Auf dem Platz kämpft die Mannschaft noch um den Verbleib in der Landesliga Nordwest, daneben laufen die Planungen bei Bayern Kitzingen für die neue Saison bereits auf Hochtouren. Unabhängig von der aktuell noch unklaren Situation, ob die erste Mannschaft ab Sommer weiter der Landesliga angehört, basteln die Verantwortlichen mit Trainer Tamer Yigit eifrig am Kader. „Wir sind sehr aktiv und kontaktieren viele Spieler. Mit einigen sind wir uns prinzipiell schon einig. Manche wollen abwarten, dass wir in der Landesliga bleiben. Sobald der Klassenerhalt sicher ist, können wir schnell die ersten Neuzugänge bekannt geben“, sagt Kitzingens Stefan Güntner, der den Trainer bei der Planung unterstützt.

Sicher ist, dass sechs Spieler den Verein nach dieser Saison verlassen oder nicht mehr zur Verfügung stehen werden. Torhüter Florian Nöth schließt sich nach drei Jahren am Bleichwasen wieder seinem Heimatverein ASV Rimpar an. Marcel Geitz wechselt als „absoluter Wunschspieler“ des Trainerduos Stefan Schöderlein und Tim Reiner zu Dettelbach und Ortsteile und verstärkt den dortigen „Bayernblock“ als bereits fünfter Spieler.

Auch der aktuelle Co-Trainer Joachim Hupp geht und kehrt nach zwei Jahren zur FG Marktbreit/Martinsheim zurück. Der im benachbarten Greuth wohnende Andreas Herrmann schließt sich wohl dem TSV Abtswind an, für den sein älterer Bruder Michael bereits spielt. Marcel Reuther wechselt zum Kreisligisten TSV Sulzfeld, und mit Mario Bodendörfer legt der zweite Torhüter des aktuellen Kaders aus beruflichen Gründen eine Pause ein.

Somit ist die Benennung einer neuen Nummer 1 eine der Aufgaben. Auf weitere Fragen sollen schon in der nächsten Woche in Gesprächen Antworten gefunden werden. Kitzingens neuer Trainer Tamer Yigit ist zuversichtlich angesichts der bisherigen Planungen: „Es schaut sehr gut aus. Wir werden in der nächsten Saison eine klasse Truppe sein.“ Der 35-Jährige legt großen Wert darauf, dass sich die Neuzugänge charakterlich in die bestehende Gemeinschaft einfügen. „Nicht nur die Qualität, sondern ebenso die Mentalität eines Spielers ist für mich wichtig. Wir wollen uns auf und neben dem Platz als Einheit präsentieren. Deshalb achten wir auch darauf, dass die Jungs untereinander zusammenpassen.“

In den vergangenen vier Wochen habe sich vieles bewegt, nachdem von offizieller Seite bekannt gegeben war, dass der Karlstädter die Kitzinger als Nachfolger Wolfgang Schneiders übernehmen wird. „Die Gespräche mit den Spielern waren sehr hilfreich für mich“, freut sich Yigit über die Offenheit, die ihm am Bleichwasen in der Mannschaft begegnete. „Wir wollen eine funktionierende Einheit werden“, sagt Yigit, dem auch an seiner Integration in die Bayernfamilie gelegen.

Der Vorbereitungsplan ist bereits ausgearbeitet, die ersten beiden Testspiele finden gegen die höherklassigen Alemannia Haibach und Würzburger FV statt. „Meine Mannschaften sind körperlich fit und können hohes Tempo gehen. Wir werden dementsprechend die Intensität der Vorbereitung anpassen“, gibt Yigit als erstes Ziel aus. Mehr als die Hälfte der aktuellen Stammbesetzung hat den Verantwortlichen für die neue Saison zugesagt. Seit Donnerstag steht auch fest, dass Spielführer Christopher Lenhart bleibt. Der von anderen Landesligisten umworbene Führungsspieler setzte dadurch ein Zeichen, den neuen Weg mitgehen zu wollen.

Lenharts Entscheidung sorgt auch bei Güntner für Optimismus: „Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wir in der nächsten Saison eine gute Truppe auf den Platz schicken.“ Nur der letzte Tick fehle noch. „Wenn wir die Klasse halten, würde sich ganz viel ganz schnell klären“, meint der 33-Jährige. Aus 20 bis 22 Spielern wird der Kader bestehen, der Yigits Vorstellung verwirklichen soll: „Wir wollen attraktiven, ansehnlichen und offensiven Fußball bieten und die Zuschauer in Kitzingen mit unseren Auftritten begeistern und mitnehmen.“