Handball

Ernster Appell gegen die Gewalt

Dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist, dürfte inzwischen jedem klar sein. Es wird sogar von den Handballfunktionären überwacht. „Wir lesen im Internet mit und reagieren auf Äußerungen", sagt Bezirksvorsitzender Heinz Staubitz. „Wir wollen keine Randale wie in anderen Sportarten.“
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Abschied und Einstand:

Mehr als dreißig Jahre war Anni Placht Schulsportreferentin des Handball-Bezirks Unterfranken. Im Zuge ihrer Pensionierung als Sportlehrerin am Würzburger Deutschhaus-Gymnasium hat die ehemalige Rekordnationalspielerin (127 Einsätze) und Handballerin des Jahres 1980 nun auch ihre Tätigkeit für den Verband beendet. Plachts Nachfolgerin im Amt der Schulsportreferentinist Gerlitta Brunner (Mainbernheim).

Fair ist mehr:

Gerd Schäfer, im Bezirksvorstand für den Spielbetrieb zuständig, richtete einen ernsten Appell an die Vereine: „Seht zu, dass junge Schiedsrichter nicht niedergemacht werden. Wir brauchen sie und wollen sie nicht verlieren.“ Es fehlt an Unparteiischen, um alle Partien in den niederen Klassen und den Jugend-Ligen mit neutralen Schiedsrichtern zu besetzen.

Ab zum Arzt:

Wie viele Atteste benötigt eine Mannschaft, um ein Spiel absagen zu können? Das kommt darauf an. Entscheidend ist nicht die Zahl der ärztlichen Bescheinigungen, die der spielleitenden Stelle vorgelegt werden, wie Gerd Schäfer erläuterte, sondern die Spielfähigkeit der Mannschaft: Wer mindestens sieben gesunde Akteure aufbieten kann, der muss antreten.

Wachsame Funktionäre:

Dass das Internet kein rechtsfreier Raum ist, dürfte inzwischen jedem klar sein. Es wird sogar von den Handballfunktionären überwacht. Im Kontakt-Netzwerk „Facebook“ rief ein Fan offenbar im Vorgriff einer Begegnung Gleichgesinnte zu Aggressionen in fremder Halle auf. Letztlich war es bei diesem Aufruf, der angeblich nicht so ernst gemeint war, geblieben. Zu Vorfällen kam es nicht. „Wir lesen im Internet mit und reagieren auf solche Äußerungen“, warnte Bezirksvorsitzender Heinz Staubitz alle Nachahmer. „Wir wollen keine Randale wie in anderen Sportarten.“

Weniger Ligen, weniger Spiele:

Der Handball-Sport in Unterfranken verzeichnet einen Entwicklungsrückgang – zumindest in der amtlichen Statistik. Zur Saison 2011/12 gab es 31 Spielgruppen. Im Vorjahr waren es noch 35 gewesen. Entsprechend geringer fiel die Zahl der ausgetragenen Partien aus: Sie reduzierten sich von 1961 auf 1754. Sechzehn Teams, vorwiegend der Nachwuchssparte, meldeten sich während der Runde sogar ganz ab. Auch die Pokalrunde folgte mit weniger Teilnehmern diesem Abwärtstrend.

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