Handball: SpVgg Giebelstadt

Ein neuer Torwart trägt die Hoffnung

Giebelstadt will sich für eine „katastrophale Rückrunde“ rehabilitieren. Trainer Christoph Bauer vermeidet dabei Kampfansagen an die Konkurrenz.
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Die Männer der SpVgg Giebelstadt in der Saison 2012/13: (hinten von links) Philipp Graf, Trainer Christoph Bauer, Manuel Michel, Andreas Michel, Max Beisheim, Sebastian Kranz; (vorne von links) Benjamin Pabst, Jochen Beisheim, David Wyrwas, Lukas Gerstner, Kilian Rhein, Florian Kemmer. Foto: Foto: SpVgg Giebelstadt

Die sichtbaren Wunden, das tiefblaue Auge, das sich Giebelstadts Männer mit einer „katastrophalen Rückrunde“ im Frühjahr dieses Jahres eingehandelt haben, sind vergangen. Doch psychisch ist dieser Leistungseinbruch noch nicht ganz verarbeitet. Spielertrainer Christoph Bauer identifiziert Verletzungen und Konditionsdefizite letztlich als fatale Mischung. Deshalb hat Bauer in der Vorbereitung vor allem an der Fitness seiner Schützlinge gearbeitet, um vor einem erneuten Einbruch gewappnet zu sein.

Bauer waren die Erfahrungen des Abstiegskampfs neu, die er aus seinen Landesliga- und Bayernligazeiten in Rödelsee und Waldbüttelbrunn nicht gewohnt war. Der gebürtige Nördlinger hofft, dass seine Schützlinge ihre Lektion gelernt haben. Vor allem ein Neuzugang lässt ihn hoffen. In Carsten Roller aus Waldbüttelbrunn hat Giebelstadt einen höherklassig erfahrenen Torsteher gewonnen, der zum Rückhalt werden und den bisherigen Alleinunterhalter im Tor David Wyrwas aus der Schusslinie nehmen soll. Verabschiedet hat sich nur Till Kreisel (zur TG Würzburg), dafür wollen die beiden gebürtigen Giebelstädter und Rimpar-Rückkehrer Philipp Graf und Benjamin Pabst bei der SpVgg zeigen, was sie können.

Bauer sagt: „Es gilt, baldmöglichst genügend Punkte für den Klassenverbleib zu ergattern.“ Der 29-Jährige ist kurz vor Saisonbeginn zufrieden mit der physischen Verfassung seines Personals – und auch spielerisch scheint es zu passen. Gegen den württembergischen Landesligisten TV Hardheim schaffte es Giebelstadt, zwei von insgesamt vier Halbzeiten für sich entscheiden.

Der Handballlehrer und Pädagoge am Würzburger Deutschhaus-Gymnasium baut auf seine Leistungsträger Max Beisheim und Florian Kemmer, die auch in der Mannschaftshierarchie exponierte Rollen spielen. Zu Zeiten, da Bauer nicht selbst auf dem Spielfeld steht, sieht er sie jeweils als verlängerten Arm an. Bauer ist allerdings zu sehr Handballer, um permanent draußen zu sitzen. So sucht er derzeit noch einen zweiten Mann für die Bank, und er hofft auf die Zusage des früheren Torhüters Ulf Drescher oder des mit einem Trainer-B-Schein bewährten Christoph Kolenda. Gemeinsam soll die Mannschaft dahin gebracht werden, im Positionsangriff noch klarer aufzutreten – und jeder einzelne Spieler soll situativ richtig entscheiden.

„Wir müssen zudem mehr Tempo gehen und lernen, noch besser von Abwehr auf Angriff und umgekehrt umzuschalten“, schreibt der Trainer seinen Schützlingen auf die Agenda. „Mindestens den sechsten Platz“ will Christoph Bauer am Ende der Runde erreichen. Marktsteft und Höchberg stuft er als heiße Meisterschaftskandidaten ein.

Aufgebot

Abgänge: Till Kreisel (TG Würzburg).

Zugänge: Carsten Roller (DJK Waldbüttelbrunn), Benjamin Pabst, Philipp Graf (beide A-Jugend DJK Rimpar).

Aufgebot, Tor: Carsten Roller, Lukas Gerstner, David Wyrwas.

Rückraum: Max Beisheim, Philipp Graf, Florian Kemmer, Andreas Michel, Benjamin Pabst, Kilian Rhein, Julian Michel.

Kreis: Christoph Bauer, Maximilian Mark, Jochen Beisheim.

Außen: Manuel Michel, Sebastian Kranz, Tobias Kemmer, Felix Neugebauer, Hamudi Ryhan Amar, Markus Gerstner.

Trainer: Christoph Bauer (seit 2011).

Saisonziel: möglichst schnell den Klassenerhalt sichern.

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