FUßBALL-MEISTER 2018/19 (III)

Erhöhter Spaßfaktor bringt den Erfolg

Wie ein Absteiger mit neuem Trainer-Duo auf Anhieb die Rückkehr in die Kreisklasse schaffte und was ein Übungsleiter Besonderes dazu beitrug.
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Der Zusammenhalt ist für Spielertrainer Maximilian Wunder (oben), der den VfR Bibergau zusammen mit Dustin Höppner betreut, einer der Gründe für den Aufstieg in die Kreisklasse. Foto: Foto: Hans Will

Die meisten Punkte gesammelt (68), die meisten Tore erzielt (85) und die wenigsten kassiert (20): Zahlen, die belegen, dass es an der Vormachtstellung des VfR Bibergau in der abgelaufenen Saison der A-Klasse 3 Würzburg nichts zu deuteln gab. Bereits zu Ostern, bei immerhin noch vier ausstehenden Spielen, brachte die Mannschaft den Titel unter Dach und Fach. Am Saisonende hatte sie satte elf Zähler Vorsprung auf den ersten Verfolger Bayern Kitzingen II.

Besser hätte die Premieren-Saison in Bibergau für das Trainerduo Maximilian Wunder/Dustin Höppner also nicht laufen können. Zumal nach dem Abstieg aus der Kreisklasse im Vorjahr erst einmal Ungewissheit herrschte, wie schnell die Mannschaft das Misserfolgserlebnis würde abschütteln können. Doch Anpassungsprobleme hatte das Team in der A-Klasse keine. „Wir haben viele Sachen verändert,“ sagt Wunder und meint damit vor allem Innovationen in puncto Trainingsmethodik. Die kamen beim Team hervorragend an. Mit dem Spaßfaktor stieg auch die Trainingsbeteiligung. Oftmals seien die Spieler bereits eine halbe Stunde vor dem offiziellen Trainingsbeginn auf dem Platz gewesen, um sich warm zu machen,“ freut sich der 29-Jährige über den Eifer seiner Schützlinge.

Fleiß, der sich auszahlen sollte. Zweifel an der sofortigen Rückkehr in die Kreisklasse ließ der VfR im Saisonverlauf jedenfalls nicht wirklich aufkommen. Einzig kurz vor der Winterpause schwächelte die Elf aus dem Dettelbacher Stadtteil etwas und kassierte in dieser Phase ihre einzigen Saisonniederlagen gegen Repperndorf (1:2) und Bayern Kitzingens Reserve (2:3). Zu diesem Zeitpunkt sei die Luft ein bisschen raus gewesen bei seiner Mannschaft, blickt Wunder zurück. Ansonsten habe man es aber geschafft, sich von Spiel zu Spiel immer wieder auf den nächsten Gegner zu konzentrieren. Der Übungsleiter, der sich selbst mit 24 Treffern die Torjägerkanone der Liga schnappte, nennt darüber hinaus die gute Mischung aus vielen jungen Spielern und dem einen oder anderen erfahrenen Akteur sowie den Zusammenhalt als weitere Erfolgsfaktoren.

Gute Voraussetzungen eigentlich, dass das nächste Bibergauer Gastspiel in der Kreisklasse diesmal länger dauert als die letzten beiden. Die waren nämlich nach zwei beziehungsweise einem Jahr wieder beendet. Ein gesicherter Mittelfeldplatz sei auf jeden Fall drin, ist Wunder, der als Spieler ebenso wie sein Trainerkollege Dustin Höppner über Landesliga-Erfahrung verfügt, im Hinblick auf die neue Saison zuversichtlich. Dann kann er auch auf die Unterstützung zweier neuer Spieler zählen. Ebenso wie der frühere Abtswinder Patrick Hock schließt sich auch Torwart Christian Gedrat von der SG Buchbrunn/Mainstockheim dem A-Klassen-Meister an.

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