FUSSBALL: BAYERNLIGA

Die Abtswinder Talfahrt geht weiter

Der TSV Abtswind verliert das Auswärtsspiel bei der DJK Vilzing klar. Warum sich Co-Trainer Daniel Hämmerlein nach Spielende ein Gespräch mit der Mannschaft sparte.
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Elf Spiele ohne Sieg: Bei den Abtswindern Michael Dietl und Adrian Dußler (rechts) ist Grübeln angesagt. Foto: Foto: Andreas Stöckinger

Bayernliga Nord DJK Vilzing – TSV Abtswind 5:0 (3:0)

Der TSV Abtswind bekommt in der Bayernliga weiter kein Bein mehr auf den Boden. Das 0:5 in Vilzing vor 350 Zuschauern war bereits das elfte Match in Serie ohne Sieg. Seit dem 31. Juli kassierten die Grün-Weißen sieben Pleiten – und holten nur noch drei Unentschieden. In ihrer Aufstiegssaison hatten die Kräuterdorf-Fußballer zum gleichen Zeitpunkt zumindest 17 (statt der bisher 12 Punkte) auf dem Konto.

In der Oberpfalz begann alles mit einem Déja-vu. Bereits in der dritten Minute bugsierte TSV-Innenverteidiger Nicolas Wirsching den Ball zum frühen Rückstand ins eigene Netz. Vilzings Topstürmer André Luge wäre einschussbereit gewesen. Zuletzt musste das Team von Mario Schindler gegen den SC Eltersdorf in letzter Sekunde ein Eigentor hinnehmen – und hatte dadurch einen möglichen Sieg verpasst. „Das 0:1 war natürlich unglücklich. In der Folge haben wir gut nach vorne gespielt und uns mehrere Chancen erarbeitet. Die Abschlüsse waren jedoch insgesamt zu unsauber“, konstatierte TSV-Co-Trainer Daniel Hämmerlein, der den beruflich nach Brasilien gereisten Schindler an der Seitenlinie vertrat.

Luge hatte dagegen kurz vor der Pause kurzen Prozess gemacht – auch unter Mithilfe der Gäste. Ein Doppelpack binnen fünf Minuten (37., 42.) des früheren Drittliga-Stürmers bedeutete das 3:0 für den Tabellendritten. Hämmerlein probierte noch einmal alles, verhalf Offensivspieler Shawn Hilgert zu seinem Comeback nach langer Verletzungspause. Doch schon in der 49. Minute fiel das 0:4. Das Duell war frühzeitig zu Gunsten der effektiven Gastgeber entschieden, die eine Viertelstunde vor dem Ende noch einen draufsetzen. „Eine stabile Defensive muss wieder unser Grundstein werden. Da sind wir momentan viel zu schwankend“, bemerkte der frühere TSV-Akteur Hämmerlein, der die Mannschaft hernach in Ruhe ließ: „Da ist jedes Wort eines zu viel. Die Spieler zerbrechen sich selbst am meisten den Kopf.“

Der Ausflug in den Chamer Stadtteil war für den TSV von Anfang an unter keinem guten Stern gestanden. Hämmerlein musste binnen 24 Stunden vier Absagen hinnehmen: Max Hillenbrand, Philipp Hummel und Max Wolf fehlten verletzt, Severo Sturm erkrankte kurzfristig.

Nun können die Abtswinder erst einmal ihre Wunden lecken. Am kommenden Wochenende sind die Grün-Weißen spielfrei, ehe die Vorrunde mit einem Gastspiel in Großbardorf endet. Ob ihnen die Pause gut tun wird? Hämmerlein: „Diese Frage kann ich erst nach dem Bardorf-Match beantworten. Nach einer solchen Niederlage will man eigentlich gleich weiterspielen. Andererseits können wir die nun Zeit nutzen, um Abstand zu gewinnen.“

Vilzing: Putz – Wolf, Huber, Romminger (78. Völkl), Trettenbach, Kufner, Hoch, Wendl (69. Chrubasik), Kalteis (73. Hastreiter), Bräu, Luge.

Abtswind: Reusch – Ruft (46. Hilgert), Graf, Wirsching, Endres, Dietl (71. Wirth), Lehmann, Dußler, Herrmann, Lenhart – Heppt (69. Hartlehnert).

Schiedsrichter: Florian Wernz (SpVgg Langerringen). Zuschauer: 350. Tore: 1:0 Wirsching (3., Eigentor), 2:0, 3:0 Luge (37., 42.), 4:0 Kufner (49.), 5:0 Chrubasik (76.).

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