FUßBALL: KREISKLASSE

Die Endspiel-Serie weiter ausbauen

Trainer Oliver Bieber will sich mit dem Klassenerhalt „nach drei schönen Jahren“ aus Mainsondheim verabschieden.
Artikel drucken Artikel einbetten
Mainsondheims scheidender Trainer Oliver Bieber will sich mit dem Klassenerhalt verabschieden. Foto: Foto: Hans Will

Lust auf Veränderung hatten die Kicker des SC Mainsondheim im vergangenen Sommer und wechselten deshalb die Kreisklasse. Doch die Punktejagd in der Würzburger Gruppe gestaltete sich schwieriger als erwartet. Zur Winterpause steckten die Schwarz-Gelben tief im Tabellenkeller, den Abstieg in die A-Klasse direkt vor Augen. Das ist auch nach sechs Spielen im neuen Spieljahr so. Allerdings hat sich die Ausgangsposition für den Endspurt stark verbessert.

Deutliche Worte richtete Mainsondheims scheidender Trainer Oliver Bieber – der gebürtige Würzburger übernimmt im Sommer den TSV Gerbrunn – in der Spielpause an seine Mannschaft: „Ich habe die Jungs nochmals richtig eingeschworen, dass wir nun zehn Endspiele vor der Brust haben. Wir müssen jedes Spiel dementsprechend angehen, als ginge es ums Überleben.“ In der ersten Saisonhälfte nämlich war von der Anfangseuphorie, in die Würzburger Kreisklasse gewechselt zu sein, herzlich wenig zu sehen. Nur in fünf Partien verließ der Sportclub nicht als Verlierer das Feld, hatte magere elf Punkte aus 16 Begegnungen geholt.

Auf die leichte Schulter hatten die Gelb-Schwarzen die Liga genommen. Selbst Klatschen wie gegen Kürnach (0:4) oder Unterpleichfeld (1:6), die ebenfalls um den Klassenerhalt bangen, änderten nichts an der legeren Einstellung von Biebers Kickern. „Die Jungs dachten, die Saison gehe noch lange. Schließlich hätten sie noch genug Spiele und sie kämen sicher da unten raus“, erinnert sich Bieber.

Doch diese Fehleinschätzung hat sich seit der Winterpause gewandelt. Die gelb-schwarzen Kicker investieren mehr, kämpfen jeder für jeden leidenschaftlich für das Ziel Klassenerhalt. Auch die ständigen Personalwechsel haben sie seit Wiederbeginn minimiert. Während wichtige Spieler wie Christoph Lung, Johannes Grieb oder Sebastian Hehn, die allesamt auswärts studieren, in der ersten Halbserie nur sporadisch zur Verfügung standen, stellen sie sich seit Wochen in den Dienst der Mannschaft. „Sie kommen extra zu den Spielen und nehmen den Aufwand in Kauf. Natürlich steigern sie auch unsere Qualität“, lobt der Übungsleiter.

Zwar habe die zweite Saisonhälfte mit der Niederlage in Oberdürrbach, bei der sich die Mainsondheimer defensiv gefestigter und offensiv spielfreudiger präsentierten, denkbar ungünstig begonnen, doch hernach habe seine Elf Charakter gezeigt, so der 49-Jährige. Denn eine Woche später gelang der Erfolg gegen den Tabellendritten aus Grombühl. „Ein verdienter“, wie Bieber findet, für den diese Partie der endgültige Brustlöser war. Denn danach folgten vier weitere Spiele ohne Niederlage, unter anderem mit dem Sieg gegen Spitzenreiter SC Lindleinsmühle und dem Unentschieden gegen den Zweiten Bergtheim.

Durch diese Serie haben die Schwarz-Gelben den direkten Klassenerhalt wieder in eigener Hand, auch mit den direkten Duellen in Kürnach und Gerbrunn. Nur drei Punkte beträgt der Rückstand zum rettenden Ufer. „Unsere Deadline ist der 19. Mai, an dem wir über dem Strich stehen wollen“, gibt der B-Lizenz-Inhaber eine klare Richtung vor, selbst wenn dann sein Heimatverein Gerbrunn, der nach bisher guter Rückrunde drei Punkte hinter dem Sportclub lauert, auf der Strecke bleibt. Denn für Bieber zählt nur der Ligaverbleib und der damit verbundene positive Abschied nach drei schönen Jahren aus Mainsondheim.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.