Handball: TV Marktsteft (Frauen)

Dreimal Senft, dreimal Dennerlein

Mit dem neuen Trainer ergeben sich bei den Marktstefter Frauen interessante personelle Konstellationen. Nach einigen Jahren ist die Handballer-Familie Senft wieder vereint.
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Die Frauen des TV Marktsteft in der Saison 2012/13: (hinten von links) Abteilungsleiter Sandro Schmidt, Betreuerin Margrit Hoffmann, Ann-Kathrin Menzel, Miriam Bergmann, Stefanie Reuß, Julia Belitzer, Vorsitzender Gunther Thorwarth; (mittlere Reihe von links) Anna-Lena Dennerlein, Kerstin Burtz, Anic von der Kall, Lena Möslein, Nina Dennerlein, Laura Senft, Trainer Norbert Senft; (vorne von links) Vanessa Senft, Valentina Dennerlein, Jana Kapp, Ines Reichhard. Foto: Foto: TV Marktsteft

Ein neuer Wind weht seit ein paar Wochen bei den Damen des TV Marktsteft. Und schon heute steht fest: Es ist ein Wind der Veränderung. Mit dem Wechsel von Klaus Dennerlein zu Norbert Senft auf der Trainerposition wird so manches anders sein. Suchte Dennerlein mit der Mannschaft sein Heil vorwiegend in der Offensive, so setzt Senft die Priorität in der Abwehr, die bisher gewiss nicht das Marktstefter Glanzstück gewesen ist.

Senft, gebürtiger Michelfelder, der in Etwashausen wohnt, führte Volkachs Frauen in die Landesliga und danach die Etwashäuser Männer bis vor das Tor der Landesliga, ehe er mitten auf dem Weg dorthin entlassen wurde. Darf diese dubiose Entlassung als Anfang des schleichenden Absturzes der Etwashäuser gelten, so setzte der Trainer seine Arbeit in Main-Tauber erfolgreich fort, indem er den dortigen Männern ebenfalls zum Aufstieg in die Landesliga verhalf. Mit „weniger zeitlichem Stress“ begründet der 52-Jährige nun seinen Entschluss, die Männer-Landesliga gegen die Frauen-Bezirksoberliga zu tauschen.

Die Ansprüche muss der Kraftfahrzeug-Mechaniker nun herunterschrauben, er wird von Athletik, Spielstärke, Tempo und beherztem Hinlangen von einer robusten Mittelklasse-Limousine auf einen schnuckligen Mini umsteigen. „Ich kann die Liga überhaupt nicht einschätzen“, sagt Norbert Senft, und nicht nur aus diesem Grund möchte er den Blick nur auf seine Mannschaft richten.

Das Team muss zwar drei Abgänge verkraften – die Schwestern Magdale-na und Regina Hetterich wollen sich dem Studium widmen, Ann-Kathrin Lang hat es zum TV Etwashausen gezogen –, doch die Neuankömmlinge können diese Verluste mehr als kompensieren. So ist Nina Dennerlein aus Rimpar zurückgekehrt, Ann-Kathrin Menzel kommt aus der Jugend hoch und Lena Möslein aus Etwashausen. Die namhafteste Verstärkung ist Laura Senft, die als eine der besten Rückraumspielerinnen der Klasse gilt. Damit ist die Handballer-Familie Senft wieder vereint. Lauras Schwester Vanessa spielt schon seit einigen Jahren in Marktsteft.

Neben dem Trio Senft wird es diese Saison ein weiteres Terzett geben: die Michelfelderinnen Nina, Anna-Lena und Valentina Dennerlein. Der Trainer kann neben Julia Belitzer in Laura Senft eine zweite wurfstarke Schützin im Rückraum aufbieten – oder Laura Senft die Regie übertragen. „Ich will einen flexibel besetzten Rückraum“, sagt Norbert Senft. Er setzt auf offensive Abwehrvarianten und er arbeitet daran, dass sein Team ballorientierter und körperbetonter auftritt. Was die Perspektiven für diese Saison angeht, so hält sich der Routinier dezent zurück. Er spricht nur vom „oberen Tabellendrittel“ als Ziel und schiebt die Rolle des Meisterschaftsfavoriten der zweiten Mannschaft des HSV Bergtheim zu.

Aufgebot

Abgänge: Ann-Kathrin Lang (TV Etwashausen), Magdalena Hetterich, Regina Hetterich (beide Studium).

Zugänge: Nina Dennerlein (DJK Rimpar), Laura Senft (SG Dettelbach/Bibergau), Lena Möslein (TV Etwashausen), Ann-Kathrin Menzel (eigene Juniorinnen).

Aufgebot, Tor: Miriam Bergmann, Steffi Reuß.

Rückraum: Laura Senft, Vanessa Senft, Sabrina Paulus, Julia Belitzer, Ines Reichhard, Ann-Kathrin Menzel, Nina Dennerlein, Kerstin Burtz.

Kreis: Anic van der Kall, Jana Kapp.

Außen: Anna-Lena Dennerlein, Valentina Dennerlein.

Trainer: Norbert Senft (neu, HSV Main-Tauber).

Saisonziel: oberes Drittel.

Meistertipp: HSV Bergtheim II.

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