TVE, Erwin Müller, war über den ersten Erfolg im Bayernliga-Lokalderby begeistert: "Das war ein, auch in dieser Höhe, verdienter Sieg. Man hat doch gemerkt, dass Bergtheim, im Gegensatz der letzten Jahre, einen erhöhten Aderlass zu verzeichnen hat. Aber so ist es im Sport, da gibt es immer Höhen und Tiefen - und wer das nicht ausnutzt, ist selbst schuld."

Schnelle 7:1-Führung


Die TVE-Damen legten los wie die Feuerwehr.
Nach elf Minuten lag das Flohr-Team schon mit 7:1 in Front und das überraschte auch die neue Trainerin: "Meine Mannschaft war vor dem Spiel sehr nervös, weil sie noch nie gegen Bergtheim gewonnen hatte." Erwin Müller sah darin aber auch einen Motivationsschub, weil Lokalderbys immer ihren eigenen Charakter haben. Auffällig war, dass die ersten sechs Treffer alle durch verschiedene Spielerinnen des TVE fielen. Die Gäste konnten in dieser Phase gegen ein hoch motiviertes Team nicht mithalten, rannten sich immer wieder an einer gut organisierten Abwehr fest. Wenn einmal ein Ball durchkam, war auf Torfrau Daniela Braun Verlass, die mit ihren Paraden Bergtheims Werferinnen zum Verzweifeln brachte.
Eine Bank stellte auch Melanie Meyer dar, die acht Mal vom Siebenmeterpunkt antrat und sich keinen Fehlwurf leistete. Nach der sicheren Führung in der ersten Halbzeit gab es im zweiten Spielabschnitt doch ein paar Durchhänger. "Es ist schwierig, sich die ganzen 60 Minuten voll zu konzentrieren. Wenn man die Mannschaft dann umstellt, funktioniert auch nicht immer alles", erklärte Flohr das Sinken des Spielniveaus.
Dass eine Mannschaft am Anfang einer Runde fünf, sechs Spiele braucht, um sich richtig zu finden und Spielpraxis zu sammeln, weiß Erwin Müller mit seiner langjährigen Erfahrung. "Man hat es heute an den vielen technischen Fehlern auf beiden Seiten gemerkt. Das wird hoffentlich durch intensives Training bei uns von Spiel zu Spiel besser werden."

Bergtheims Ergebniskosmetik


In der Schlussphase blitzte zeitweise das Können der Gäste aus Bergtheim auf und Regina
Gothe konnte ihre Torausbeute auf sieben Treffer erhöhen.
Da betrieb der Gast noch etwas Ergebniskosmetik, was jedoch am klaren Erfolg der Gärtnerinnen nichts änderte. "Wir wollten heute um jeden Preis gewinnen und das ist uns auch gelungen. Wir werden weiterhin hart trainieren, um einen guten und schönen Handball zu spielen. Am Ende der Saison wollen wir nicht schlechter dastehen als in der letzten Runde", beschreibt TVE-Trainerin Ela Flohr das Saisonziel. "Wir haben heute zwei Punkte gewonnen, jetzt haben wie vier, die kann uns keiner mehr nehmen", lautete der Schlusskommentar des Ehrenvorsitzenden.

TV Etwashausen: Daniela Braun, Judith Keilholz, Julia Hebling, Ann-Kathrin Lang 1, Melanie Meyer 3, Laura Knorz 2, Carolin Straßberger 3, Nadine Arlt 1, Anna-Marie Renner 1, Julia Meyer 1, Isabella Renner 6, Ricarda Suciu 1, Melanie "Melle" Meyer 12/8.
HSV Bergtheim: Lena Schulmeyer, Annika Tucher, Kristina Ries 4, Nina Theben 1, Simone Weber, Hannah Amthor 5, Regina Gothe 7, Bernadette Obermeyr 1, Annika Bezina 3/1, Sandra Hämmerlein 1/1.