GEWICHTHEBEN: BAYERNLIGA

Ein Rückkehrer als Schwergewicht des KSV

Schon im ersten Bayernliga-Kampf vor lärmender heimischer Kulisse zeigt sich: Stefan Holzer kann für die Kitzinger Gewichtheber eine enorme Verstärkung sein.
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Der starke Mann der Kitzinger Heber: Stefan Holzer kam vor der Saison aus Pforzheim zurück zum KSV. Hess Foto: Foto: Hartmut
Bayernliga

 

AC Regensburg – HG Eichenau/Neu-Ulm 358,0 : 390,4  
KSV Kitzingen – KSC Attila Dachau 383,0 : 306,4  
TSV Waldkirchen – AC Schweinfurt 395,5 : 349,8  
ESV Neuaubing – KSV Bavaria Regensburg 367,1 : 372,0  

 

 

1. (4.) TSV Waldkirchen 2 2 0 0 795,7 : 737,8 5  
2. (5.) KSV Kitzingen 2 1 0 1 771,0 : 706,6 4  
3. (2.) ESV Neuaubing 2 1 0 1 737,5 : 701,2 4  
4. (7.) HG Eichenau/Neu-Ulm 1 1 0 0 390,4 : 358,0 3  
5. (1.) AC Schweinfurt 2 1 0 1 804,6 : 661,1 3  
6. (6.) KSV Bavaria Regensburg 2 1 0 1 711,5 : 724,4 3  
7. (3.) ESV München Ost 1 1 0 0 357,3 : 339,5 2  
8. (8.) KSC Attila Dachau 2 0 0 2 635,6 : 753,4 0  
9. (9.) AC Regensburg 2 0 0 2 623,6 : 845,2 0  

 

KSV Kitzingen – KSC Attila Dachau 383,0:306,4. Die Gewichtheber des Kraftsportvereins (KSV) Kitzingen treten nach zwei Jahren Abstinenz wieder in der Bayernliga an und sind nach zwei Wettkämpfen auch in der Liga angekommen. Nach einem ersten Punkt auswärts in Waldkirchen bezwangen sie am Samstag zu Hause den Mitaufsteiger KSC Attila Dachau. Damit stehen sie nach zwei von acht Wettkämpfen in dieser Saison auf dem zweiten Tabellenplatz.

Der KSV hatte das Glück, dass der Frankenliga-Meister AC Bayreuth am Ende der vergangenen Saison auf sein Aufstiegsrecht verzichtete. Der Kitzinger Kader mit Thomas Stöhr, Raphael Zink, Benjamin Uhl, Julian Seuffert und Nicole Winterholler bekam vor der Saison Verstärkung durch Heimkehrer Stefan Holzer. Der gebürtige Siedler hatte in den vergangenen vier Jahren beim SC Pforzheim gehoben und dazu beigetragen, dass die Pforzheimer den Sprung von der zweiten in die erste Bundesliga schafften. Der Heber, der einst Aßmann hieß und seit seiner Heirat Holzer als Nachnamen trägt, ist ein Leistungsträger in der schweren Körpergewichtsgruppe der Kitzinger und kann als Bestmarke 277 Kilogramm im Zweikampf aufbieten.

Punkt kann Gold wert sein

Seit dieser Saison dürfen auch die beiden jugendlichen Heberinnen Elmas Altinsoy und Katharina Fischer bei den Aktiven in der Bayernliga an den Start; sie stehen als Ersatz parat. Mit dieser personellen Konstellation wagten sich die Heber von der Glauberstraße ans Abenteuer Bayernliga. „Der eine Punkt aus dem ersten Wett-kampf kann auf dem Weg zum Klassenerhalt noch Gold wert sein“, sagt Heber Thomas Stöhr. „Wir wollten natürlich gegen die beiden Mitaufsteiger aus Dachau und München-Ost gewinnen, dann wäre das mehr als die halbe Miete für den Klassenerhalt.“

Da der KSV in den beiden bisherigen Wettkämpfen gepunktet hat, stehen die Chancen des Klubs ganz gut. KSV-Funktionär Karl-Heinz Schwenkert hatte die Zuschauer und Dachauer Gäste unter dem Motto „Heben ist Leben und gehört zum Leben“ auf den Wettstreit eingestimmt. Kampfrichter Harald Sauf musste bei den 16 Versuchen im Reißen nur vier Versuche ungültig werten – sonst bewegte sich das Heimteam im Soll. Mit 116 Relativpunkten waren die Gastgeber besser als die Oberbayern, die auf 103 Punkte kamen.

Dadurch hatte das von Eva Kaluza und Philipp Kamleiter betreute Team nach dem Sieg in der ersten Teildisziplin weiteres Selbstvertrauen gesammelt. Es profitierte erneut vom guten Relativergebnis seiner einzigen Frau, Nicole Winterholler: Sie steuerte 82 Kilo-Punkte bei. Dass die Arbeit der Trainer Armin Uhl, Michael Fischer und Norbert Graber Früchte trägt, erkennt man daran, dass Raphael Zink (117 Kilogramm) und Julian Seuffert (123 Kilogramm) jeweils persönliche Bestleistungen im Stoßen aufstellten.

Auch Rückkehrer Stefan Holzer ließ sich da nicht lumpen und stieß im finalen Versuch des Abends das Tageshöchstgewicht von 151 Kilogramm. Obendrein war er mit 87,8 Punkten der beste Relativpunkte-Sammler. Im Stoßen waren die Kitzinger dann sogar noch überlegener als im Reißen: Sie nahmen den Oberbayern 63 Kilo-Punkte ab und gewannen gegen die nicht in Bestbesetzung angetretenen Dachauer deutlich.

Die erste Aufgabe gegen einen Mitaufsteiger war damit erledigt, der gute Start sollte weitere Sicherheit geben fürs Unterfranken-Derby am 9. November beim AC 82 Schweinfurt.

Auftritt vor voller Hütte

Was den Trip nach Unterfranken zusätzlich attraktiv macht, erläuterte Dachaus Mannschaftsführer Marcel Conrad bei der Verabschiedung am Abend: Er sprach davon, dass seine Mannschaft gerne ins „idyllische Kitzingen“ gekommen sei. „Bei einer so vollen Hütte machte es noch einmal 100 Prozent mehr Spaß zu heben“, sagte der Dachauer. Er verspürte eine tolle Atmosphäre beim Wettkampf in der gut besuchten Walter-Schneider-Sporthalle.

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