Fussball: Relegation zur Bezirksliga
Nach 1:3 im Relegationshinspiel hat der FC kaum noch Aufstiegschancen

Eibelstadt steht schon vor dem Aus

Nach dem 1:3 im Hinspiel droht Eibelstadt auf dem Weg in die Bezirksliga ein frühes Scheitern. Vor allem der vielgerühmten Offensive fehlt gegen Rottendorf die Wucht
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Rottendorfs Julian Wolff (links) behauptet sich gegen die Eibelstädter Pascal Woller (Mitte) und Marcel Woller. Foto: Rausch

Für den FC Eibelstadt bleibt der Weg in die Bezirksliga steinig und schwer. Der Kreisliga-Vizemeister unterlag am Mittwochabend im Relegationshinspiel dem TSV Rottendorf 1:3 (1:1) und hat damit nur noch minimale Chancen für das Rückspiel an diesem Samstag (16 Uhr) in Rottendorf. Nur der Sieger aus beiden Duellen kann sich in der nächsten Runde gegen Hettstadt oder Mömlingen den Platz in der Bezirksliga sichern. Vor allem die Offensive des FC war vor rund 700 Zuschauern keine große Wucht. Sie erspielte sich keine einzige Torchance, während Rottendorf noch einige erstklassige Möglichkeiten vergab.

„Wir haben nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten, und waren hochnervös“, sagte Eibelstadts Trainer Fabian Gärtner. „Am Ende müssen wir froh sein, dass es nicht höher ausgegangen ist.“ Rottendorfs Trainer Manuel Gröschl äußerte sich sehr zufrieden über den Auftritt seiner Mannschaft, nur mit der Chancenverwertung haderte er verständlicherweise. Er warnte davor, sich für das Rückspiel schon zu sicher zu sein.

Eibelstadt durfte sich die ersten Minuten ein bisschen vor dem gegnerischen Tor austoben, dann machten die Rottendorfer ernst. Keine acht Minuten brauchten sie für die erste große Torchance. Jakob Siedler zog aus nächster Nähe ab – und Maximilian Geißendörfer im Eibelstadter Tor war erstmals in seiner ganzen Statur gefordert. Vier Minuten später spitzelte Robin Busch den Ball um Zentimeter am Ziel vorbei. Mit ihren Steilpässen in die Schnittstellen der Eibelstadter Abwehr sorgten die Rottendorfer immer wieder für heikle Momente im Spiel.

Die Dreierkette erwies sich an manchen Stellen brüchig, so auch in der 23. Minute, als Martin Hesselbach in gute Schussposition kam. Nach der anschließenden Ecke zog Julian Wolff aus nächster Nähe ab – und Eibelstadt hatte dem Rottendorfer Sturm und Drang in dieser Phase nicht viel mehr entgegenzusetzen als Geißendörfers Reflexmotorik. Nach 26 Minuten war aber auch er geschlagen: Nicolas Schuberts schöne Hereingabe von links schob Martin Hesselbach flach zum 0:1 ins Netz. Es war feine Technik, mit der sich die raffinierten Rottendorfer immer wieder gefällig und gefährlich vor das Tor des Gegners kombinierten.

Von Eibelstadts Offensive, vor der Rottendorfs Trainer Gröschl zuvor noch eindringlich gewarnt hatte, war bis dahin wenig bis nichts zu sehen –, vielleicht auch, weil Rottendorf hoch verteidigte und sie früh anging. Und doch rieben sich die Zuschauer nach einer halben Stunde verwundert die Augen, als der Ball plötzlich im Rottendorfer Tor lag: Nach einem hohen Ball in den Strafraum zauderte Torwart Peter Trappschuh einen Tick zu lange, statt entschlossen zuzupacken. Philipp Eismann nutzte die Gunst des Augenblicks und bugsierte den Ball akrobatisch ins Netz:  1:1. Effektiv waren die Gastgeber im Angriff nicht, dafür höchst effizient.

Die zweite Hälfte begann gleich mit zwei Aufregern: Erst gelang Busch nach schöner Kombination über außen aus kurzer Entfernung das 1:2 (51.). Mitten hinein in den Jubel zündeten Gäste-Fans draußen einen der berüchtigten Bengalos, Schiedsrichter Wörtmann unterbrach das Spiel und verband damit die ernsthafte Mahnung, beim nächsten Vorfall die Mannschaften in die Kabinen zu schicken. Viel Lärm um wenig Rauch, wie der Unparteiische überhaupt eine äußerst kleinliche Linie pflegte.

Das Spiel selbst bot in der Folge nur noch wenige prickelnde Momente. Eibelstadt versuchte, sich irgendwie durch Rottendorfs stabile Defensive zu mogeln – was selten bis gar nicht gelang. Rottendorf schien auf den passenden Moment für ein paar offensive Impulse zu warten, gab sich aber bei weitem nicht mehr so angriffslustig wie in der ersten halben Stunde.

So musste eine Standardsituation her, um die Partie zu entscheiden. Nicolas Schubert zauberte einen Freistoß über die Mauer ins Tor (75.). Für das Foul hatte Eibelstadts Hannes Henkelmann zuvor Gelb-Rot gesehen. Schubert hätte kurz darauf sogar auf 1:4 stellen können, scheiterte aber wieder mal an Geißendörfer (82.), der sein nach vorne zu harmloses Team zu jeder Zeit vor einer höheren Niederlage bewahrte.
 

Die Statistik des Spiels

Eibelstadt: Maximilian Geißendörfer; Hannes Henkelmann, Jan Brinkmann (76. Pascal Prötzel), Thorbjörn Köhne, Tim Steinruck, Marcel Woller, Benedikt Lindner, Johannes König (46. Cornelius Link), Philipp Eismann, Pascal Woller, Edwin Aber (56. Dominik Schenk).

Rottendorf: Peter Trappschuh; Julian Weber, Fabian Freund, Sebastian Halupczok, Paul Lücke, Jakob Siedler, Robin Busch, Julian Wolff (90.+2 Philipp Niedermeyer), Moritz Schubert, Nicolas Schubert (83. Thomas Melber), Martin Hesselbach (77. Frank Bader).

Schiedsrichter: Andreas Wörtmann (Breitbrunn).

Zuschauer: 700.

Gelbe Karten: Köhne, Steinruck, Lindner, Eismann, Link; Wolff, Siedler, Weber, Nicolas Schubert.

Gelb-Rote Karte: Henkelmann (Eibelstadt, 74., wiederholtes Foulspiel).

Tore: 0:1 Nicolas Schubert (26.), 1:1 Philipp Eismann (30.), 1:2 Robin Busch (51.), 1:3 Nicolas Schubert (75.).
 

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