FUSSBALL: U17-POKAL

Erst der zwölfte Elfmeter entscheidet

Die U17-Junioren der JFG Schwanberg gewinnen in einem sehenswerten Finale den Pokal der Landrätin. Zuvor müssen alle Beteiligten durch ein echtes Nervenspiel.
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Cedric Gringel von der JFG Schwanberg (rechts) wirft sich dem Kitzinger Luca-Kerres in den Weg. Foto: Foto: Hans Will

Überschwänglich haben die U17-Juniorenfußballer der JFG Schwanberg am Mittwochabend ihren Sieg im Endspiel des Landräte-Pokals bejubelt. Erst im Elfmeterschießen hatten sie den SSV Kitzingen mit 6:5 bezwungen. Nach der regulären Spielzeit hatte es 2:2 (1:1) gestanden.

„Es war ein klasse Spiel von beiden Mannschaften. Jeder hätte verdient gehabt, zu gewinnen“, erklärte JFG-Trainer Patrick Weltner angetan. Dabei waren die Kitzinger besser in die Partie gekommen und nach einem Eckball durch Shendrit Gashi früh in Führung gegangen. Die leicht favorisierten Siedler, die in der Kreisliga spielen, bestimmten die Begegnung. Erst nach rund einer Viertelstunde fanden sich die Hausherren besser zurecht. „Ab diesem Zeitpunkt war es ein offener Schlagabtausch“, sagte Weltner.

Die besseren Möglichkeiten boten sich aber weiterhin dem SSV, als erneut Gashi, Nino Hammer oder Rico Wenkheimer nur knapp verpassten. „Wir hatten einige Chancen, haben sie aber leider nicht genutzt“, ärgerte sich SSV-Coach Rudolf Wenkheimer. Als dessen Sohn schließlich kurz vor dem Seitenwechsel mit einer Fünf-Minuten-Zeitstrafe vom Platz musste – aus Sicht beider Trainer völlig überzogen –, schlugen die Gastgeber umgehend zu: Paul Kern erzielte nach einem Freistoß den verdienten Ausgleich.

Und es sollte noch besser für die JFG kommen, denn Jakob Wehr vollendete einen Sololauf zu Beginn der zweiten Hälfte zur 2:1-Führung. „Danach haben wir sogar die Möglichkeit zum 3:1, kassieren aber im Gegenzug den Ausgleich“, so Weltner. Nach Rico Wenkheimers fulminantem Schuss aus 20 Metern ins Tor ging es hin und her, ohne dass ein weiteres Tor fiel. Also musste das Elfmeterschießen über den Sieger entscheiden.

Bei diesem Nervenspiel sahen sich die Gastgeber erneut im Vorteil, als JFG-Schlussmann Darius Gringel ge-gen Tim Haßlauer parierte. Doch aus Weltners Sicht nicht nachvollziehbaren Gründen ließ Schiedsrichter David Hofmann (Sulzfeld) den Elfmeter wiederholen. „Der Unparteiische hatte wirklich keinen guten Tag“, kritisierte auch Wenkheimer die Spielleitung Hofmanns, der während der regulären Spielzeit schon sehr kleinlich und übertrieben gepfiffen habe.

Zwar traf Haßlauer im zweiten Versuch, doch wenig später jagte Leon Weckert den Ball über den Balken, und Darius Gringel verwandelte entscheidend. „Es war ein sehr faires Spiel auf gutem Niveau. Beide Teams haben eine tolle Leistung gezeigt“, so Wenkheimer, und Weltner pflichtete ihm bei: „Es war von außen sehr schön anzuschauen.“ Für die JFG Schwanberg geht es in der nächsten Runde nun gegen die Würzburger Kickers, die sich am Donnerstagabend mit 10:2 gegen den Würzburger FV durchgesetzt haben.

Die Statistik des Spiels

JFG Schwanberg – SSV Kitzingen 6:5 i. E. (2:2; 1:1)

JFG Schwanberg: Darius Gringel – Herrmann, Wehr, Bandelow, Rauscher, Felbinger, Prochazka, Kern, Cedric Gringel, Florian Rauscher, Freimann. Eingewechselt: Koptew (30.), Kern (30.), Schumann (37.).

Kitzingen: Josch – Haßlauer, Herrmann, Weckert, Kerres, Dlab, Wenkheimer, Perciu, Mafenbeier, Hammer, Gashi. Eingewechselt: Carrara (6.), Quiako (67.).

Schiedsrichter: David Hofmann (Sulzfeld).

Zuschauer: 70 (in Sickershausen).

Gelbe Karten: Freimann, Cedric Gringel; Wenkheimer, Haßlauer, Gashi.

Zeitstrafe: Wenkheimer (Kitzingen, 39., Halten).

Tore: 0:1 Shendrit Gashi (4.), 1:1 Paul Kern (40.), 2:1 Jakob Wehr (50.), 2:2 Rico Wenkheimer (53.) – Elfmeterschießen: 0:1 Luca Kerres, 1:1 Elia Freimann, 1:2 Marco Perciu, 2:2 Paul Kern, 2:3 Tim Haßlauer, 3:3 Justin Felbinger, 3:4 Rico Wenkheimer, 4:4 Jakob Wehr, 4:5 Shendrit Gashi, 5:5 Jonas Prochazka, Leon Weckert schießt über das Tor, 6:5 Darius Gringel.

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