FUßBALL: A-KLASSE 2TÜCKELHAUSEN

Die beiden Trainer sind sich einig

Es war das Verfolgerduell, weshalb sich die Zuschauer einiges davon erwartet hatten. Sie wurden aber enttäuscht, genauso wie die Übungsleiter beider Mannschaften.
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Gaukönigshofens Kapitän Tim Beischmidt (links) und der Tückelhäuser Marcel Kreußer liefern sich ein rassiges Laufduell um das Leder. Foto: Foto: Alexander Rausch

Ein fußballerischer Leckerbissen war das vermeintliche Spitzenspiel zwischen dem SV Tückelhausen/Hohestadt und dem SV Gaukönigshofen wahrlich nicht. Beide Teams blieben beim 1:1 (0:1) über weite Strecken der Partie den Nachweis schuldig, weshalb sie auf die Versetzung in die Kreisklasse hoffen. Dementsprechend konsterniert waren nach dem Schlusspfiff auch beide Übungsleiter. Und das, obwohl die Vorzeichen auf ein gutes Spiel eigentlich günstig standen.

Die Gastgeber hatten die vergangenen zwölf Partien gewonnen, die Gäste, die einen Punkt vor dem Verfolger lagen, die letzten sieben. Die Elf von Tobias Werner war aufgrund der jüngsten Frickenhäuser Schwächephase zwischenzeitlich sogar auf Rang eins gerutscht. Zu sehen war davon aber nur wenig. Die Gäste zeigten sich zwar von Beginn an bemüht, Struktur in ihr Spiel zu bekommen und offensiv Akzente zu setzen, blieben dabei aber zu ungenau. Tobias Seuferts Versuch wurde geblockt (2.). Oliver Döring setzte das Leder über den Balken (11.).

Ungewollt gefährlich wurde erst Luis Ringelmanns verunglückte Flanke, die an den Querbalken knallte (16.). Die Hausherren zeigten sich außer einem zu zentral geratenen Volleyschuss von Felix Meintzinger zu zaghaft in ihren Offensivbemühungen und konzentrierten sich vornehmlich auf die Defensive. „Die erste Hälfte war von uns gar nichts. Wir waren viel zu verkrampft“, wunderte sich auch Tückelhausen/Hohestadts Trainer Bernd Wenkheimer über den espritlosen Auftritt seiner Elf. Denn nur als Jonas Savickas davongeeilt war und von Luis Ringelmann gerade noch geblockt wurde oder als Kevin Heß zweimal eingelaufen war und knapp verpasste, konnte man erahnen, weshalb die Gastgeber zu den besten Mannschaften der Liga gehören.

Auch die Gaukönigshöfer ließen ihre Spielkunst selten aufblitzen, hatten durch Jonas Grüb aber noch einen lichten Moment vor dem Pausentee, als der Youngster das Leder aus 20 Metern in den linken Giebel jagte. „Die erste Halbzeit war noch okay, selbst wenn wir zu mutlos agiert und nicht das gespielt haben, was wir schon gezeigt haben“, resümierte Werner. Er konnte sich aber das, was folgte, nicht erklären. Nach dem Seitenwechsel kam von den Gästen außer Micha Rieneckers verunglücktem Lupfer, nachdem ihm Heimtorwart Thomas Rüger das Leder in die Füße gespielt hatte, nichts mehr (59.). Anstatt an die eigene Stärke zu glauben und den Ball flach herauszuspielen, flog das Spielgerät nahezu immer hoch und weit in die gegnerische Hälfte, wo Heß & Co. keinerlei Probleme hatten.

Aber die Hausherren beschränkten sich nicht mehr nur auf die Defensive, sondern versuchten, auch vorne aktiv zu werden. Zunächst nur nach Standards, als erst Marcel Kreußer einen Savickas-Querpass verpasste (57.) und dann Kevin Heß über das Tor köpfte (61.), in der Folgezeit aber auch aus dem Spiel. Denn am Strafraum wurde Martin Rüger freigespielt und versenkte das Leder von der Strafraumgrenze im linken unteren Eck. „In der zweiten Halbzeit haben die Jungs es besser umgesetzt, selbst wenn vieles nicht so war, wie ich es mir vorgestellt hatte“, sah Wenkheimer eine deutliche Steigerung seiner Mannschaft, die beinahe noch den Sieg davongetragen hätte.

Denn nach einem Missverständnis zwischen Tobias Werner und Schlussmann Joseph Nagl spritzte Jonas Savickas dazwischen, dessen Schuss gerade noch an den Außenpfosten gelenkt wurde (87.). „Wir können froh sein, dass wir noch einen Punkt mitnehmen nach einem solchen Auftritt. Das war gar nichts“, war Werner nach dem Schlusspfiff bedient.

Die Statistik des Spiels

Fußball A-Klasse Würzburg 2: SV Tückelhausen/Hohestadt – SV Gaukönigshofen 1:1 (0:1)

Tückelhausen/Hohestadt: Rüger – Steinmetz, Wolfram, Savickas, M. Heß, Popp, K. Heß, Kreußer (76. Kemmer), Müller, Schmidt (59. Rüger), Meinzinger.

Gaukönigshofen: J. Nagl – A. Nagl, Ringelmann, Werner, Döring (35. Roth), Grüb, Meyer, Beischmidt, Seufert (68. Rehberg), Hahn, Barthel (57. Rienecker).

Schiedsrichter: Klüglein (Würzburg).

Zuschauer: 100.

Gelbe Karten: Popp, Rüger – A. Nagl.

Tore: 0:1 Jonas Grüb (37.), 1:1 Martin Rüger (74.).

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